Zehn erleichterte Teams in Afrika

Togo Fans
© Getty Images

Einige Favoriten strauchelten in den Rückspielen der ersten Runde der Afrika-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™, aber am Ende musste keiner von ihnen ausscheiden. Zehn Teams machten den Einzug in die zweite Runde perfekt.* FIFA.com* beleuchtet die Ereignisse, die unter anderem überraschende Niederlagen für Tansania und Äquatorial-Guinea mit sich brachten.

Das Spiel des Tages
Kenia - Seychellen 4:0
Tore: Brian Mandela (20.), Dennis Oliech (38.), Titus Mulama (45.+1), Victor Wanyama (76.)

Der kenianische Torhüter Arnold Origi hatte an seinem 28. Geburtstag allen Grund zur Freude, als die Harambee Stars nach ihrem 3:0-Erfolg im Hinspiel nun im Rückspiel noch einen 4:0-Sieg nachlegten. Abwehrspieler Mandela, der erst zum zweiten Mal in der Startaufstellung stand, eröffnete den Torreigen Mitte der ersten Halbzeit mit einem starken Kopfballtor nach einem von Kevin Kimani ausgeführten Eckball. In der 38. Minute sorgte der bei AJ Auxerre unter Vertrag stehende Stürmer Oliech dann für Kenias zweiten Treffer und hat damit in der WM-Qualifikation insgesamt bereits 15 Treffer erzielt. Der Gastgeber legte im weiteren Spielverlauf in Gestalt von Mulama und Wanyama noch zwei Treffer nach, so dass am Ende ein 4:0-Kantersieg auf der Anzeigetafel stand.

Die weiteren PartienGroßer Nervenkitzel war bei Lesotho und Tansania angesagt. Tansanias Taifa Stars *waren offensichtlich der Ansicht, sich nach dem 2:1-Auswärtserfolg gegen Tschad im Hinspiel bereits entspannt zurücklehnen zu können. Dann aber erlebten sie eine böse Überraschung, denn die Gäste gingen drei Minuten nach der Halbzeitpause durch einen Treffer von Mahamat Ahmat Labo mit 1:0 in Führung. In einer hart umkämpften und von Nervosität geprägten zweiten Halbzeit hielten die *Taifa Stars den Gegner dann in Schach und zogen schließlich mit einem 2:2-Gesamtergebnis nur aufgrund der Auswärtstorregel in die nächste Runde ein. Lesotho holte in Burundi ein 2:2-Remis und steht angesichts des 1:0-Hinspielerfolges in der nächsten Runde.

Der serbische Trainer Milutin Sredojevic hatte es da mit Ruanda wesentlich leichter. Die Auswahl schlug Eritrea deutlich mit 3:1 und buchte das Ticket für die nächste Runde mit einem 4:2-Gesamtsieg. In Antananarivo begann die Partie zwischen Madagaskar und Äquatorial-Guinea etwas später als geplant, weil die Gäste verspätet im Stade Municipal von Mahamasina eintrafen. Dafür kamen sie dann umso schneller aus den Startlöchern, denn Donvalla Elongue brachte den Mitausrichter des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals 2012 bereits in der 26. Minute in Führung. Zwar konnten Yvan und Ferdinand Ramanamahefa die Partie später noch zugunsten der Gastgeber drehen, aber für ein Weiterkommen sollte es trotzdem nicht reichen, denn die Insulaner unterlagen nach Hin- und Rückspiel mit 2:3.

Tresor Mabi Mputu erzielte in der Serie gegen Swasiland sein zweites und drittes Tor für die DR Kongo. Das Team hatte bereits im Hinspiel in Swasiland einen 3:1-Sieg eingefahren und legte nun zu Hause noch einen 5:1-Erfolg nach. Damit zog man mit komfortablem Vorsprung in die nächste Runde ein. Kongo musste sich zu Hause gegen São Tomé und Principe überraschend mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben, hatte allerdings schon im Hinspiel gute Arbeit geleistet und sich mit 5:0 durchgesetzt. Daher stand am Ende ein Gesamtsieg von 6:1 zu Buche. Togo musste gegen Guinea-Bissau ebenfalls zittern, schaffte jedoch mit einem 1:0-Sieg knapp den Einzug in die nächste Runde, nachdem es im Hinspiel nur zu einem 1:1-Unentschieden gereicht hatte. Mosambik sicherte sich den Startplatz in der Gruppenphase mit einem komfortablen 4:1-Erfolg gegen die Komoren, nachdem man das Hinspiel bereits mit 1:0 für sich entschieden hatte. Auch Namibia kam gegen Dschibuti problemlos weiter und landete im Rückspiel genau wie im Hinspiel einen 4:0-Erfolg. Äthiopien setzte sich unterdessen nach dem torlosen Remis im Hinspiel in Somalia nun vor heimischen Publikum mit 5:0 durch.

Der Spieler des Tages
Emmanuel Adebayor (TOG)

Der Torjäger von Tottenham Hotspur hatte sich im Januar 2010 nach einem tödlichen Angriff auf den Mannschaftsbus der togolesischen Auswahl beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal in Angola aus der Nationalmannschaft verabschiedet. Gleichzeitig hatte das Team seine Teilnahme am Wettbewerb zurückgezogen. Da es mit der Auswahl seither nicht zum Besten stand, beschloss Adebayor, sich wieder in den Dienst der Nationalmannschaft zu stellen. Im ersten Spiel seit seiner Rückkehr gab er wichtige Impulse, sein Team erzielte das entscheidende Tor und setzte sich insgesamt mit 2:1 gegen Guinea-Bissau durch.

Die Statistik41 - Die Anzahl afrikanischer Länder, die noch immer von der Teilnahme an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ in Brasilien träumen dürfen. Von den insgesamt 51 Teams, die an der Qualifikation teilnehmen, sind zehn am Dienstag ausgeschieden. Mauritius hatte seine Teilnahme bereits vor dem Start des Wettbewerbs zurückgezogen. Am Mittwoch muss sich dann nach der Begegnung zwischen Somalia und Äthiopien, die sich im Hinspiel torlos getrennt hatten, eine weitere Mannschaft aus dem Wettbewerb verabschieden. Damit bleiben für die nächste Runde noch 40 Teilnehmer.

Das Zitat"Dies ist der Beginn eines Neuanfangs für den ruandischen Fussball. Wenn meine Mannschaft ein Spiel gewinnt, bin ich nicht gleich im Höhenflug, und wenn ich verliere, gebe ich nicht gleich auf. Wir werden einfach weiterhin hart arbeiten. Es stehen noch viele Spiele an, in denen wir uns steigern können, und wir bauen den Fussball in Ruanda neu auf. Ich bin zuversichtlich, dass das Team mit der Zeit stark werden wird."
Milutin Sredojevic (Trainer, Ruanda) nach dem 3:1-Sieg seines Teams gegen Eritrea (4:2 nach Hin- und Rückspiel) 

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