FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Wambach und Solo laufen zur Hochform auf

Abby Wambach (L) and Hope Solo (R),
© Getty Images

7:5 nach Elfmeterschießen - so lautete das Ergebnis des Viertelfinal-Krimis bei der FIFA Frauen-WM 2011 zwischen den USA und Brasilien an diesem Sonntagabend. Den letzten und entscheidenden Elfmeter verwandelte Ali Krieger eiskalt und ließ ihr Team danach im Siegestaumel versinken. "Ich habe eigentlich gar nicht groß nachgedacht, als ich auf den Elfmeterpunkt zugegangen bin. Ich habe einfach das getan, was wir trainiert haben, war selbstsicher und habe einfach alles um mich herum ausgeblendet. Jeder hat den Ball perfekt geschossen. Da habe ich mir gesagt: Das muss auch ich tun. Und es hat geklappt", erklärte Krieger freudestrahlend nach dem Sieg. "Für mich ist heute ein Traum wahr geworden. Eigentlich bin ich nicht die beste Schützin, deshalb spiele ich auch hinten", ergänzte sie lachend.

*"Der emotionalste Moment"
*
Ohne den Last-Minute-Treffer von Abby Wambach in der zweiten Hälfte der Verlängerung wäre es allerdings nie zum nervenaufreibenden Kräftemessen zwischen Keeperin und Spielerin gekommen. Nach einem wunderschönen Pass von Megan Rapinoe traf die Vollblutstürmerin per Kopf zum 2:2-Ausgleich und brachte ihre Mannschaft dadurch erst wieder in die Partie.

"Der Pass von Rapinoe zu mir muss einer der besten des ganzen Turniers gewesen sein. Ich bin einfach nur glücklich über das Tor, und dass es uns die Möglichkeit gegeben hat, im Spiel zu bleiben. Am Ende haben wir einfach nur noch versucht, den Ball irgendwie in den Strafraum zu bringen. Der Pass auf mich war einfach Klasse. Glücklicherweise habe ich ihn nicht verpasst", freute sich Wambach augenzwinkernd über ihren so wichtigen Treffer. "Ich kann buchstäblich nicht glauben, was gerade passiert ist. Dies ist vermutlich der emotionalste Moment in meinem Leben."

*Solo in Weltklasse-Form
*
Doch nicht nur Ali Krieger und Abby Wambach werden in die Geschichtsbücher der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft eingehen, sondern auch Hope Solo. Die U.S.-Keeperin hielt ihr Team durch Glanzparaden im Spiel, konnte sogar zwei Elfmeter parieren. Einen in der regulären Spielzeit, der allerdings wiederholt werden musste, und einen im Elfmeterschießen. Nicht umsonst wurde sie zur Spielerin des Spiels gekürt.

"Im Spielverlauf zwei verschiedenen Spielerinnen bei einem Elfmeter gegenüber zu stehen, hat mich während des Elfmeterschießens schon ein wenig aus der Bahn geworfen. Ich hatte in meinem Kopf, wie sie sich ungefähr bewegen. Und ich habe gedacht, dass sie selbstbewusst genug sein werden, es dann auch genauso zu machen. Nachdem ich die beiden aus dem Weg hatte, konnte ich sozusagen meine Gedanken klären und die Schützen lesen. Ich denke, dass ich davon profitiert habe, dass ich der dritten Schützin im Spiel nicht bei einem Elfmeter gegenüberstand“, erklärte die Weltklasse-Torhüterin, wie sie das Elfmeterschießen aus ihrer Torhütersicht empfunden hat. Im Halbfinale wartet nun am kommenden Mittwoch in Mönchengladbach das Team aus Frankreich auf die U.S.-Amerikanerinnen.

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