Im neuesten Statistikrückblick auf FIFA.com nehmen wir zwei einschneidende Ereignisse im Frauenfussball, beeindruckende Leistungen eines afrikanischen Duos, den durchschlagenden Erfolg eines U.S.-amerikanischen Einwechselspielers und die Torflut eines Stürmers von den Fidschi-Inseln unter die Lupe.

198 Länderspiele hatte Sandrine Soubeyrand auf dem Konto, als sie am Montag ihren Abschied vom internationalen Fussball nahm. Damit ist sie Rekordnationalspielerin. Die französische Spielführerin hatte gehofft, mit Erreichen des Finales bei der UEFA Frauen-Europameisterschaft die Marke von 200 Einsätzen zu knacken, doch dann scheiterte der Favorit völlig überraschend im Viertelfinale an Dänemark. Dennoch kann Soubeyrand stolz auf ihre Nationalmannschaftskarriere zurückblicken, die vor mehr als 16 Jahren begann und in deren Verlauf sie jeweils ein Mal im Halbfinale einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft und eines Olympischen Fussballturniers der Frauen stand. Die routinierte Mittelfeldspielerin, die 2009 bereits Frankreichs Rekordnationalspieler Lilian Thuram übertraf, ist auch die älteste Spielerin, die jemals bei einer UEFA Frauen-EM zum Einsatz kam. Bei ihrem letzten Spiel dort war sie 39 Jahre und 340 Tage alt.

20 Jahre und zwei Wochen ohne Niederlage bei einer UEFA Frauen-EM. Diese beeindruckende Serie der Deutschen endete am vergangenen Mittwoch. Die 0:1-Niederlage gegen Norwegen war die erste Niederlage seit mehr als zwei Jahrzehnten. Damals war man der Auswahl Dänemarks mit 1:3 unterlegen. Der amtierende Europameister hatte zuvor 59 Qualifikations- und Endrundenspiele der EM ohne Niederlage bestritten. Verantwortlich für die letzte Niederlage in einem Qualifikationsspiel war übrigens auch Dänemark, gegen das man am 2. Mai 1996 den Kürzeren zog. Trotz dieser Niederlage zogen die DFB-Frauen auch beim aktuellen Turnier ins Viertelfinale ein, und zwar dank eines Doppelpacks der jungen Celia Okoyino da Mbabi gegen Island, die damit ihre Bilanz im aktuellen Turnier – einschließlich der Qualifikationsspiele – auf eine neue Bestmarke von 19 Treffern schraubte. Die 25-Jährige und ihre Mannschaftskameradinnen bekommen es jedoch in der Vorschlussrunde mit der bislang stärkste Sturmreihe des Turniers zu tun, denn Schwedens Lotta Schelin hat bereits fünf Treffer erzielt, während es ihre Sturmpartnerin Kosovare Asllani auf nicht weniger als vier Assists gebracht hat.

9 Tore war der beeindruckende Beitrag von Samuela Drudru beim 15:0-Kantersieg für das Team von Suva auf Fidschi am Samstag. Der Kantersieg gegen Tavua war der bisher höchste Sieg auf den Fidschi-Inseln in dieser Saison, wobei Tavua dieses Jahr in 15 Spielen bereits 72 Gegentreffer kassiert hat. Suva hat damit gute Aussichten auf die Qualifikation für die OFC Champions League. Damit liegt Drudru auch weiterhin aussichtsreich im Rennen um die Torjägerkrone seines Landes. Trotz der hohen Niederlage hat Tavua keineswegs die schlechteste Bilanz aller Teams in der nationalen Fussball-Liga Fidschis aufzuweisen. Diese zweifelhafte Ehre kommt dem Tabellennachbarn Savusavu zuteil, der bislang noch keines der 18 Spiele gewinnen konnte und dabei ein Torverhältnis von 11:77 aufweist.

4 COSAFA Cups wurden mittlerweile von Sambia gewonnen, das damit den Turnierrekord von Simbabwe eingestellt hat, dem Team, das man im Endspiel am Samstag mit 2:0 schlug. Das Turnier, an dem Nationen aus dem südlichen Afrika teilnehmen, wurde durch zwei Freistöße in der vierten und der 92. Minute entschieden. Damit entschied Sambia das im eigenen Land ausgetragene Turnier für sich. Für Hervé Renard war es der zweite große Triumph in Folge, nachdem er das Team bereits beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 zu einem bemerkenswerten Sieg geführt hatte. Damit gelang auch die Revanche an Simbabwe, dem man zuvor in den Endspielen von 2005 und 2009 unterlegen gewesen war. Jubelfeiern gab es in der vergangenen Woche auch andernorts auf dem Kontinent, als Mauretanien die Auswahl Senegals nach Hin- und Rückspiel mit 2:1 schlug und sich damit erstmals für die Afrikanische Nationen-Meisterschaft (CHAN) 2014 qualifizierte.

1 Ballberührung und 14 Sekunden benötigte Eddie Johnson, um beim 5:1-Sieg der USA im Viertelfinale des CONCACAF Gold Cup gegen El Salvador ins Schwarze zu treffen. Der Stürmer der Seattle Sounders trug damit zum beeindruckenden Lauf von Jürgen Klinsmanns Team bei, das es bislang bei der kontinentalen Meisterschaft auf vier Tore im Schnitt gebracht hat (16 Treffer in vier Partien). Obwohl Johnson mit seinem Auftritt für Aufsehen sorgte, war doch der überragende Spieler der Partie wieder einmal Landon Donovan, der es auf ein Tor und drei Assists brachte. Der Spielführer der Stars & Stripes hat damit seit seiner Rückkehr in die Nationalelf fünf Tore erzielt und sieben vorbereitet. Damit beläuft sich seine Gesamtbilanz auf 54 Tore und 55 Vorlagen.