Zahlen der Woche

Spaniens Serie und ein neuer Rekordtorschütze

(FIFA.com)
Brazil's Gabriel Jesús and Brazil's Neymar Jr celebrate a goal
© AFP

Ein Youngster schreibt Fussballgeschichte in Kingstown und ein Veteran in Guatemala City. Dies sind nur zwei der Meldungen im Statistik-Rückblick von FIFA.com, in dem auch zwei europäische Topstars sowie ein asiatisches Team für Schlagzeilen sorgen.

54 WM-Qualifikationsspiele ohne Niederlage hat Spanien mittlerweile absolviert. Der jüngste Erfolg war der 8:0-Kantersieg gegen Liechtenstein. Die Roja hat zuletzt im März 1993 mit dem 0:1 in Dänemark ein WM-Qualifikationsspiel verloren. Seitdem haben die Iberer 42 Siege und zwölf Unentschieden eingefahren. In den sieben Partien gegen Liechtenstein, die alle gewonnen wurden, brachte Spanien es auf 31:0 Tore. David Silva schnürte gegen Liechtenstein ebenso einen Doppelpack wie beim 2:0-Sieg in Belgien, dem vorangegangenen Vorbereitungsspiel. Damit schob er sich in der ewigen Torschützenliste Spaniens an Emilio Butragueno und Fernando Morientes vorbei auf Platz fünf. Mit nunmehr 28 Länderspieltoren liegt der Spielmacher nur noch hinter David Villa (59), Raúl (44), Fernando Torres (38) und Fernando Hierro (29).

17 Jahre und 349 Tage war Christian Pulisic am vergangenen Freitag erst alt, als er zum jüngsten Torschützen der USA in der Geschichte der WM-Qualifikation wurde. Der in Pennsylvania geborene Angreifer wurde beim Auswärtsspiel in St. Vincent/Grenadinen in der 67. Minute eingewechselt und erzielte bereits vier Minuten später das 4:0 für die Stars and Stripes. Am Dienstag verhalf der Stürmer von Borussia Dortmund dem Team von Jürgen Klinsmann dann zu einem 4:0-Sieg gegen Trinidad und Tobago. In dieser Partie überflügelte Torhüter Tim Howard den bisherigen Rekordhalter Kasey Keller als U.S.-Amerikaner mit den meisten Einsätzen in WM-Qualifikationsspielen.

13 Stunden und 44 Minuten lang hatte die Republik Korea in WM-Qualifikationsspielen keinen Gegentreffer kassiert, bis es am Donnerstag wieder so weit war. 2013 hatte Iran durch ein Tor von Reza Ghoochannejhad einen 1:0-Sieg in Ulsan geholt. Seitdem waren die Taeguk Warriors in acht Spielen ohne Gegentor geblieben. In der Partie gegen die VR China lagen sie eine Viertelstunde vor Schluss mit 3:0 vorn und vieles deutete darauf hin, dass es auch im neunten Spiel so bleiben würde. Dann aber verkürzte Yu Hai in der 74. Minute auf 1:3, bevor Hao Junmin sogar den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. Die Südkoreaner brachten den knappen Vorsprung über die Zeit und feierten somit den neunten WM-Qualifikationssieg in Folge. Diese Rekordserie ging dann allerdings am Dienstag mit einem torlosen Remis gegen Syrien zu Ende.

9 Stunden und 40 Minuten hatte Luxemburg gegen Bulgarien kein einziges Tor erzielt. Dann gelang Aurelien Joachim am Dienstag nach einer Stunde der Ausgleichstreffer gegen die Osteuropäer. In der Nachspielzeit glich Florian Bohnert ein weiteres Mal eine gegnerische Führung aus. Damit hatte Luxemburg erstmals seit 1934 wieder drei Tore in einem Qualifikationsspiel erzielt. Fast hätte es auch zu einem historischen Unentschieden in Sofia gereicht. Doch Aleksandar Tonev ließ noch einen weiteren Treffer folgen und sorgte damit für den 13. Sieg Bulgariens im 13. Duell gegen Luxemburg.

7 Tore erzielte Carlos Ruiz in seinen wohl letzten zwei Länderspielen für Guatemala und ist damit jetzt der erfolgreichste Torjäger aller Zeiten in der Geschichte der WM-Qualifikation. Der 36-jährige Stürmer erzielte am Freitag beide Tore für Guatemala beim 2:2-Unentschieden in Trinidad und Tobago. Am Dienstag ließ er dann beim 9:3-Schützenfest gegen St. Vincent/Grenadinen noch fünf (!) weitere Treffer folgen. Somit hat Ruiz in 47 WM-Qualifikationsspielen 39 Tore erzielt und damit drei mehr als der bisherige Rekordhalter Ali Daei aus Iran. Sollte er nun wie erwartet seine internationale Karriere beenden, ginge er mit 68 Toren in 133 Länderspielen in den Ruhestand. Damit liegt er in der Liste der erfolgreichsten Torjäger aller Zeiten im Weltfussball auf Platz 15.

In Kürze*
*139 Spiele als Trainer der deutschen Nationalmannschaft hat Joachim Löw mit der Partie gegen Norwegen erreicht. Damit hat er Helmut Schön eingeholt und liegt nur noch hinter Sepp Herberger, der bei 169 Länderspielen an der Seitenlinie stand.

33 Jahre lang hatte Brasilien vor dem 3:0 am Donnerstag nicht in Ecuador gewonnen. Die Seleção hatte La Tri letztmals bei der Copa America 1983 im eigenen Land besiegt, damals mit 1:0 durch ein Tor von Roberto Dinamite.

10 Tore in den letzten 13 Länderspielen haben Gareth Bale auf Platz zwei der Liste der Rekordtorschützen für Wales katapultiert. Nun liegt er nur noch vier Treffer hinter Ian Rush, der es auf 28 Länderspieltore brachte. 

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