Bei allen 64 Spielen wird vor der Öffnung des Stadions im Mittelkreis ein Banner mit dem Turnierslogan "Die Welt zu Gast bei Freunden™" und der Botschaft "Nein zu Rassismus" ausgelegt, das dort bis zum Ende des offiziellen Spielprotokolls liegen bleibt. Darüber hinaus werden in allen FIFA WM-Stadien Videospots gegen Rassismus gezeigt. Alle Inhaber von Fernsehrechten haben im Weiteren für ihre WM-Berichterstattung kostenlose Kurzspots von fünf Sekunden Länge erhalten. Am 30. und 1. Juli 2006 wird die FIFA alle Viertelfinalspiele dem Kampf gegen Rassismus widmen. So werden alle Teams die Möglichkeit haben, gemeinsam eine weltweite Botschaft gegen diese Geissel der Menschheit auszusenden.

Die 18. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ soll ganz im Zeichen der Kameradschaft, Freundschaft, Begeisterung und Leidenschaft für den Fussball stehen. Doch bedauerliche rassistische Vorfälle in jüngster Zeit rufen nach konkreten und unmissverständlichen Massnahmen gegen diese schändlichen Auswüchse im Fussball. Mit über 30 Milliarden Zuschauern weltweit (kumuliert) bietet die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ der FIFA eine ideale Gelegenheit, jede Form von Diskriminierung klar zu verurteilen. So sollen rassistische Vorfälle während des Turniers im Keim erstickt werden. Das Netzwerk "Fussball gegen Rassismus in Europa" (FARE), die FIFA und das lokalen Organisationskomitee (LOC) wollen mithilfe der einzigartigen Initiative "Fussball verbindet", die heute bei einer gemeinsamen Medienkonferenz der FIFA und des LOC im Olympiastadion in Berlin vorgestellt wurde, zu einer positiven WM-Stimmung beitragen, die keine ethnischen, religiösen und nationalen Grenzen kennt.
Vorgesehen sind zahlreiche Veranstaltungen, die weit über die zwölf Stadien hinausgehen.

"Die gegenseitige Achtung ist für die FIFA absolut zentral. Als weltweit beliebtester Sport kann der Fussball im Kampf gegen Rassismus einiges bewirken. So kann er einem breiten Publikum klar machen, dass die Hautfarbe unser tägliches Leben und unseren Sport in keiner Weise beeinflusst. Die FIFA will entschieden gegen schädliche Auswüchse in der Gesellschaft und im Fussball vorgehen. Wir sind überzeugt, dass unsere Allianz mit FARE und dem LOC ein wichtiger Schritt im Kampf gegen diese schändlichen Vorfälle ist", betonte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. "Die Partnerschaft zwischen FARE, der FIFA und dem LOC ist wegweisend. Wir sind wachsam, gleichzeitig aber zuversichtlich, dass die von den deutschen Behörden und dem LOC getroffenen Massnahmen gegen Rassismus angemessen sind", erklärte Piara Powar, Direktorin des britischen FARE-Partners "Kick It Out".
 
"Jeder, der Gäste als Freunde empfangen will, muss für einen sicheren und angenehmen Aufenthalt besorgt sein. Gastfreundschaft, Toleranz und gegenseitiger Respekt dürfen dabei keine leeren Worte sein. Eine freundschaftliche Stimmung ist der beste Boden für friedliche Spiele. Mit den "Fanbotschaften" haben wir zentrale Anlaufstellen geschaffen", sagte der 1. LOC-Vizepräsident, Horst R. Schmidt. Zum ersten Mal wurden unter dem Dach des LOC in Zusammenarbeit mit der deutschen Koordinationsstelle für Fanprojekte (KOS) in allen zwölf Spielorten "Fanbotschaften" eingerichtet. Diese sollen den Fans aus aller Welt die Möglichkeit bieten, deutsche Jugendliche und in Deutschland wohnhafte Ausländer kennen zu lernen und dabei mehr über ihre täglichen Herausforderungen zu erfahren. Ziel ist es, die soziale Integration von Einwanderern und ethnischen Minderheiten zu fördern. Mithilfe des LOC und von KOS wurden Ordner und Freiwillige auf die Früherkennung von Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung geschult, damit ein gezieltes Einschreiten möglich ist. Darüber hinaus gibt FARE auf Englisch und Deutsch ein Anti-Rassismus-Fanmagazin heraus, das neben Spieleraussagen Informationen über Rassismus im Fussball enthält.

Nützliche Informationen sind unter der Rubrik "Unterwegs in Deutschland" und "Fan Guide" auf der offiziellen Website zu finden: www.FIFAworldcup.com/fanguide2006 . Zudem ist bei allen Fanbotschaften auf Englisch und Deutsch ein Fanführer erhältlich, der Tipps zu den Trainings, Teams und den zahlreichen Fanveranstaltungen enthält. Im Rahmen der 12 Fanfeste an den Spielorten werden vor den WM-Spielen von FARE zudem Minifussballspiele (Streetkick) organisiert, die von einem interkulturellen Programm umrahmt werden.