Nachhaltigkeit

FIFA vergibt Auszeichnung für Vielfalt

(FIFA.com)
The referees line up with a banner against racism prior to the FIFA Women's World Cup Semi Final match between Japan and Sweden
© Getty Images

Im Juli 2016 wird die FIFA mit der Auszeichnung für Vielfalt erstmals eine herausragende Organisation, Initiative oder Persönlichkeit ehren, die sich für Vielfalt und Antidiskriminierung im Fussball einsetzt. Die FIFA feiert damit gleichzeitig das 15-Jahr-Jubiläum der Resolution gegen Rassismus und Diskriminierung, die vom außerordentlichen FIFA-Kongress 2001 in Buenos Aires verabschiedet wurde. Die Einführung dieser jährlichen Auszeichnung, die heute anlässlich des Internationalen Tages der Vereinten Nationen für die Beseitigung der Rassendiskriminierung bekanntgegeben wurde, geht auf die Empfehlungen der FIFA-Arbeitsgruppe gegen Rassismus und Diskriminierung zurück, die derzeit umgesetzt werden.

"Die FIFA-Statuten sind unmissverständlich. Diskriminierung hat im Fussball keinen Platz. Besondere  Spielbeobachter helfen uns bei WM-Qualifikationsspielen, Fehlverhalten zu ahnden. Weiteres wichtiges Element im Kampf gegen Diskriminierung sind ein proaktives Vorgehen und Aufklärungskampagnen, die die Vielfalt in all ihren Formen fördern und hochhalten", sagt FIFA-Präsident Gianni Infantino. "Die FIFA-Auszeichnung für Vielfalt ehrt diejenigen, die sich dafür einsetzen und besorgt sind, dass der Fussball seinen Kernwerten von Solidarität und Fairness treu bleibt."

"11 für Vielfalt": Moya Dodd, Tokyo Sexwale, Jaiyah Saelua und Gerald Asamoah erste Jurymitglieder
Eine namhafte elfköpfige Jury mit prominenten Figuren der globalen Fussballwelt und Experten im Bereich Vielfalt werden die drei Finalisten und den Gewinner der FIFA-Auszeichnung für Vielfalt küren. Die renommierten und fachkundigen Mitglieder der Jury bündeln ein breites Wissen über alle  Diskriminierungsformen, die auf ethnischer, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand, sexueller Orientierung oder auf anderen Gründen basieren.

"Der Fussball ist eine globale und einzigartige einende Kraft. Wie nichts sonst vermag er zwischen Kulturen, Klassen und Religionen Brücken zu bauen. Mit ihm können wir eins werden", erklärt Moya Dodd, Vorsitzende der FIFA-Arbeitsgruppe für Frauenfussball und Mitglied der Jury. "Ich freue mich, diese neue FIFA-Auszeichnung zu unterstützen, die herausragende Verdienste für Vielfalt und im Kampf gegen Diskriminierung ehrt und würdigt."

Weiteres Jurymitglied ist Tokyo Sexwale, der einst gegen das Apartheidregime kämpfte und die Initiative Global Watch gründete. Der ehemalige Freiheitskämpfer aus Südafrika und Zeitgenosse von Nelson Mandela ist zudem Vorsitzender der FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina. "Rassismus und Diskriminierung sind ein soziales Problem. Wenn wir tatenlos zusehen, wie Rassismus den Sport vereinnahmt, werden wir in einer feindseligen Welt leben", sagt Sexwale.

Jaiyah Saelua, eine Fa‘afafine, die in der Kultur Samoas eine Person "dritten Geschlechts" ist, ist der Einladung in die Jury für die FIFA-Auszeichnung für Vielfalt ebenfalls gefolgt. Saelua gilt als erster Transgender-Spieler, der ein WM-Qualifikationsspiel bestritten hat.

"Ich nehme diese Aufgabe gerne an und werde mein Bestes tun, um einen würdigen Gewinner auszuwählen. Jeder Nominierte hat den Preis verdient, was uns die Arbeit schwer macht. Dieser Preis wird noch mehr Menschen aus aller Welt anspornen, in ihrer Gemeinschaft, Organisation und vor allem für den Sport Positives zu leisten", betont Saelua.

Gerald Asamoah, der mit zwölf Jahren von Ghana nach Europa kam, hat als erster afrikanischstämmiger Spieler für Deutschland gespielt, u. a. bei zwei FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™. Beim FIFA Ballon d’Or 2015 nahm er stellvertretend für die Fussballorganisationen und Vereine rund um die Welt, die sich für Flüchtlinge einsetzen, den FIFA-Fairplay-Preis entgegen. Nun ist er Mitglied der Jury für die FIFA-Auszeichnung für Vielfalt.

"Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, in ein fremdes Land zu kommen und akzeptiert zu werden. Das Engagement für die FIFA-Auszeichnung für Vielfalt liegt mir deshalb sehr am Herzen. Es gibt auf der ganzen Welt so viele gute Projekte, die Vielfalt fördern und Diskriminierung bekämpfen. Es ist toll, dass die FIFA die besten ins Rampenlicht rücken will."

Weitere Informationen zur FIFA-Auszeichnung für Vielfalt finden Sie HIER.Ausführliche Informationen zum Engagement der FIFA für Vielfalt und gegen Diskriminierung erhalten Sie HIER.

Alle verwandten Dokumente

Empfohlene Artikel