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Senegal im Viertelfinale - Für Algerien wird es eng

Senegal's players celebrate after scoring a goal
© AFP

DER TAGESRÜCKBLICK –Nach der 1:2-Niederlage im nordafrikanischen Derby gegen Tunesien sind die Chancen Algeriens auf den Einzug in die zweite Runde beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2017 drastisch gesunken. Besser machte es Senegal, das im anderen Gruppenspiel gegen Simbabwe einen überzeugenden Sieg einfuhr und sich damit den Einzug ins Viertelfinale sicherte. FIFA.com fasst die Partien in Gruppe B vom Donnerstag, 19. Januar, in Franceville zusammen.

Die Ergebnisse
Gruppe B*
Algerien – Tunesien 1:2
Senegal – Simbabwe 2:0 *

Die Analyse
Nach ihrem eher schwierigem Start in das Turnier – während Algerien von Simbabwe in Schach gehalten wurde, verlor Tunesien seine Auftaktpartie gegen Senegal – standen die beiden nordafrikanischen Teams vor ihrem direktem Aufeinandertreffen in Franceville bereits mit dem Rücken zur Wand. Obgleich sie den Ausfall ihres Torhüters Raïs M’Bohli verkraften mussten, waren die Algerier in der ersten Spielhälfte die aktivere Mannschaft, die sowohl in punkto Ballbesitz als auch von der Anzahl der Chancen her insgesamt im Vorteil war. Allerdings gelang es ihnen nicht, aus ihrer spielerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Am Ende kam die Fennecs ihre mangelnde Treffsicherheit ebenso teuer zu stehen wie ihre latenten Schwächen in der Abwehr. Eine typische Szene dafür lieferte die 50. Minute, als Algeriens Kapitän Aissa Mandi eine Hereingabe von Youssef Msakni ins eigene Tor lenkte und damit unfreiwillig für die tunesische Führung sorgte. Eine Viertelstunde später baute Tunesien durch einen von Naïm Sliti sicher verwandelten Elfmeter die Führung auf 2:0 aus. Verursacht hatte den Strafstoß Faouzi Ghoulam, der Wahbi Khazri im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Algerien kam in der Nachspielzeit zwar durch Sofiane Hanni noch zum Anschlusstreffer, für ein zweites Tor und damit zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.

Die wesentlich besser ins Turnier gestarteten Senegalesen übernahmen auch in der Partie gegen Simbabwe von Beginn an die Initiative. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, als Sadio Mané nach Flanke von Baldé Keita das Leder zur 1:0-Führung über die Torlinie drückte. Nur sechs Minuten später zirkelte Henri Saivet einen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar zum 2:0 ins gegnerische Tor. Danach hatte es Khama Billiat wiederholt auf dem Fuß, den Rückstand zu verkürzen. Doch die Senegalesen um ihren soliden Abwehrchef Kalidou Koulibaly hielten erfolgreich dagegen. Im zweiten Durchgang erhöhte Simbabwe noch einmal den Druck, am Ergebnis konnte dies allerdings nichts mehr ändern. Allerdings vermochten es auch die Senegalesen nicht, die mit zunehmender Spieldauer von der gegnerischen Abwehr überlassenen freien Räume für sich zu nutzen. Senegal hat nun sein erstes Ziel erreicht und den Einzug ins Viertelfinale beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2017 perfekt gemacht.

Der Moment des Tages
Mit einer Glanzparade nach einem Freistoß von Yacine Brahimi (5.), seiner sensationellen Reaktion bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Islam Slimani (6.), einer weiteren Rettungstat bei einem platzierten Torschuss von Adlène Guedioura (11.) sowie dank zahlreicher weiterer Paraden im Verlauf der Partie leistete Tunesiens Kapitän und Schlussmann Aymen Mathlouthi einen entscheidenden Beitrag zum Sieg seiner Mannschaft. Überdies gelang den Algeriern der Anschlusstreffer erst in der Nachspielzeit. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits Rami Jridi im Kasten der Tunesier, der in der 84. Minute für den verletzten Stammtorhüter Mathlouthi eingewechselt werden musste. Mathlouthi klagte offenbar über Wadenprobleme. Angesichts seiner Leistung in diesem zweiten Gruppenspiel könnte sein möglicher Ausfall in den nächsten Partien für Tunesien sehr schmerzhaft werden.

*Die Zahl des Tages *2 – Als derzeit bestplatziertes afrikanisches Nationalteam in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste mausert sich Senegal immer mehr zu einem der großen Favoriten auf den kontinentalen Titel 2017. Aktuell ist es die einzige Mannschaft, die bei diesem Turnier schon zwei Siege auf dem Konto hat. Lediglich die DR Kongo und Ghana können es den Senegalesen in den kommenden 48 Stunden gleichtun.

So geht es weiter
*Freitag, 20. Januar *

Gruppe C*
Elfenbeinküste – Kongo DR (17:00 Uhr)
Marokko – Togo (20:00 Uhr) *

(Alle Zeitangaben in Ortszeit)

Der Gewinner des CAF Afrikanischen Nationen-Pokals vertritt den Kontinent beim FIFA Konföderationen-Pokal Russland 2017.

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