The Best FIFA Football Awards™

Montag, 24. September 2018, London

The Best FIFA Football Awards™

Interaktives Meeting für FIFA-Legenden

© Getty Images
  • Die vierte Diskussionsrunde fand in London statt
  • Alle Konföderationen waren bei der Zusammenkunft vertreten
  • Themenvorschläge kamen von den FIFA-Legenden selbst

An der vierten Ausgabe der Denkfabrik der FIFA-Legenden nahmen Weltmeister, Männer, Frauen und Vertreter aller Konföderationen teil und sorgten mit ihrer regen Beteiligung, Vielfalt und vor allem mit ihrer Leidenschaft für jeden Aspekt des modernen Fussballs für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Im Laufe von dreieinhalb Stunden diskutierten in London über 35 bekannte Persönlichkeiten des Fussballs, die alle ihre Spuren in dieser Sportart hinterlassen haben, über wichtige Belange der aktuellen Fussball-Landschaft und steuerten ihre Ideen bei.

"Es ist wichtig, dass die FIFA auch weiterhin daran arbeitet, den Legenden mehr Gehör zu schenken. Schließlich haben sie Fussballgeschichte geschrieben. Wenn ich mir bewusst mache, dass wir hier mit Didier Drogba, Geremi und Mido darüber diskutieren, wie der afrikanische Fussball gefördert werden kann, oder Peter Shiltons und David Seamans Ansichten zum Torwarttraining hören, dann weiß ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Gianni Infantino bei der Eröffnung der Veranstaltung.

"Es ist auch sehr erfreulich zu sehen, dass immer mehr Frauen teilnehmen. So sollte es sein. Wenn wir Frauen fördern und die Entwicklung des Frauenfussballs vorantreiben wollen, müssen wir auf Akteurinnen wie Nadine Kessler und Karina LeBlanc hören und darüber hinaus alles wertschätzen, woran sie auf Konföderationsebene gearbeitet haben", fügte der FIFA-Präsident hinzu, der in Begleitung des stellvertretenden Generalsekretärs (Fussball) Zvonimir Boban war.

Als Ausgangspunkt der Debatte dienten das Fazit aus der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft und die unterschiedlichen Ansichten darüber, wie der Fussball in den einzelnen Konföderationen besser gefördert werden kann. Darüber hinaus wurde unter der Leitung von Pierluigi Collina, Vorsitzender der Schiedsrichterkommission, der Einsatz der Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) erörtert. Ein weiteres Gesprächsthema war der internationale Spielekalender.

"Diese Treffen sind sehr interessant für uns – nicht nur, weil wir hier Gehör finden und sagen können, was wir zu sagen haben, sondern auch als Lernprozess. Man hört immer etwas anderes und bekommt eine frische Perspektive oder neue Informationen. Man lernt immer etwas", so Pablo Aimar, der 1997 U-20-Weltmeister wurde, an den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 teilnahm und derzeit Trainer der argentinischen U-17-Nationalmannschaft ist.

"Ich kann mich an keinen Zeitpunkt meiner Karriere erinnern, an dem meine Stimme als Spielerin, Frau, Torhüterin und jetzt als Funktionärin so umfassend Gehör fand", meint Karina LeBlanc, die kürzlich zur Leiterin der Frauenfussball-Abteilung der Fussballkonföderation von Nord-, Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF) ernannt wurde und deren Aussagen die zweimalige Olympiasiegerin Lindsay Tarpley-Snow nur beipflichten kann:

"Ich freue mich, dass dieses Jahr mehr Frauen dabei sind. Es ist sehr wichtig, den Frauenfussball weiter zu fördern und über eine Plattform zu verfügen, auf der wir unsere Meinung zum Ausdruck bringen und Ideen austauschen können. Das ist ein entscheidender Aspekt in diesem Prozess."

Neues Format auf der Agenda
Der zweite Teil der Denkfabrik hatte ein neues Format, denn die zur Diskussion gestellten Themen wurden von den FIFA-Legenden selbst vorgeschlagen und zugelassen. Gespräche dieser Art finden seit Mai 2016 statt.

Die Teilnehmer wurden in sechs Gruppen aufgeteilt, in denen jeweils unterschiedliche Themen erörtert wurden. Anschließend wurden die Ergebnisse allen Anwesenden präsentiert. Wie kann man das Fairplay auf dem Spielfeld verbessern? Lässt sich verhindern, dass während der Partien Spielzeit verloren geht? Wie können jetzt und in Zukunft Verbesserungen für den Frauenfussball erzielt werden? Wie kann man mit ehemaligen Spielern zusammenarbeiten und sie wieder ins Fussballgeschehen einbinden?

Für diese und viele weitere Fragen machten die Teilnehmer, die den Fussball besser kennen als jeder andere, Lösungsvorschläge.

"Der Fussball entwickelt sich weiter, und wir müssen dafür sorgen, dass wir an diesen Veränderungen teilhaben", brachte es Didier Drogba auf den Punkt. "Diese Gruppe verfügt über viel Erfahrung, und wir machen einen Großteil dessen aus, worum es im Weltfussball geht. Daher müssen wir Gehör finden. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit, um den Meinungsaustausch fortzusetzen und dafür zu sorgen, dass alle Konföderationen über das entsprechende Wissen verfügen."

  • Die Teilnehmer an der vierten Denkfabrik der FIFA-Legenden (in alphabetischer Reihenfolge): Pablo Aimar (ARG), Emmanuel Amunike (NGA), Vítor Baía (POR), Julio Baptista (BRA), Laurent Blanc (FRA), Sol Campbell (ENG), Jorge Campos (MEX), Cindy Cone (USA), Martin Dahlin (SWE), Didier Drogba (CIV), Diego Forlán (URU), Laura Georges (FRA), Geremi (CMR), Nuno Gomes (POR), René Higuita (COL), Maia Jackman (NZL), Francis Kone (TOG), Maniche (POR), Jean-Marie Pfaff (BEL), Karina LeBlanc (CAN), Mido (EGY), Nadine Kessler (GER), Lucas Radebe (RSA), Roberto Carlos (BRA), Andy Roxburgh (SCO), Wynton Rufer (NZL), Michel Salgado (ESP), Célia Šašić (GER), David Seaman (ENG), Clarence Seedorf (NED), Peter Shilton (ENG), Jacqueline Shipanga (NAM), Dario Šimić (CRO), Gilberto Silva (BRA) ,Mikaël Silvestre (FRA), Jean Ssesinde (UGA), Lindsay Tarpley (USA), David Trezeguet (FRA), Dwight Yorke (TRI).

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