Die 23. und letzte Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees in dem zu Ende gehenden Zyklus 2003-2006 von Sonntag, 27. Mai, in Zürich stand im Zeichen der Vorbereitungen für den 57. FIFA-Kongress vom 30./31. Mai im Hallenstadion in Zürich.

Unter dem Vorsitz von Präsident Joseph S. Blatter bereinigte das Komitee insbesondere die Schlusspräsentation der Taskforce "For the Good of the Game" für den Kongress. Dieses Gremium, das beim Kongress 2005 in Marrakesch ins Leben gerufen worden war, befasste sich in drei Arbeitsgruppen mit den Bereichen Finanzen, Wettbewerbe und Politik. Die Taskforce soll nun, zusammen mit den erwähnten Themen, in die durch den Kongress noch zu genehmigende ständige Strategiekommission überführt und in der Folge zu einem internationalen Fussballforum mit Repräsentanten aus allen Bereichen des Fussballs, einschliesslich von Spieler- und Klubvertretern, erweitert werden.

In Bezug auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika bekräftigten die Exekutive und insbesondere der Präsident persönlich einmal mehr das volle Vertrauen der FIFA in die lokalen Organisatoren. Dieses Bekenntnis soll mit einem persönlichen Besuch von Joseph S. Blatter Mitte Juni vor Ort zusätzlich betont werden.

Zudem beschloss die Exekutive die Austragung eines Benefizspiels "Afrika XI - Rest of the World XI" zu Ehren von Nelson Mandela. Das Spiel wird am 18. Juli 2007 in Kapstadt ausgetragen, dem Tag, an dem der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Staatspräsident Südafrikas seinen 89. Geburtstag begehen wird. Am Spiel werden ehemalige Stars aus Afrika und dem Rest der Welt teilnehmen.

Aus medizinischen Gründen und damit zum besseren Schutz der Spieler entschied die Exekutive, dass in Zukunft keine internationalen Spiele mehr an Orten über 2500 Metern über Meer ausgetragen werden dürfen.

Im Rahmen der Vision "Fussball für eine bessere Welt" verabschiedete die Exekutive weitere Initiativen für das Spezialprojekt "In Afrika mit Afrika gewinnen" wie auch für die "Football for Hope"-Bewegung. In diesem Zusammenhang bekräftigte die Exekutive, dass für andere Kontinente ähnliche Spezialprojekte ausgearbeitet werden.

Die Verbände der EJR Mazedonien und Kasachstans sind verpflichtet, ihre statutarisch gewählte Führung bis am 15. Juni 2007 wieder einzusetzen. Halten sie diese Frist nicht ein, wird das Dringlichkeitskomitee über die Suspendierung der Verbände befinden.

Weitere Beschlüsse:
- Die FIFA-Exekutive wird die Entscheidung über das Ausrichterland der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 bei ihrer Sitzung Ende November in Durban (Südafrika) treffen. Die Kandidaten sind Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland und Peru.

- Im Reglement für die Olympischen Fussballturniere wurden verschiedene Ergänzungen genehmigt.

- Gestützt auf Artikel 76 der FIFA-Statuten (Organisation internationaler Spiele und Wettbewerbe), wird der Fussballverband von Malaysia angehalten, das während des Austragungszeitraums des Asien-Pokals angesetzte Freundschaftsspiel mit Manchester United in Kuala Lumpur offiziell abzusagen.

- Dem malaysischen Verband wurde die Bewilligung zur Organisation des Champions Youth Cup vom 5.-19. August 2007 erteilt.

- Die Hospitality-Rechte für die FIFA-WM 2010 werden öffentlich ausgeschrieben. Die Vergabe soll Ende Jahr erfolgen.

- Bezüglich der Fernsehrechte 2007-2010 für das Gebiet südlich der Sahara (42 Gebiete) wurde entschieden, den Abschluss einer Vereinbarung mit der AUB (African Union of Broadcasting), voranzutreiben. Mit ART für die Länder im Norden sowie mit SABC für Südafrika bestehen bereits Verträge.

- Neuerungen zu sieben Artikeln des Disziplinarreglements wurden genehmigt.

- Spielberechtigt für die Nationalmannschaft sind nur Spieler, die eine zeitlich unbeschränkte Staatsangehörigkeit für das jeweilige Land besitzen.

- Dem Klub Wellington Phoenix (Neuseeland) wird die Erlaubnis erteilt, anstelle von Knights FC (Neuseeland) in der australischen A-League zu spielen.