Zahlen der Woche

Zwei Mal Barcelona und mehrere Reservespieler im Brennpunkt

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Im Statistik-Rückblick berichtet FIFA.com von den Einwechselspielern Steven Gerrard, Levan Mchedlidze und Eugenio Lamanna, denen es völlig unterschiedlich erging. Außerdem diese Woche: bemerkenswerte Siege für Barcelona in Ecuador und Barcelona in Spanien sowie einen wieder erstarkten deutschen Spitzenklub.

700

Bundesliga-Siege konnte Borussia Dortmund in seiner Geschichte bereits feiern. Die Westfalen erreichten diese Zahl am Samstag in Hannover. Der BVB ist erst das fünfte deutsche Team, das diese Marke erreicht. Zuvor war dies nur Bayern München, Werder Bremen, dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart gelungen. Die Dortmunder setzten mit dem Erfolg in Hannover den Umschwung in der Meisterschaft fort. Sie sind seit nunmehr sieben Bundesligaspielen ungeschlagen und haben seit Beginn der Rückrunde bereits mehr Siege eingefahren als in der gesamten Hinrunde. Endlich konnte auch Shinji Kagawa wieder ein Bundesligator bejubeln. Seit seinem letzten Tor in der Meisterschaft waren 1.229 Minuten vergangen. Zusätzlich versüßt wurde der Dortmunder Sieg durch eine der seltenen Niederlagen des Erzrivalen Bayern München. Die Bayern kassierten mit dem 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach die erste Heimschlappe seit elf Monaten. Die Fohlen hatten bei den letzten 46 Besuchen in München nur zwei Siege eingefahren.

44

Jahre ohne einen Sieg in der Copa Libertadores in Kolumbien gingen für den Klub Barcelona aus Ecuador am Donnerstag in Medellin zu Ende. El Torero hatte letztmals 1971 in Kolumbien einen 2:1-Sieg gegen Junior aus Barranquilla gefeiert, dank zweier Tore durch Alberto Spencer. Seitdem war in 22 weiteren Außwärtspartien kein einziger Sieg mehr gelungen. In den vergangenen elf Jahren hatte man sogar nicht ein einziges Tor bei Reisen nach Kolumbien erzielt. Als Barcelona gegen Atletico Nacional in Rückstand geriet, schien damit schon die Entscheidung gefallen, zumal Nacional in den vergangenen 15 Jahren in der Copa Libertadores in keinem einzigen Heimspiel eine Führung wieder aus der Hand gegeben hatte. Doch dieses Mal kam alles anders: Barcelona drehte die Partie und beendete mit dem 3:2-Sieg, dem ersten in der Gruppenphase 2015, den kolumbianischen Fluch. Erstmals seit dem Jahr 2000 gelang es somit wieder einem Team, nach einem Rückstand gegen Atletico noch zu siegen.

38

Sekunden nur währte am Sonntag Steven Gerrards Teilnahme an der Partie zwischen dem FC Liverpool und Manchester United. Der frühere Kapitän der englischen Nationalmannschaft war nach der Pause eingewechselt worden und sah bereits in der ersten Minute der zweiten Halbzeit die Rote Karte. Nie zuvor in der Geschichte der Premier League war ein eingewechselter Spieler so schnell des Feldes verwiesen worden. Vor Gerrard hatte in dieser Premier-League-Saison erst ein einziger Einwechselspieler Rot gesehen, nämlich Fabio Borini (ebenfalls vom FC Liverpool) am 21. Dezember in der Partie gegen den FC Arsenal). Gerrard, der seinen Wechsel zu LA Galaxy angekündigt hat, war der Bösewicht des Spiels. Der Held hingegen war Juan Mata, der nach elf Spielen seine Torflaute beendete und beim 2:1-Sieg beide Treffer für Manchester United erzielte. Der erfolgreichste Torjäger des Wochenendes war indes Harry Kane, dem erstmals seit Jermaine Defoe im Jahr 2009 ein Dreierpack für Tottenham Hotspur gelang. Dank seiner drei Treffer beim 4:3-Sieg gegen Leicester City eroberte Kane die Führung in der Torjägerliste der Premier League. Er traf in dieser Saison bereits 19 Mal und hat gute Chancen, als erster Engländer seit Kevin Phillips in der Saison 1999/2000 diese Wertung für sich zu entscheiden.

19

spanische Clásicos in Folge gab es nun, bei denen der FC Barcelona stets mindestens ein Tor erzielte. Damit konnten die Katalanen ihren Klubrekord einstellen. Auch von 1981 bis 1987 hatte Barça das Tor des Erzrivalen derart konstant getroffen, seitdem jedoch nicht mehr. Auch Xavi schrieb mit seiner 42. Teilnahme an dem klassischen Duell der spanischen Erzrivalen ein Kapitel Fussballgeschichte. Damit stellte er den lange von den Real-Legenden Gento und Manolo Sanchis gehaltenen Rekord ein. Gento konnte bei 21 Clásicos *den Sieg bejubeln und liegt damit als einziger vor Xavi, der seine Ausbeute mit dem 2:1-Sieg am Samstag auf 17 Siege steigerte. Mann des Tages war Luis Suarez, der als erster Uruguayer seit Ramon Alberto Villaverde im Jahre 1960 in einem direkten Duell der spanischen Spitzenklubs traf. Cristiano Ronaldo zog unterdessen mit seinem 17. Tor in einem *Clásico mit Raul gleich. Beide liegen jetzt gemeinsam auf dem dritten Platz. Davor liegen nur noch Alfredo Di Stefano (18) und Lionel Messi (21), der mit seiner 150. erfolgreichen Torvorlage im Trikot von Barça zum Sieg seines Teams beitrug.

14

Sekunden benötigte Levan Mchedlidze am Sonntag lediglich bis zu seinem ersten Treffer für Empoli. Es war das schnellste Tor eines Einwechselspielers in der italienischen Serie A seit zehn Jahren. So schnell der Treffer an diesem Tag auch fiel, so lange hatte Mchedlidze zuvor warten müssen: Der Stürmer hatte sein letztes Tor in der Serie A im Oktober 2008 erzielt. Auch dank dieses Treffers fuhr Empoli einen 3:1-Sieg gegen Sassuolo ein und stellte mit dem achten ungeschlagenen Spiel in Folge einen neuen Klubrekord auf. Neben Mchedlidze sorgte noch ein weiterer Einwechselspieler am Wochenende in Italien für Schlagzeilen: Genuas Reservetorhüter Eugenio Lamanna kam am Sonntag zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison und hielt wie schon beim ersten einen Elfmeter, dieses Mal von Carlos Tevez. Tevez hatte Juventus allerdings schon mit 1:0 in Führung gebracht, bevor Lamanna den Platz zwischen den Pfosten einnahm. Der Treffer reichte dem Tabellenführer letztlich zum Sieg. Juve ist nun seit sage und schreibe 42 Ligaspielen vor eigenem Publikum ungeschlagen.

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