Der ehemalige schweizerische Nationalspieler Willy Kernen ist am 12. November im Alter von 80 Jahren verstorben. Außerhalb der Nationalmannschaft hatte Kernen seine gesamte Karriere beim FC La Chaux-de-Fonds verbracht.

Als Verteidiger hatte Willy Kernen zwei Mal in Folge (1954 und 1955) das Double aus Meistertitel und Pokalsieg geschafft. Zudem wurde er mit seinem Verein in den Jahren 1948, 1951, 1957 und 1961 vier Mal schweizerischer Pokalsieger. Für die Nati bestritt er 41 Länderspiele und erzielte dabei ein Tor. Im Jahr 1950 nahm er als 21-Jähriger zum ersten Mal an der Endrunde einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teil. Zwei weitere Teilnahmen folgten bei den Turnierauflagen von 1954 und 1962.

Nach seiner aktiven Karriere als Spieler war Kernen, den seine Fans den Spitznamen "Pioncet" verpasst hatten, als Trainer tätig. Zunächst betreute er im Jahr 1963 die Mannschaft seines Heimatklubs, danach von 1963 bis 1966 den FC Le Locle, mit dem er zwischenzeitlich in die B-Liga der Schweiz aufstieg.

"Ein toller Typ"
Sein ehemaliger Mitspieler Marcel Mauron schrieb über ihn im "Arc Jurassien": "Er war Libero und hatte als solcher einen herausragenden Anteil am Spielaufbau. Außerdem war er vor allem auch ein toller Typ mit einem großen Herz. Sein Tod betrübt mich zutiefst."

In einem Kondolenzschreiben von FIFA-Präsident Blatter an den Fussballverband der Schweiz heißt es: "Im Namen der großen internationalen Fussballfamilie und in meinem eigenen Namen übermittle ich Ihnen und der Familie von Willy Kernen mein aufrichtiges Beileid."