U.S.-Girls behalten die Oberhand
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Titelverteidiger USA hat die Runde der letzten Vier beim Olympischen Fussballturnier der Frauen 2012 erreicht. Die Auswahl von Trainerin Pia Sundhage setzte sich im Viertelfinalduell mit Neuseeland im St. James' Park von Newcastle dank der Treffer von Star-Angreiferin Abby Wambach und der eingewechselten Sydney Leroux mit 2:0 durch. Im Kampf um den Finaleinzug treffen die Führenden der FIFA-Frauenweltrangliste nun am kommenden Montag auf Gastgeber Großbritannien oder Kanada.

Erwartungsgemäß nahmen die U.S.-Girls vom Anpfiff an das Heft in die Hand. Lediglich die Neuseeländerin Hannah Wilkinson offenbarte sich dank ihrer Schnelligkeit als Gefahr für den Favoriten aus Nordamerika. Nachdem Alex Morgan und Carli Lloyd erste Warnschüsse in Richtung der erfahrenen Kiwi-Keeperin Jenny Bindon abgegeben hatten, war es Katie Hoyle, die auf der Gegenseite mit einem Distanzschuss für Gefahr sorgte.

Dann schalteten die Stars and Stripes einen Gang höher. Morgan hatte die gegnerische Torfrau am Strafraumeck bereits umkurvt, konnte aus spitzem Winkel allerdings nicht einschieben. Und Wambach sowie erneut Morgan verpassten wenig später beide eine scharfe Hereingabe von Megan Rapinoe. Nach 26 Minuten durften die USA dann aber jubeln, als Wambach nach feiner Vorarbeit von Morgan das Leder aus kurzer Distanz über Neuseelands Torlinie bugsierte und damit ihren vierten Treffer in London 2012 markierte.

Morgan sollte auch im zweiten Durchgang im Fokus stehen. Schon drei Minuten nach dem Wiederanpfiff setzte die 23-Jährige einen Drehschuss nur Zentimeter am neuseeländischen Gehäuse vorbei. Und zwischen der 57. und 61. Minute hatte sie ebenfalls gleich zwei Mal aus aussichtsreichen Positionen Pech. Als der Jungstar dann zum Auftakt der Schlussviertelstunde auch noch im Eins-gegen-Eins an Bindon scheiterte, war klar, dass das nicht ihr Tag sein würde. Die Keeperin verletzte sich in dieser Szene am Kopf, konnte jedoch nach einer kurzen Behandlungszeit weiterspielen.

U.S.-Torfrau Hope Solo parierte nur Momente später einen kraftvollen 20-Meter-Schuss von Ria Percival und machte damit Neuseelands einzige Torchance in den zweiten 45 Minuten zunichte. In der 80. Minute wurde Morgan dann gegen Leroux, das andere Sturmjuwel der Nordamerikanerinnen, ausgetauscht, und ausgerechnet sie war es, die sechs Minuten später nach einem langen Pass auf der linken Seite das Tempo verschärfte, nach innen zog und mit einem trockenen Schuss durch Bindons Beine den Endstand herstellte.