Der am 19. Dezember 1925 in Exincourt geborene Schweizer Ex-Nationalspieler Jacky Fatton ist am 25. Juli 2011 im Alter von 85 Jahren verstorben. Der frühere Spieler von Servette Genf hat den Fussball der Schweiz entscheidend mitgeprägt.

In einem Kondolenzschreiben an Servette Genf brachte FIFA-Präsident Blatter seine tiefe Trauer über den Tod des früheren Nationalspielers zum Ausdruck.

"Mir wurde das riesige Privileg zuteil, diesen Ausnahmefussballer, der für die Schweiz aufgrund seiner langjährigen Karriere und seines Torinstinkts Fussballgeschichte geschrieben hat, bei zahlreichen Gelegenheiten in Aktion gesehen zu haben", so der Präsident der FIFA in seinem Beileidsschreiben.

Fatton, der zwischen 1946 und 1955 insgesamt 53 Länderspiele für die Schweiz bestritt, hatte bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1950 für Furore gesorgt, als er seiner Mannschaft im Spiel gegen Brasilien in São Paulo mit einem Doppelpack ein Unentschieden (2:2) bescherte. Vier Jahre später war Fatton bei der denkwürdigen Weltmeisterschaft im eigenen Land erneut mit von der Partie. Vor heimischem Publikum hatten die Gastgeber das Viertelfinale erreicht und unterlagen dort Österreich mit 5:7, nachdem sie bereits nach 19 Minuten mit 3:0 in Führung gegangen waren!

Auf der offiziellen Website von Servette Genf schrieb Klubpräsident Majid Pishyar: "Der Name Jacky Fatton wird für immer mit Servette Genf verbunden bleiben, und ich wünsche mir, dass die Erinnerung an Spielerpersönlichkeiten, die wie Jacky Fatton entscheidend zum Erfolg dieses Vereins beigetragen haben, ewig in Ehren gehalten wird."

Fatton war nach der Weltmeisterschaft 1954 für drei Spielzeiten zu Olympique Lyon gewechselt, bevor er zu seinem Heimatklub Servette Genf zurückkehrte. Die überaus beeindruckende Bilanz des geborenen Stürmers weist 274 Tore in der Schweizer Liga und 33 Treffer in Frankreichs höchster Spielklasse aus.

"Während meines Studiums hatte ich das Glück, ihn in einem Genfer Restaurant kennenzulernen. Bei dieser Gelegenheit habe ich seine menschliche Größe und seine außergewöhnlich bescheidene und herzliche Art kennen und schätzen gelernt", schloss FIFA-Präsident Blatter sein Kondolenzschreiben.