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Spitzenspiele in ganz Asien

Mark Milligan of Australia and Amer Deeb of Jordan
© Getty Images

Am Donnerstag stehen in der asiatischen WM-Qualifikation zahlreiche Duelle zwischen den führenden Teams in den einzelnen Gruppen auf dem Programm. Alle vier asiatischen Teams, die 2014 in Brasilien dabei waren, sind gefordert. Australien, die Republik Korea und Iran treten jeweils gegen ihre schärfsten Rivalen an, während sich Japan gegen Tabellenführer Syrien keine Niederlage leisten darf.

Ähnlich ist die Situation für die VR China und die Vereinigten Arabischen Emirate, die darauf hoffen, die jeweiligen Spitzenreiter Katar und Saudiarabien zu verdrängen. Die DVR Korea will die bislang makellose Serie auch gegen die Philippinen fortsetzen, während Usbekistan in Bahrain den dritten Sieg in Folge anpeilt. FIFA.com präsentiert die Vorschau auf die Partien in Asien.

Das Topspiel
Jordanien – Australien
In Gruppe B tritt der amtierende Asienmeister Australien in Jordanien an, wobei die Socceroos ihren Gegner gewiss nicht unterschätzen werden. Schließlich kassierten sie in der Qualifikation für Brasilien 2014 genau dort eine 1:2-Niederlage, die allerdings keine ernsten Folgen hatte. Die Schützlinge von Ange Postecoglou reisen mit breiter Brust an, schließlich haben sie die bisherigen drei Spiele alle gewonnen. Das Gastgeberteam von Trainer Paul Put hat nach dem torlosen Remis gegen Kirgisistan am vergangenen Spieltag vor eigenem Publikum zwei Punkte Rückstand auf die Socceroos.

Doch auch die Jordanier gehen nach einem klaren 3:0-Sieg in einem kürzlichen Freundschaftsspiel gegen Irak sehr optimistisch in die Partie. Hinzu kommt, dass Torhüter Amer Shafi nach einer Verletzungspause nun wieder einsatzbereit ist. Auch Mittelfeldspieler Hassan Abdulfattah kann wieder spielen, nachdem er in der vorherigen Partie gegen Bangladesch gefehlt hatte. Allerdings müssen die Jordanier ohne Verteidiger Anas Bani Yaseen auskommen, der gesperrt ist. Die Australier treten mit ihrem stärksten Kader mit nicht weniger als 17 Auslandslegionären an. Nach Verletzungen sind Trent Sainsbury, James Troisi und Tomi Juric wieder dabei. Die Kapitänsbinde wird erneut der formstarke Tim Cahill tragen.

Die anderen Spiele
*In
Gruppe A* treffen mit Saudiarabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zwei sehr vertraute Gegner aufeinander. Es ist das sechste WM-Qualifikationsduell der beiden Teams. Die Saudis haben mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in den bisherigen fünf Partien die Nase leicht vorn. Außerdem können sich die Gastgeber an der Gesamtbilanz gegen diesen Gegner erfreuen, die 19 Siege in 31 Begegnungen ausweist.

In Gruppe C wollen die Chinesen in Katar die Bilanz zu ihren Gunsten verbessern, nachdem sie in den Qualifikationsturnieren für Italien 1990, Frankreich 1998 und Südafrika 2010 jeweils Niederlagen gegen die Katarer kassierten. Für Chinas Trainer Alain Perrin steht fest, dass sich seine Schützlinge nach dem torlosen Heim-Unentschieden gegen Hongkong keinen weiteren Ausrutscher erlauben dürfen, auch nicht gegen den Tabellenführer. Die Gäste setzen insbesondere auf die Erfahrung ihres Kapitäns Zheng Zhi. Auf Seiten der Gastgeber kehrt der erfahrene Stürmer Sebastian Soria ins Team zurück, der in der Qualifikation für Südafrika 2010 den Siegtreffer in China erzielte.

Iran will die Tabellenführung in Gruppe D mit einem dritten Sieg in Oman festigen. Beide Teams haben derzeit sieben Punkte auf dem Konto, wobei die Schützlinge von Carlos Queiroz mit der besseren Tordifferenz in Front liegen. Das Team Melli hofft auf den erst 20-jährigen Stürmer Sardar Azmoun, der schon vier Treffer auf dem Konto hat und damit der beste Torjäger des Teams ist. Die Omaner wiederum wollen die Gäste in Schach halten und vertrauen dabei auch auf ihren zuverlässigen Schlussmann Ali Al-Habsi.

Japan tritt bei Tabellenführer Syrien an und kann mit einem Sieg die Tabellenführung in Gruppe E erobern. Nach dem enttäuschenden 0:0-Heim-Unentschieden gegen Singapur zum Auftakt hat Japans Trainer Vahid Halilhodzic klar gemacht, dass eine Niederlage gegen die Syrer nicht in Frage kommen darf. Um die Angriffsabteilung zu stärken, nominierte der Coach überraschend den erst 20-jährigen Stürmer Takumi Minamino von Red Bull Salzburg. Die Japaner haben in der Bilanz gegen Syrien eindeutig die Nase vorn, die sieben Siege und ein Unentschieden für die Ostasiaten ausweist.

In Gruppe *F* wollen die Iraker nach einem 2:2-Remis gegen Thailand nun in Vietnam wieder einen Sieg holen. Die Aufgabe wird für die Gäste allerdings nicht leicht, denn sie müssen auf die beiden verletzten Stürmer Marwan Hussein und Aaymen Hussein verzichten. In Gruppe G könnte der libanesische Mittelfeldspieler Hilal El Helwe (VfL Wolfsburg II) beim Auswärtsspiel in Myanmar sein Länderspieldebüt feiern. Zudem treffen die beiden führenden Teams Kuwait und Korea Republik aufeinander. Beide wollen natürlich ihren bislang makellosen Erfolgslauf fortsetzen.

In Gruppe H schließlich peilt Tabellenführer Korea DVR im Heimspiel gegen die Philippinen den vierten Sieg in Folge an. Usbekistan will unterdessen drei Punkte aus Bahrain entführen, um den Druck auf die Chollima aufrecht zu halten.

*Spieler im Fokus
*
Der 22-jährige Igor Sergeev gilt dank seiner regelmäßigen Torerfolge in der Nationalmannschaft und bei seinem Klub als einer der vielversprechendsten Stars in Asien. In der heimischen Liga hat der junge Stürmer bereits 17 Tore erzielt und steuert mit Pakhtakor auf den elften usbekischen Meistertitel zu. Auch in der WM-Qualifikation präsentierte er sich bislang sehr beeindruckend und erzielte drei Tore, zwei davon beim 5:1-Sieg gegen die Philippinen.

*Hätten Sie's gewusst?
*
Katar ist das bislang torgefährlichste Team in der asiatischen WM-Qualifikation. Die Katarer erzielten bereits 19 Tore, was einen Schnitt von 6,3 Toren pro Spiel ergibt.

Zitat
*"Die Partie gegen Syrien wird unser schwierigstes und wichtigstes Spiel in diesem Jahr. Die Syrer haben eine ganze Reihe guter Spieler und benötigen nicht viele Torchancen. Aber auch wir haben sehr starke Akteure und verfügen über viel Erfahrung."
*
Vahid Halilhodzic (Trainer, Japan)**

Begegnungen des 5. Spieltags:
8. Oktober
Gruppe A: Osttimor – Palästina, Saudiarabien – Vereinigte Arabische Emirate
Gruppe B: Kirgisistan – Tadschikistan, Jordanien – Australien
Gruppe C: Bhutan – Malediven, Katar – China VR
Gruppe D: Turkmenistan – Indien, Oman – Iran
Gruppe E: Singapur – Afghanistan, Syrien – Japan
Gruppe F: Vietnam – Irak
Gruppe G: Myanmar – Libanon, Kuwait – Korea Republik
Gruppe H: Korea DVR – Philippinen, Bahrain – Usbekistan

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