Kein Sieger bei der Neuauflage des WM-Finals
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Zum Auftakt des Olympischen Fussballturniers der Frauen trennten sich Deutschland und Brasilien im Olympiastadion von Shenyang mit 0:0. Bei der Wiederholung des WM-Endspiels von 2007 hatten die Brasilianerinnen die besseren Chancen, Deutschland konnte sich bei Torhüterin Nadine Angerer bedanken, die mehrere Chancen der Südamerikanerinnen zunichte machte.

Bei drückend heißen 32 Grad tasteten sich beide Mannschaften zunächst vorsichtig ab, kein Team wollte einen Fehler machen. Brasilien war es dann, das unter den Augen der gesamten brasilianischen Männer-Mannschaft, die im Stadion war, die erste Chance herausarbeiten konnte. Bei einem Freistoß von Daniela musste Nadine Angerer im Tor der Deutschen nachfassen, und in der 13. Minute hatte die Torhüterin der Deutschen dann Glück, als Marta Kerstin Stegemann an der Außenlinie austanzte, in den Strafraum flankte und die freistehende Cristiane aus fünf Metern den Ball nicht im Tor unterbringen konnte.

Doch im Anschluss kamen die deutschen Mädels, die in der gleichen Aufstellung antraten wie im WM-Finale 2007, besser ins Spiel und konnten sich Chancen erarbeiten. In der 23. Minute setzte sich Melanie Behringer auf der linken Seite schön durch und konnte den Ball über die brasilianische Abwehr hinweg in den Strafraum flanken, doch Sandra Smisek, die am langen Pfosten lauerte, köpfte das Leder aus kurzer Distanz an die Latte.
Kurz vor der Halbzeitpause konnte sich dann Deutschlands Spielerführerin Birgit Prinz erstmals in Szene setzen, doch ihr Schuss aus elf Metern flog knapp am rechten Pfosten vorbei ins Aus.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Brasilien wirkte etwas agiler und erspielte sich gute Chancen. In der 61. Minute setzte sich Cristiane am Strafraum gut durch und zog aus halblinker Position ab, doch Angerer konnte mit einer Riesenparade den Rückstand verhindern. Beim anschließenden Eckball köpfte Renata Costa den Ball aus vier Metern an die Querlatte. Die deutsche Abwehr kam in dieser Phase kaum zum Durchatmen, denn nur fünf Minuten später stand Marta nach einem schnellern Angriff am Sechzehner alleine, doch ihr Schuss aus 16 Metern strich um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Mitte der zweiten Halbzeit kam Fatmire Bajramaj für Melanie Behringer ins Spiel, die quirlige Angreiferin sollte das Spiel auf der linken Seite etwas mehr beleben. Doch Brasilien war der Führung näher. In der 83. war es erneut die starke Marta, die mit einem Schuss aus 16 Metern Angerer zu einer Glanzparade zwingen muss. Nur zwei Minuten später lief Brasiliens Star der deutschen Abwehr über das halbe Feld auf und davon, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an der herauseilenden Angerer.