Im Statistik-Rückblick von FIFA.com stehen in dieser Woche Meilensteine für Claudio Pizarro und Fernando Torres im Mittelpunkt. Außerdem berichten wir von ganz unterschiedlichen Rekorden durch Paris Saint-Germain, Jiangsu Suning und Victor Wanyama.

400 Bundesliga-Einsätze hatte bislang noch kein Ausländer absolviert. Am Freitag war es dann für Claudio Pizarro so weit. Der 37-jährige Peruaner feierte den Rekord standesgemäß mit einem Tor, seinem sechsten in den letzten fünf Spielen. Mit diesem Treffer rückte er auch in der ewigen Torjägerliste der Bundesliga weiter vor. Hier liegt er nun gleichauf mit Ulf Kirsten auf Platz fünf mit 182 Treffern. Pizarro war indes nicht der einzige Ausländer, der sich in einer historischen Wertung verbessern konnte. Dies tat auch Klaas-Jan Huntelaar, der jetzt der zweitbeste Torjäger in der Geschichte des FC Schalke 04 ist. Der Niederländer erzielte am Samstag beim 3:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg sein 74. Tor für die Königsblauen und zog damit in der Allzeitwertung des Klubs an dem Dänen Ebbe Sand vorbei. Den Vereinsrekord dürfte er allerdings nicht erreichen, denn den hat Klaus Fischer mit seiner überwältigenden Ausbeute von 182 Toren wohl noch für viele Jahre sicher.

258,9 Millionen Euro – so viel Geld haben die Klubs der chinesischen Super League in der gerade beendeten Transferperiode zusammen ausgegeben. Da konnte selbst die englische Premier League nicht mithalten, deren Klubs zusammen "nur" 243,7 Millionen Euro investierten. Die Chinesen stellten innerhalb von nur zehn Tagen drei neue asiatische Transferrekorde auf. Zunächst wurde Ramires für 28 Millionen Euro vom FC Chelsea an Jiangsu Suning abgegeben. Eine Woche später zahlte Guangzhou Evergrande 42 Millionen Euro für Jackson Martinez an Atlético Madrid. Der größte Deal folgte dann am vergangenen Donnerstag, als Jiangsu nicht weniger als 50 Millionen Euro für den Brasilianer Alex Texeira auf den Tisch legte. Der bisherige Star von Shakhtar Donetsk, der in der Ukraine fünf Mal Meister wurde, gehörte mit 22 Saisontreffern in nur 15 Spielen zu den weltweit begehrtesten Akteuren auf dem Transfermarkt.

100 Tore für Atlético Madrid hat Fernando Torres mittlerweile auf dem Konto. Den Jubiläumstreffer erzielte er am Samstag beim 3:1-Sieg gegen den SD Eibar. Der frühere Stürmer des FC Chelsea hatte zuvor 19 Spiele lang nicht getroffen. Die zweitlängste Durstrecke seiner Karriere hatte im vergangenen September ausgerechnet nach seinem 99. Tor für Atlético begonnen, das er kurioserweise gegen den gleichen Gegner erzielt hatte. Mit 100 Toren gehört Torres nun zu den zehn erfolgreichsten Torjägern Atléticos aller Zeiten. Der Jubiläumstreffer beförderte ihn in dieser Wertung auf eine Stufe mit Sergio Agüero. Trainer Luis Enrique hatte ebenfalls Grund zum Feiern: Er stand zum 100. Mal bei einem Spiel des FC Barcelona an der Seitenlinie und konnte sich über den 2:0-Sieg seiner Schützlinge gegen Levante freuen. Für die Katalanen war es bereits der zehnte Sieg in Folge. Ungeschlagen sind sie bereits seit 28 Partien, womit sie den Vereinsrekord aus der Saison 2010/11 eingestellt haben. Ein neuer Rekord ist mit einem Sieg am heutigen Abend gegen Valencia in Reichweite.

34 Spiele in Folge ohne eine einzige Niederlage – diesen Rekord stellte Paris Saint-Germain in der französischen Ligue 1 auf. Der bisherige Rekord, aufgestellt vom FC Nantes in der Saison 1994/95, fiel schon am vergangenen Mittwoch mit einem 3:1-Erfolg gegen den FC Lorient. Am Sonntag schraubte der Hauptstadtklub den Rekord dann mit einem 2:1-Sieg bei Olympique Marseille weiter in die Höhe. In dem französischen Klassiker erzielte Zlatan Ibrahimovic das schnellste Tor dieser Paarung seit mehr als drei Jahrzehnten. 1985 hatte Luis Fernandez bereits in der ersten Minute getroffen. Ibrahimovic beförderte den Ball nun in der zweiten Spielminute in die Maschen. Marseille machte dem Erzrivalen zwar das Leben ziemlich schwer, hat jedoch nun die letzten sieben Partien gegen PSG allesamt verloren.  Noch schlimmer wiegt allerdings, dass dem Team in den letzten zehn Heimspielen in der Ligue 1 kein einziger Sieg gelang. Dies ist die schwärzeste Heimserie in der Vereinsgeschichte.

3 Rote Karten hat Victor Wanyama vom FC Southampton in der laufenden Saison 2015/16 bereits kassiert und damit den Negativ-Rekord der Premier League eingestellt. Der kenianische Mittelfeldspieler wurde am Samstag beim hart umkämpften 1:0-Sieg seines Teams gegen West Ham United ein weiteres Mal des Feldes verwiesen und ist somit nun der erste Spieler seit Wes Brown in der Saison 2013/14, der in einer Saison gleich drei Mal 'Rot' sah. Die aktuelle Erfolgsserie hat Southampton vor allem den starken Leistungen von Torhüter Fraser zu verdanken. Der frühere Schlussmann von Celtic Glasgow präsentiert sich seit der Rückkehr von einer längeren Verletzungspause in herausragender Form und hielt seinen Kasten in den fünf seitdem absolvierten Spielen stets sauber. Das letzte Gegentor kassierten die Saints vor mehr als siebeneinhalb Stunden. Beim FC Everton stellte Romelu Lukaku einen Vereinsrekord ein: Mit seinem 16 Saisontreffer zog er mit Tony Cottee gleich, der den Rekord in der Saison 1993/94 aufgestellt hatte. Auch Lukakus Teamkamerad Aaron Lennon ist derzeit überaus torgefährlich: Erstmals in seiner Karriere traf er in drei Pflichtspielen in Folge.