Kanada holt die Bronzemedaille
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Kanada tritt die Heimreise vom Olympischen Fussballturnier der Frauen 2012 mit Edelmetall im Gepäck an. Die Nordamerikanerinnen gewannen das Spiel um die Bronzemedaille im City of Coventry Stadium gegen Frankreich mit 1:0 (0:0).

Torchancen blieben in der Anfangsphase der Partie Mangelware, da sich beide Teams vorsichtig abtasteten und das Risiko scheuten. Die erste nennenswerte Offensivaktion konnte Christine Sinclair nach einer Viertelstunde für sich verbuchen, die kanadische Stürmerin wurde von Rhian Wilkinson angespielt und zog vom Strafraumrand ab, ihr Schuss war jedoch ein wenig zu hoch angesetzt. Die nächste Gelegenheit der Kanadierinnen ermöglichte Frankreichs Torhüterin Sarah Bouhaddi, die eine Hereingabe unterlief, doch die Nordamerikanerinnen konnten hieraus kein Kapital schlagen.

Auf der anderen Seite wurde Elodie Thomis von Marie-Laure Delie über den rechten Flügel auf die Reise geschickt, Kanadas Keeperin Erin McLeod verkürzte den Winkel und konnte parieren (27.). Zehn Minuten später flankte Louisa Necib auf Delie, deren Volleyabnahme allerdings misslang.

Zur zweiten Halbzeit kamen die Französinnen wie verwandelt aus der Kabine und erspielten sich Chancen am Fließband. Zunächst kam Necib nach feiner Vorarbeit von Thomis an den Ball, ihr Schuss wurde abgefälscht und ging knapp vorbei. Dann war es erneut Thomis, die sich über die rechte Seite durchsetzte, und auf Gaetan Thiney zurücklegte, die vom Strafraumrand aus den Pfosten traf. Der Abpraller landete bei Necib, die in aussichtsreicher Position verzog (62.).

Nur eine Minute später verlängerte die eingewechselte Eugenie Le Sommer eine Hereingabe per Kopf zu Thomis, deren Rechtsschuss an die Latte klatschte. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor der Französinnen zu. Die nächste Chance gehörte Corine Franco, deren Schuss Desiree Scott auf der Linie klärte (70.). In einer hektischen Schlussphase kam Le Sommer bei einem Freistoß zum Schuss, setzte den Ball aber über das Gehäuse. Zwei Minuten vor Schluss verfehlte Frankreichs Nummer neun mit einem Kopfball ebenfalls ihr Ziel.

In der Nachspielzeit wurde dann der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die einzige Chance der Kanadierinnen nutzte Diana Matheson eiskalt aus. Nach einer Unachtsamkeit in der französischen Defensive kam sie im zweiten Versuch zum Abschluss und schon aus kurzer Entfernung zum 1:0-Siegtreffer ein.