The Best FIFA Football Awards™

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Montag, 23. September 2019, Mailand

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Die "besten" Momente von Stephan Lerch

Head coach Stephan Lerch of VfL Wolfsburg
© Getty Images
  • ​Stephan Lerch gewann in seiner ersten Saison als Cheftrainer des VfL Wolfsburg gleich das Double aus Meisterschaft und Pokal
  • Darüber hinaus stand er mit den Wölfinnen im Finale der Champions League
  • "Im ersten Jahr als Cheftrainer habe ich sehr viel lernen dürfen und Erfahrungen sammeln können"

Wenn man in seinem ersten Jahr als Cheftrainer gleich das Double aus Meisterschaft und Pokal gewinnt und darüber hinaus noch im Finale der UEFA Women’s Champions League steht, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es ein gutes Jahr war. Wenn man als Sahnehäubchen oben drauf dann noch zu den zehn Nominierten für die Auszeichnung The Best – FIFA Welttrainer im Frauenfussball gehört, dann war es ein verdammt gutes Jahr.

"Es erfüllt mich mit Stolz und ist eine große Ehre, zu diesem Kreis dazuzugehören. Ich sehe mich aber als Stellvertreter für die Mannschaft, das Trainerteam und das Team hinter dem Team, das im letzten Jahr einfach sehr gut zusammengearbeitet hat", erklärt Lerch im Interview mit FIFA.com. "Die letzte Saison war für mich insgesamt ein Höhepunkt. Sehr emotional und sehr spannend, mit Höhen aber auch einigen Tiefen."

Mit 3:2 im Elfmeterschießen hatten sich Wölfinnen im Pokal-Finale durchgesetzt und den fünften Titel nach Wolfsburg geholt, auch im Rennen um die nationale Krone setzten sich Lerch mit seinem Team am Ende gegen den FC Bayern München durch.

"Jeder Wettbewerb für sich war sehr speziell", so der 34-Jährige. "Der Sieg im DFB-Pokal im Elfmeterschießen, die Niederlage in Kiew im Negativen. Bei der deutschen Meisterschaft kann ich mich noch erinnern, was für ein Gefühl das war, die Meisterschaft sicher zu haben. Das sind Momente, die ich nie vergessen werde in meinem Leben. Ein Herzschlagfinale in Köln gegen Bayern München, das sehr gut für uns ausging. Dann hatten wir die Meisterschaft gewonnen. Das ist immer ein ganz besonderer Moment, da es einem über einen langen Zeitraum bescheinigt, dass man sehr gut gearbeitet hat.“

Nur im Endspiel der UEFA Women’s Champions League war das Glück nicht auf Seiten der Wolfsburgerinnen. "Das Finale in Kiew war ebenfalls sehr emotional, es ging wieder in die Verlängerung und nahm dieses Mal kein gutes Ende für uns. Das hat man natürlich auch in die nächsten Tage und Wochen mitgenommen."

Lerch im Kurzportrait

  • ​Geboren am 10.08.1984
  • Spielte in seiner Jugend unter anderem bei Eintracht Frankfurt und in der U-23 von Darmstadt 98
  • Kam im Sommer 2013 zum VfL und war zunächst zwei Jahre Cheftrainer der zweiten Mannschaft. ehe er Assistenztrainer der VfL-Frauen wurde
  • Der Sport- und Biologie-Lehrer sammelte frühzeitig Erfahrungen im Trainerbereich und war vor seinem Engagement in Wolfsburg unter anderem fünf Jahre lang Auswahltrainer des Hessischen Fussballverbandes in der Region Darmstadt
  • Übernahm zur Saison 2017/2018 das Amt des Cheftrainers

Mit seiner Nominierung tritt Lerch  nun in "familiäre" Fußstapfen. 2013 gehörte sein Vorgänger Ralf Kellermann ebenfalls zu den Kandidaten und wurde 2014 zum Trainer des Jahres im Frauenfussball gekürt. "Wir haben in Deutschland viele gute Trainer und besonders was die Qualität im Frauenfussball betrifft, eine positive Entwicklung. Es macht mir unheimlich viel Spaß im Frauenfussball zu arbeiten. Es ist gut möglich, dass wir in Deutschland generell eine gute Qualität haben was Trainer angeht, aber die muss natürlich auch weiter gefördert werden. Man darf sich nicht auf den Erfolgen ausruhen. Ich denke, wir sind auf einem ganz guten Weg und hoffe, dass es so weitergeht."

Dass sich der gebürtige Darmstädter mit dem VfL Wolfsburg auf einem guten Weg befindet, hat er in der vergangenen Spielzeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Doch nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Am 16. September startet Wolfsburg gegen den 1. FFC Frankfurt in die Bundesliga. 

"Generell wollen wir offensiven und attraktiven Fussball zeigen. Wir wollen auf dem Platz  immer alles geben. Das ist für uns ganz wichtig. Wir wollen mit viel Ballbesitzfussball das Spiel dominieren, um uns so immer wieder Tormöglichkeiten zu erarbeiten und letztendlich auch zu erzielen. Die ganze Mannschaft ist sehr erfolgshungrig und bringt eine gute Einstellung mit.“ 

Gute Voraussetzungen also, um an die Erfolge im letzten Jahr anzuknüpfen.

Lerch über Pernille Harder

  • Technisch sehr stark, kann sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen, abschluss- und kopfballstark
  • Aggressiv im defensiven Zweikampf und kann sich dort behaupten
  • Erfolgshungrig, aber absoluter Teamplayer
  • Stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft und macht viele Wege für das Team

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