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Santos

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Vereinsgeschichte...

Selten sind in der Geschichte des Fussballs der Name eines Vereins und eines Spielers derart eng miteinander verknüpft. Aber der FC Santos und Pelé sind irgendwie eins. Zwei Jahrzehnte lang verzückten der FC Santos und Pelé mit ihrer spielerischen Leichtigkeit die Fussballfans weltweit.

Diese Leistung ist um so höher einzuschätzen, als Santos der Verein einer Stadt mit weniger als 500.000 Einwohnern knapp 60 Kilometer südöstlich der gigantischen Metropole Sao Paulo ist.

Offiziell gegründet wurde der Verein am 14. April 1912 auf Betreiben dreier Spieler des kleinen Klubs Americanos. Diese drei Gründungsmitglieder schlugen zunächst folgende drei Namen vor: Africa Futebol Clube, Asociaçao Esportiva Brasil und Concordia Futebol Clube. Schließlich wurde daraus der FC Santos, der sein erstes offizielles Spiel am 22. Juni 1912 bestritt und dank der Tore von Ferramenta und Ribeiro auch gewann.

Vier Jahre später gewann Santos die Meisterschaft im Bundesstaat Sao Paulo. Zum Höhenflug aber setzte der Klub erst Anfang 1955 an. Hauptverantwortlicher für den Vorstoß in ganz neue Dimensionen war ein gewisser Pelé. Fünfzehn Jahre lang sollte Santos mit ihm unantastbar und unersättlich sein, was Titel und Tore angeht.

Aber bei allen Erfolgen ließ doch gleichzeitig nie die Spielfreude nach. Andere große Könner zog es zu Santos, um an der Seite von Pelé den Fussball zelebrieren und genießen zu können. Zito, Dorval, Jair, Coutinho, Ze Carlos, Pepe, Nationalmannschaftskapitän Carlos Alberto, Toninho, Edu und Clodoaldo lauteten ihre illustren Namen. Santos wurde zu einer Art "Harlem Globetrotters" des Fussballs.

  1. Mai 1963 standen beim Länderspiel gegen Deutschland nicht weniger als acht Spieler vom FC Santos in der brasilianischen Anfangsformation (Gilmar, Lima, Zito, Mengalvio, Dorval, Coutinho, Pelé und Pepe).

h nach Pelés Abschied blieb die Mannschaft torhungrig, und am 20. Januar 1998 durchbrach Santos als erster Verein in der Fussballgeschichte die magische Grenze von 10.000 Toren. Die Rückkehr in die nationale Spitze gelang 2002 mit dem Gewinn der brasilianischen Meisterschaft und einigen kessen Jungspunden, die frappierend an Pelé erinnerten. Der erst 17-jährige quirlige kleine Robinho etwa war damals schon Chef auf dem Platz. Aber im Gegensatz zu seinem weltberühmten Vorgänger blieb Robinho dem FC Santos nicht treu, sondern wechselte 2005 zu einem Spitzenverein nach Europa: zu Real Madrid.

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