OFC Champions League

Ozeanien startet nach Hienghenes Durchbruch in die neue Saison 

New Caledonia's Hienghene Sport celebrate after winning the 2019 OFC Champions League final in Noumea.
© OFC
  • Am Wochenende starten 16 Teams in die OFC Champions League
  • Hienghene Sport will den unerwarteten Titelgewinn des Vorjahres wiederholen
  • Der Sieger tritt bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2020 an

Fast ein Jahrzehnt lang hatten neuseeländische Teams in der OFC Champions League alles fest im Griff. Auckland City stellte mit sieben Titeln in Folge in der Königsklasse des Kontinents einen Weltrekord auf. Zum Ende des Jahrzehnts übernahm dann Team Wellington das Zepter.

Doch im vergangenen Jahr schaffte Hienghene Sport aus Neukaledonien, ein kleiner Klub mit einem eher bescheidenen Profil, die große Sensation und gewann an einem unvergesslichen Abend in Noumea den Titel. Bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Katar spielte sich das tapfere aber glücklose Team dann in die Herzen des globalen Publikums.

In diesem Jahr starten 16 Klubs aus neun der elf OFC-Mitgliedsverbände in das neuerliche Rennen um die kontinentale Krone. Es geht auch wieder um die Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Katar, die letztmals im bisherigen Format ausgespielt wird.

Die beiden besten Teams der Gruppen erreichen das Viertelfinale im April. Doch anders als im vergangenen Jahr werden die Viertel- und Halbfinalduelle in Hin- und Rückspiel entschieden, bevor in einem einzigen Finalspiel am 16. Mai der Sieger ermittelt wird.

Am Samstag beginnt der Wettbewerb mit den ersten Spielen der Gruppe B in Vanuatu. Am Sonntag startet dann auch die Gruppe A mit Titelverteidiger Hienghene in Port Moresby (Papua-Neuguinea). Am ersten März-Wochenende wird es dann auch für die Teams in den Gruppen C und D (in der Rekordsieger Auckland City spielt) ernst.

Gruppe A: Hienghene Sport (Neukaledonien), Eastern Suburbs (Neuseeland), Hekari United (Papua-Neuguinea), Galaxy FC (Vanuatu)

Kurioserweise startet Hienghene in der gleichen Gruppe, in der auch der letzte nicht-neuseeländische Sieger der OFC spielt, nämlich Hekari United aus Papua-Neuguinea. Der aktuelle neuseeländische Meister Eastern Suburbs feiert sein Turnierdebüt, ebenso wie Galaxy FC aus Vanuatu. "Was gestern oder im vergangenen Jahr war, ist nicht wichtig", meint Hienghenes Kultfigur Bertrand Kai. "Doch wir sind erfahren, wir verlassen uns aufeinander, wir sind konzentriert. Wir wissen, wie man siegt und wir sind auch mental stark."

Gruppe B: Malampa Revivors (Vanuatu), Lae City (Papua-Neuguinea ), Henderson Eels (Salomon-Inseln), Lautoka (Fidschi)

Die Klubs in Gruppe B haben noch nicht viel Erfahrung auf kontinentaler Ebene gesammelt. Doch in den vier Teams stehen zahlreiche sehr interessante Spieler. Lae City geht mit mehreren Nationalspielern Papua-Neuguineas an den Start, darunter auch Torjäger Raymond Gunemba. Die Henderson Eels von den Salomon-Inseln haben den hoch talentierten Teenager Raphael Le'ai in ihren Reihen, der maßgeblichen Anteil an der erstmaligen Qualifikation der Nachwuchs-Nationalmannschaft für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte.

Gruppe C: AS Magenta (Neukaledonien), AS Tiare Tahiti (Tahiti), Solomon Warriors (Salomon-Inseln), Tupapa Maraerenga (Cook-Inseln)

Nach der bitteren Niederlage im rein neukaledonischen Champions-League-Finale des vergangenen Jahres geht AS Magenta mit noch größerer Motivation in die aktuelle Turnierauflage. Der erfolgreichste Klub des Landes in diesem Jahrzehnt will sich nicht daran gewöhnen, auf nationaler und kontinentaler Ebene nun hinter Hienghene zu rangieren. Tupapa Maraerenga von den Cook-Inseln hat es über die Vorqualifikation in den Wettbewerb geschafft und muss nun alles geben, um mithalten zu können.

Gruppe D: Auckland City FC (Neuseeland), Ba FC (Fidschi), AS Venus (Tahiti), Lupe Ole Soaga (Samoa)

Auckland City ist zum 16. Mal in Folge in der Königsklasse der OFC am Start. Nach neun Jahren unter dem Spanier Ramon Tribulietx steht nun der Ex-Trainer von Team Wellington, José Figueira, am Ruder. Die Navy Blues zählen wie stets zu den Favoriten. Unter den schwierigen klimatischen Bedingungen Tahitis sind AS Venus und Ba die wohl stärksten Konkurrenten in der Gruppe.

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