FIFA U-20 WM 2019

CONCACAF U-20-Meisterschaft beginnt mit vergrößertem Teilnehmerfeld

(FIFA.com)
US footballers celebrate with the trophy after winning the U-20 Concacaf final
© AFP
  • Die CONCACAF U-20-Meisterschaft 2018 beginnt am Donnerstag
  • 34 Mannschaften bei dem dreiwöchigen Turnier dabei
  • Vier Startplätze bei der FIFA U-20-WM Polen 2019 zu vergeben

In den USA beginnt am Donnerstag die CONCACAF U-20-Meisterschaft, bei der die Teams der Nord-, Mittelamerika- und Karibik-Zone versuchen, sich für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr zu qualifizieren.

Das Turnier wird in einem gänzlich neuen Format ausgetragen. 34 Teams starten in den Wettbewerb, bei dem neben dem kontinentalen Titel vier Startplätze für Polen 2019 zu vergeben sind. Bislang fanden in der Karibik und in Mittelamerika zunächst Vorausscheidungsturniere statt. Nach dem neuen Format hingegen bestreiten alle Teams bei der Endrunde mindestens vier Spiele.

Das Turnier in Kürze:

Zeitraum: 1. bis 21. November 2018
Austragungsort: IMG Academy - Bradenton, Florida, USA
Teilnehmer: 34 Mannschaften in vier Sechsergruppen und zwei Fünfergruppen
Zu gewinnen: Vier Startplätze bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019
Modus: In den einzelnen Gruppen spielt zunächst jeder gegen jeden. Die sechs Gruppensieger ziehen in die Qualifikationsphase ein, in der sie in zwei Dreiergruppen aufgeteilt werden. Auch hier spielt wieder jeder gegen jeden. Die beiden Gruppensieger und die beiden Gruppenzweiten qualifizieren sich für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Die beiden Gruppensieger treffen schließlich im Finale um den kontinentalen Titel aufeinander.

Die Favoriten
Das neue Turnierformat kann durchaus für die ein oder andere Überraschung sorgen. Dennoch dürften sich letztlich die kontinentalen Fussballmächte der Konföderation durchsetzen und die entscheidenden Runden des Turniers erreichen. Titelverteidiger USA peilt Platz eins in Gruppe A an. Schärfster Konkurrent der Stars and Stripes dürfte das Team von Trinidad und Tobago sein. Mexiko wiederum will sich in Gruppe B durchsetzen. Hier dürfte Jamaika der größte Konkurrent sein.

Costa Rica und Honduras, die bei der jüngsten Auflage der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2017 in der Republik Korea dabei waren, wollen in ihren Gruppen ebenfalls den Platz an der Sonne erobern. In Gruppe D wiederum dürfte sich ein packendes Rennen zwischen Kanada und Panama entwickeln.

Spieler im Fokus
U.S.-Coach Tab Ramos hat zahlreiche Spieler mit Profierfahrung in seinem Kader. Dazu gehört beispielsweise Stürmer Ayo Akinola vom FC Toronto, der im vergangenen Jahr bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Indien mit dem U.S.-Team das Viertelfinale erreichte. Bei Kanada hofft man auf starken Rückhalt durch Torhüter Alessandro Busti von Juventus, der in der Qualifikation für die CONCACAF Nations League vor wenigen Wochen sein Debüt in der Nationalauswahl feierte.

Die mexikanischen Fans hoffen darauf, dass Flügelstürmer Diego Lainez El Tri zum neuerlichen Titelgewinn führen kann, nachdem ihm der Sprung in die erste Mannschaft von Club America gelungen ist. Auf Seiten Costa Ricas dürften sich die in Europa aktiven Legionäre als besonders wertvoll erweisen. Dazu gehören Verteidiger Fernan Faerron und Stürmer Andy Reyes, die beide für LASK Linz in Österreich die Stiefel schnüren.

Statistik
13
– So oft hat Mexiko das seit 1962 ausgespielte Turnier bereits gewonnen und ist damit Rekordhalter. Fünf weitere Teams haben ebenfalls bereits den Titel bei der CONCACAF-Kontinentalmeisterschaft in dieser Altersklasse geholt, nämlich Kanada, Costa Rica und Honduras (je zwei Mal) sowie El Salvador und die USA (je ein Mal).

Zitate
"Das ist ein sehr anspruchsvolles Turnierformat, insbesondere was die Physis angeht. Wir müssen mindestens fünf Spiele bestreiten, denn wir sind in einer Sechsergruppe. In der Gruppenphase hat man jeweils einen Spieltag und einen Ruhetag im Wechsel. Es kommt darauf an, dass immer Spieler zur Verfügung stehen, die 100 Prozent geben können. Daher wird die Rotation sehr wichtig. Alle Spieler auf der Liste werden eingesetzt. Allen kommt eine wichtige Rolle zu. Es geht nicht um Stammspieler und Einwechselspieler. Jeder hat eine bestimmte Rolle. Ob man auf der Bank sitzt oder spielt, hat nichts mit der Qualität zu tun."
Diego Ramirez (Trainer, Mexiko)

"Wir haben viel Schwung in unserem Spiel, insbesondere nach dem Nachwuchsturnier in Toulon. Einige der Spieler haben bereits den Sprung in die A-Nationalmannschaft geschafft. Für andere bietet dieses Turnier eine großartige Gelegenheit, wertvolle Erfahrung zu sammeln, insbesondere viele Spiele in kurzer Zeit gegen sehr unterschiedliche Gegner zu bestreiten."
Andrew Olivieri (Trainer, Kanada)

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