Zahlen der Woche

Schwedischer Stahl und hungrige Stürmer

© Getty Images

Eine erstaunliche Leistung in Brasilien, das Ende einiger langer Serien in England und zielsichere Stürmer in Frankreich und den USA sind die Themen des statistischen Wochenrückblicks von FIFA.com. Daneben gibt es einige schlagzeilenträchtige Debüts zu vermelden.

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Schüsse wurden in den letzten vier Spielen des Olympischen Fussballturniers der Frauen auf das Tor Schwedens abgefeuert. Dies konnte das Team nicht davon abhalten, ins Endspiel einzuziehen. Im Viertelfinale waren die USA mit 64 Prozent Ballbesitz feldüberlegen und verbuchten 27 Torschüsse im Vergleich zu den sechs Versuchen der Schwedinnen, aber es blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit bei einem 1:1. Im Elfmeterschießen behielt Pia Sundhages Team die Oberhand. In der Runde der letzten Vier traf Schweden erneut auf Brasilien, gegen das es in der Gruppenphase noch mit 1:5 untergegangen war. Die Gastgeberinnen hatten 65 Prozent Ballbesitz und nahmen das Tor der Gegnerinnen 33 Mal ins Visier, aber die Skandinavierinnen setzten sich nach einem torlosen Unentschieden erneut im Elfmeterschießen durch. Ungewöhnlich für dieses Turnier: Keiner der drei Gruppensieger Brasilien, Kanada und USA wird am Freitag im Finale vertreten sein.

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Tore lautet die neue Bestmarke, die Bradley Wright-Phillips aufgestellt hat. Er löste damit Juan Pablo Angel als bisherigen Rekordhalter der New York Red Bulls in der regulären Saison ab. Der 31-jährige Engländer verbesserte den Rekord dank eines Doppelpacks beim 3:1-Sieg gegen Montreal Impact am vergangenen Sonntag. Dabei hatte der Sohn der Arsenal-Legende Ian Wright einen schlechten Saisonstart erwischt und in den ersten sieben Partien kein einziges Mal getroffen. Seitdem war er 14 Mal erfolgreich und liegt nur noch einen Treffer hinter den Führenden der Torschützenliste, Sebastian Giovinco und David Villa. Die Red Bulls wiederum haben gegen Impact dank des jüngsten Erfolgs alle sechs Heimspiele in diesem Wettbewerb gewonnen.

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Jahre, nachdem drei englische Spieler in einer Premier-League-Partie für Arsenal getroffen haben, wiederholte sich die Geschichte. Doch während Ray Parlour, David Platt und Ian Wright einst mit ihren Treffern zu einem 5:0-Kantersieg der Gunners gegen Barnsley beitrugen, konnten Theo Walcott, Alex Oxlade-Chamberlain und Calum Chambers am Sonntag die 3:4-Niederlage gegen Liverpool nicht verhindern. Walcott gelang nur 69 Sekunden nach einem vergebenen Strafstoß der Führungstreffer. Die Gäste glichen aber durch Philippe Coutinho aus, der später nach einem 19-Pässe-Spielzug einen Doppelpack vollendete und sein Team auf die Siegerstraße brachte. Liverpool ist der erste Gast seit 2009, der im Emirates-Stadion vier Tore gegen Arsenal erzielen konnte.

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Tore am ersten Spieltag der Ligue 1 machen aus Alexandre Lacazette von Olympique Lyon den ersten Spieler seit neun Jahren, dem dieses Kunststück gelingt. Dies war zuletzt Johan Audel bei einem 3:1-Erfolg von Valenciennes gegen Toulouse gelungen. Anthony Lopes bereitete beim 3:0-Sieg in Nancy am Sonntag den zweiten Treffer von Lacazette vor und hat damit zwei der drei letzten Assists auf dem Konto, die in der Ligue 1 von einem Torwart erbracht wurden. Lacazette hat in den letzten elf Spielen der höchsten französischen Spielklasse 14 Tore erzielt. Mit dem Dreifacherfolg im Marcel-Picot-Stadion rückte er in der ewigen Torschützenliste Lyons neben Juninho (75) und hinter Fleury Di Nallo (182), Bernard Lacombe (123) und Serge Chiesa (120) auf Rang vier vor.

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Mal war es bis Samstag vorgekommen, dass der Titelverteidiger der Premier League das Auftaktspiel der nächsten Spielzeit verliert. Arsenal war bisher das letzte Team, das in der alten First Division als Meister der höchsten Spielklasse die erste Begegnung der folgenden Saison verpatzte - ein 1:4 gegen Manchester United mit Bryan Robson, Lee Sharpe und Mark Hughes. Leicester City ist nun der nächste Klub, dem dies widerfahren ist. Zur Überraschung aller unterlag der amtierende Meister dem Aufsteiger Hull City, der seit über fünf Stunden in der Premier League keinen Treffer gelandet hatte und mit nur 13 erfahrenen Profis antrat. Da Arsenal ebenfalls eine Niederlage einstecken musste, war es das erste Mal seit 1953, dass die beiden Ersten der vorherigen Saison jeweils ihre Auftaktspiele der folgenden Spielzeit verloren haben.

In Kürze
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Tage nach seinem Wechsel zu Marseille gab Doria sein Debüt für den Klub. Bis dahin war der einmalige brasilianische Nationalverteidiger bei Marseille B, Sao Paulo und Granada zum Einsatz gekommen.

112 Länder sind nun in der Premier League vertreten gewesen, nachdem der Armenier Henrikh Mkhitaryan für Manchester United sein Debüt gefeiert hat.

17 Jahre und 204 Tage machen aus dem Verteidiger Malang Sarr von OGC Nizza den zweitjüngsten Spieler der letzten 25 Jahre, der bei seinem Ligue-1-Debüt ein Tor schießt. Nur Bartholomew Ogbeche war jünger, als er 2001 für Paris Saint-Germain traf.

10 Partien ohne Niederlage lautete die Serie der paraguayischen Vertreter gegen chilenische Teams in der Copa Sudamericana, die nach der Niederlage von Libertad im Hinspiel der ersten Runde gegen Palestino ein Ende fand.

4 europäische Ligen hintereinander – Serie A, La Liga, Ligue 1 und die Premier League – erlebten jeweils einen Treffer von Zlatan Ibrahimovic in seinem Auftaktspiel, nachdem der Schwede beim 3:1-Sieg von Manchester United gegen Bournemouth traf.

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