Während die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ nun ihren Platz in den Erinnerungen der Fussballfans sicher hat, wendet sich das weltweite Interesse allmählich wieder dem Klubfussball zu. Zwei Leitfiguren im internationalen Fussballgeschäft erklärten nach beeindruckenden Karrieren mit entsprechenden Zahlen ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft, während in vier Ländern die Meisterschaft entschieden wurde. Zudem spielen auch mehrere Südamerikaner im wöchentlichen Statistik-Rückblick von FIFA.com eine wichtige Rolle.

227 Länderspiele haben die zurückgetretenen Nationalmannschaftskapitäne Steven Gerrard (114) und Philipp Lahm (113) zusammen auf dem Konto. Der englische Mittelfeldspieler belegt in der ewigen Liste der Nationalspieler Platz drei hinter Peter Shilton und David Beckham während Lahm nur hinter Lothar Matthäus, Miroslav Klose und Lukas Podolski liegt. In seinem letzten Länderspiel wurde Lahm zum vierten Kapitän des FC Bayern München, der den FIFA WM-Pokal in die Höhe recken durfte. Er stand bei allen seiner 113 Einsätze im Nationaltrikot in der Startaufstellung. Steven Gerrard wiederum hat keines der 18 Länderspiele verloren, in denen er selbst traf. 14 dieser Partien gewann er mit dem englischen Nationalteam. Insgesamt kann Gerrard eine beeindruckende Siegquote von 62,3 Prozent vorweisen. Er verlor mit England nur 16 Länderspiele.

19 Jahre nachdem Freddy Rincon als erster Kolumbianer für Real Madrid spielte, wird James Rodriguez der zweite Akteur aus dem südamerikanischen Land in Reihen der Königlichen, nachdem sein nicht eben billiger Transfer von AS Monaco nun in trockenen Tüchern ist. Real Madrid hatte zwar 1999 für EUR 5 Mio. den Kolumbianer Edwin Congo mit einem Sechsjahresvertrag ausgestattet, doch der Stürmer bestritt kein einziges Spiel für die erste Mannschaft. Seit dem letzten Einsatz von Rincon im Jahr 1996 haben insgesamt 28 Südamerikaner das weiße Real-Trikot getragen, nämlich zwölf Argentinier, zwölf Brasilianer, drei Uruguayer und ein Chilene. Bei insgesamt 19 Klubs in der spanischen Liga spielte seitdem mindestens ein Kolumbianer.

41 Jahre und 175 Tage war Rogerio Ceni alt, als er in dieser Woche einen Treffer erzielte. Dies ist umso beeindruckender, da es sich bei dem Brasilianer um einen Torhüter handelt. Die Arena Fonte Nova in Salvador war während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ Schauplatz einiger packender Partien, darunter der 5:1-Kantersieg der Niederlande gegen Spanien, das 4:0 zwischen Deutschland und Portugal sowie das 5:2 zwischen Frankreich und der Schweiz. Doch in keiner dieser Partien trat ein Torhüter zu einem Elfmeter an. 13 Minuten nach Anpfiff der Partie zwischen São Paulo und Bahia brach Ademilson durch die Verteidigung der Heimmannschaft und wurde im Strafraum von Avine zu Fall gebracht. Elfmeterspezialist Ceni verließ daraufhin seinen Kasten, überquerte das gesamte Feld und jagte die Kugel unhaltbar für sein Gegenüber Douglas Pires in den linken Winkel. Der Schlussmann von São Paulo hat bereits über 100 Tore zu Buche stehen und war dank seines Treffers am Wochenende der älteste Torschütze der Woche.

4 Mannschaften konnten im Verlauf der vergangenen Woche den Gewinn des Meistertitels in ihrem Land feiern. Während die Fussballfans nach der fantastischen WM in Brasilien allmählich dem Beginn der neuen Saison in Europa entgegenfiebern, wurden in einigen weniger bekannten Fussballnationen die Meisterschaften beendet. In Bangladesh setzte sich Sheikh Jamal Dhanmondi mit 1:0 gegen Verfolger Abahani Ltd. durch und hat bei nur noch zwei ausstehenden Partien volle zwölf Punkte Vorsprung und damit den zweiten Meistertitel seiner Geschichte sicher. Der FC Tafea hat zum zweiten Mal in Folge die Meisterschaft in Vanuatu gewonnen. Im Finale setzte sich das Team mit 3:1 gegen FC Amicale durch. Beide Teams nehmen an der OFC Champions League teil, bei der für den Titelgewinner der Traum von der Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft wahr werden kann. Im Gran Final der Liga Mayor in der Dominikanischen Republik fuhr Moca in Hin- und Rückspiel ein Gesamtergebnis von 6:1 ein und gewann damit zum dritten Mal den Titel. In Laos schließlich konnte Hoang Anh Attapeu den Titelgewinn bejubeln, auch wenn das Team in dieser Woche gar nicht spielte. Denn Verfolger Lao Toyota verlor seine Partie und hat nun einen Spieltag vor Schluss einen Rückstand von sechs Punkten.