The Best FIFA Football Awards™

Montag, 24. September 2018, London

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Di Matteo: "Ich tippe auf Ronaldo"

© Getty Images
  • Roberto Di Matteo erklärt, warum Italien so gute Trainer hervorbringt
  • *Ehemaliger Chelsea-Coach tippt auf Cristiano Ronaldo *
  • In London "ist es nie langweilig"

Die diesjährige Liste der Finalisten für die Auszeichnung The Best - FIFA-Welttrainer hat unübersehbar italienische Züge. Bisher sind in der gesamten Geschichte dieser Ehrung erst zwei Strategen aus Italien unter den drei letzten Kandidaten gewesen. In diesem Jahr hat sich diese Ausbeute verdoppelt.

Massimiliano Allegri und Antonio Conte sind ihrem Landsmann Claudio Ranieri auf den Fersen, der 2016 ausgezeichnet wurde. Somit könnte der begehrte Preis erneut an die Nation gehen, die so stolz auf ihr taktisches Wissen und Verständnis ist. Aber auch der dritte Herausforderer, Zinedine Zidane, hat fünf Jahre bei Juventus verbracht. Seine jüngsten Erfolge weisen durchaus ebenfalls eine italienische Handschrift auf.

Als ehemaliger Coach des Londoner Topklubs Chelsea, mit dem er die höchsten Gipfel des Vereinsfussballs erklomm und die UEFA Champions League sowie den FA Cup gewann, ist Roberto Di Matteo bestens dafür geeignet, sowohl über italienische als auch erfolgreiche Trainer zu sprechen. Vor allem, wenn sie wie Conte an der Stamford Bridge tätig sind.

Im Gespräch mit FIFA.com hebt er vor allem einen Aspekt hervor, der seiner Ansicht nach entscheidend dafür ist, hochklassige Trainer hervorzubringen: Die Qualität der Ausbildung. "In Italien werden Trainer und Spieler sehr gut betreut und ausgebildet. Es wird ihnen ein tiefgreifendes Verständnis des Spiels vermittelt", erklärt er.

"In Italien aufzuwachsen und diese Ausbildung zu durchlaufen, ist sicherlich mit ein wichtiger Grund dafür, dass italienische Trainer so gut sind. Und wenn man in Italien spielt, verbessert man sein taktisches Verständnis, das ist hilfreich."

Angesichts der illustren Liste von Namen, die in den vergangenen Jahren an der Seitenlinie Erfolge feiern konnten - Arrigo Sacchi, Fabio Capello, Marcelo Lippi oder Carlo Ancelotti sind nur einige wenige Beispiele - glaubt Di Matteo, dass das Land zu einem guten Rhythmus gefunden hat.

"Es scheint, als ob Italien eine lange Tradition hat, gute Trainer zu produzieren. Vielleicht ist es inzwischen einfach ein Land, das ein Gefühl dafür entwickelt hat und weiß, wie es geht", sagt Di Matteo.

Ronaldo im Vorteil
Im Rennen um die Auszeichnung als The Best - FIFA-Weltfussballer sind zwar keine Landsmänner vertreten, aber Di Matteo ist mit dem zur Wahl stehenden Trio Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar dennoch absolut einverstanden. "Ich bin nicht überrascht und habe erwartet, dass es diese drei sein werden", erklärt er.

"Messi und Ronaldo werden seit vielen, vielen Jahren nominiert und verdienen es, dabei zu sein. Neymar liegt knapp hinter ihnen. Ich glaube nicht, dass er große Chancen hat, die anderen zwei zu überstimmen. Die Wahl zwischen Messi und Ronaldo fällt sehr schwer. Aber wenn man sich ansieht, wer das erfolgreichere Jahr hatte, würde ich Ronaldo sagen, der eine wunderbare Saison hinter sich hat."

Alle drei werden an diesem Wochenende in London landen, und Di Matteo, der die vielen Facetten dieser Stadt genossen hat und früher dort inmitten des pulsierenden Nachtlebens Restaurantbesitzer war, weiß, dass sie auf ihre Kosten kommen werden.

"Es ist eine kosmopolitische Stadt, die für jeden Geschmack so viel zu bieten hat", sagt er im Vorfeld der The Best FIFA Football Awards am 23. Oktober im London Palladium. "Es wird nie langweilig, denn es gibt so viel zu tun. Die meisten Menschen, die zu Besuch kommen, verlieben sich in die Stadt."

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