Zehn Teams in der Playoff-Runde

Cape Verde's players celebrate after their qualification against Tunisia
© AFP

Am Wochenende wurden in Afrika sieben noch verbleibende Plätze in der Playoff-Runde der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ vergeben. Für die zehn Teams ist die WM-Teilnahme nun nur noch zwei Spiele entfernt.

Zu den Mannschaften, die am Wochenende jubeln konnten, gehören auch Burkina Faso und Kap Verde, die am letzten Spieltag Kongo beziehungsweise Tunesien von der Tabellenspitze verdrängten. Äthiopien konnte seine Tabellenführung verteidigen, so dass Konkurrent Südafrika am Ende leer ausging. Die zehn Gruppensieger bestreiten nun fünf Playoff-Duelle mit Hin- und Rückspiel, deren Sieger jeweils das Ticket nach Brasilien lösen.

Das Spiel des TagesTunesien – Kap Verde 0:2 *
Tore: Platini (28.), Heldon Nhuck Ramos (42.)*
Auch wenn Kap Verde in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste derzeit weiter vorn als Tunesien rangiert, hatten wohl nur die größten Optimisten unter den Fans der Blue Sharks daran geglaubt, dass ihr Team dem nordafrikanischen Konkurrenten den Platz in der nächsten Runde noch abjagen könnte. Denn die Tunesier gingen mit elf Punkten auf dem Konto (zwei mehr als die Gäste) in die letzte Partie in Gruppe B im heimischen Rades und wären somit schon mit einem Unentschieden weiter im Rennen um ein Ticket für Brasilien geblieben. Doch der tunesische Nationaltrainer Nabil Maaloul musste bereits nach zehn Minuten Mittelfeldspieler Mejdi Traoui von Esperance durch Fertani Sassi ersetzen. Schlimmer war jedoch, dass die Gäste durch Platini, der auf Zypern spielt, und Nhuck, der beim portugiesischen Klub Maritimo unter Vertrag steht, die Gäste im ersten Durchgang mit 2:0 in Führung brachten. Maaloul reagierte und brachte in der zweiten Halbzeit Sami Allagui und Zouheir Dhaouadi, doch beide konnten am Ausgang der Partie nichts mehr ändern. Kap Verde setzte mit diesem historischen Sieg seinen Erfolgslauf fort, nachdem das Team beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal Anfang des Jahres bei seinem Turnierdebüt gleich das Viertelfinale erreicht hatte.

Die anderen SpieleNach dem Punktabzug für den irregulären Sieg in Botsuana musste in Gruppe A Äthiopien in Brazzaville die Partie gegen die Zentralafrikanische Republik unbedingt gewinnen. Zur Pause lagen die Gäste allerdings nach einem Treffer von Salif Keita mit 0:1 zurück. Drei Minuten nach Wiederanpfiff gelang dann Salahdin Ahmed der Ausgleich. Nach einer Stunde erzielte Menyahel Teshome den entscheidenden Treffer für die Äthiopier, die damit ihrer ersten WM-Teilnahme so nahe sind wie nie zuvor. WM-Stammgast Nigeria brauchte im letzten Gruppenspiel nur ein Unentschieden gegen Malawi, während die Gäste nur mit einem Sieg den Einzug in die Playoffs geschafft hätten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte Emmanuel Emenike die Super Eagles in Führung. Kurz nach der Pause verwandelte Victor Moses einen Elfmeter, nachdem Malawis Kapitän James Sangala im Strafraum Nnamdi Oduamadi von den Beinen geholt hatte.  Die Hoffnung Malawis, das Ruder noch herumreißen zu können, wurde durch den Feldverweis gegen Limbikani Mzava, der wenige Minuten später Gelb-Rot sah, zunichte gemacht. Nach dem 2:0-Sieg zieht Nigeria als Sieger der Gruppe F mit zwölf Punkten (fünf mehr als Malawi) in die Playoffs ein. In Gruppe D setzte sich Ghana mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen Sambia durch und sorgte damit dafür, dass der Afrikameister von 2012 den Einzug in die Playoff-Runde verpasste. Die Treffer für die Black Stars erzielten Majeed Waris und Kwadwo Asamoah. Die Ghanaer, die bereits 2006 und 2010 bei der WM-Endrunde dabei waren, lagen am Ende mit 15 Punkten an der Spitze der Gruppe D, gefolgt von den *Chipolopolo *mit elf Zählern.

In Marrakesh erzielte Stürmer Sadio Mane von Red Bull Salzburg in der 84. Minute das Siegtor für Senegal gegen Uganda und sicherte damit den Löwen von Teranga den Gruppensieg in Gruppe J. Die Gäste, die unbedingt einen Sieg benötigt hätten, mussten die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl spielen, nachdem Verteidiger Godfrey Walusimbi nach einer Attacke mit gestrecktem Bein vom Platz gestellt worden war. Kamerun belegte in Gruppe I den ersten Platz, nachdem sich das Team durch einen Treffer von Aurelien Chedjou mit 1:0 gegen Libyen durchsetzte, das selbst einen Sieg benötigt hätte. In der letzten Minute verpasste der eingewechselte Omar Abdelsalam den Ausgleich für die Nordafrikaner nur knapp. Sein Kopfball aus kurzer Distanz wurde von Torhüter Charles Itandje mit einer tollen Parade gehalten. Didier Drogba sorgte mit einem verwandelten Elfmeter in der Schlussphase der Partie der Elfenbeinküste gegen Marokko für den 1:1-Ausgleich. Den Einzug in die Playoff-Runde hatten die Ivorer allerdings schon zuvor sicher. Ägypten und Algerien, die ebenfalls bereits die Playoff-Runde erreicht haben, spielen erst am Dienstag.

Spieler des Tages*Prejuce Nakoulma *
Nach den ersten zwei Spielen in der Gruppenphase fand sich das Team von Burkina Faso mit null Punkten auf dem letzten Platz in Gruppe E und hatte bereits sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer Kongo. Vor dem letzten Spiel war der Rückstand auf Kongo auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Allerdings hatte auch Burkina Fasos Gegner Gabun noch eine Chance auf das Erreichen der nächsten Runde. In der ausgeglichenen Partie in Ouagadougou sorgte Nakoulma, der Gerüchten zufolge kurz vor einem Transfer von seinem polnischen Klub Gornik Sabrze zum portugiesischen Spitzenklub FC Porto stand, kurz nach der Pause für den entscheidenden Treffer zum Sieg für die Gastgeber. Da Kongo gleichzeitig beim 2:2 in Niger zwei Punkte liegen ließ, bedeutete Nakoulmas Treffer für den amtierenden Vize-Afrikameister den Einzug in die Playoff-Runde.

*Statistik *9 – So viele Punkte hatte Kongo nach den ersten drei Spielen der Gruppenphase auf dem Konto. Aus den nächsten drei Partien holten die Kongolesen dann allerdings nur noch zwei weitere Zähler und verpassten so am Ende den Einzug in die nächste Runde.

Zitat
"Wir haben zwar heute sehr stark gespielt, doch am Ende ist dieser Sieg bitter, weil trotzdem Äthiopien weiterkommt."
Dean Furman (Mittelfeldspieler, Südafrika) nach dem 4:1-Sieg der Bafana Bafana gegen Botsuana, der jedoch nicht reichte, da auch Äthiopien sein letztes Spiel gewann.

WM-Qualifikation CAF-Zone, 2. Runde, 6. Spieltag

Freitag, 6. September

Ghana - Sambia 2:1

    1. September*

Zentralafrikanische Republik - Äthiopien 1:2

Südafrika - Botsuana 4:1

Nigeria - Malawi 2:0

Angola - Liberia 4:1

Burkina Faso - Gabun 1:0

Niger - Kongo 2:2

Sierra Leone - Äquatorial-Guinea 3:2

Gambia - Tansania 2:0

Elfenbeinküste - Marokko 1:1

Tunesien - Kap Verde 0:2

Senegal - Uganda 1:0

    1. September*

Kenia - Namibia 1:0

Simbabwe - Mosambik 1:1

Kamerun - Libyen 1:0

Benin - Ruanda 2:0

Togo - Kongo DR 2:1

Sudan - Lesotho 2:3

So geht es weiter

10. September

Ägypten - Guinea

Algerien - Mali

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