Nigeria haushoher Favorit

Nigeria's defender Daniel Shittu (L), striker Peter Osaze Odemwingie (R) and defender Joseph Yobo celebrate
© AFP

Nigeria ist der große Favorit in einer Gruppe F, in die neben Malawi zwei Mannschaften aus der ersten Qualifikationsrunde gelost wurden. Die Super Eagles standen in den letzten Jahren zwar in dem Ruf, gegen Außenseiter oft glanzlose Leistungen zu bieten. Doch mit einem Kader voller Stars, die in den besten Ligen aktiv sind, sollten die Westafrikaner stark genug sein, um überlegen in die dritte Runde einzuziehen.

Malawi ist indes ein unangenehmer Gegner, der in jüngster Zeit zu einigen Überraschungen in der Lage war. In der Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2012 konnte sich das Team in einer schwierigen Gruppe behaupten und verpasste nur knapp das Ticket für das kontinentale Kräftemessen. Kenia und Namibia komplettieren die Gruppe, nachdem sich die Teams gegen die Seychellen beziehungsweise Dschibuti ohne Probleme durchsetzen konnten.

Die Favoriten
Obwohl viele Länder gerne die Erfolgsbilanz der Westafrikaner aufweisen würden, haftet Nigeria dennoch der Ruf an, ein Team zu sein, das den Erwartungen häufig nicht gerecht wird. In diesem Fall werden die Fans einen Durchmarsch erwarten. Am Ende könnte die fünfte Teilnahme in den letzten sechs Auflagen herausspringen. Interessant dürfte zu beobachten sein, ob der Trainer weiterhin auf sein wohlbekanntes Kontingent an Europa-Legionären baut oder den Versuch unternimmt, frisches Blut in den Kader des zweifachen Afrikameisters zu bringen.

Die Außenseiter
**Malawi hat noch nie die Endrunde einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft erreicht, und beim kontinentalen Gipfeltreffen war das Land ebenfalls erst zwei Mal vertreten. Dies war erstmalig Mitte der 1980er-Jahre der Fall, die zweite Teilnahme an der Afrikameisterschaft erfolgte letztes Jahr in Angola. Das Team sorgte dabei für eine Überraschung zum Auftakt, als WM-Teilnehmer Algerien mit 3:0 bezwungen wurde. Die anschließenden Partien indes gingen verloren. Dennoch war es ein großer Schritt nach vorne, und das Team nahm den Schwung mit in die Qualifikation für den Afrikanischen Nationen-Pokal 2012. Als einzige Mannschaft konnte Malawi bisher gegen Botsuana punkten (zwei Unentschieden), in Tunesien wurde ebenfalls ein Punkt erkämpft und gegen den WM-Teilnehmer von 2006, Togo, wurden vier von sechs Zähler errungen.

Die Stars
Peter Mponda, Chiukepo Msowoya (MWI), Vincent Enyeama, Taye Taiwo, Jon Obi Mikel, Peter Odemwingie (NGA)

Das Topspiel
Obwohl die möglichen Gruppengegner Kenia und Namibia schon lange nicht mehr unterschätzt werden sollten, dürfte das Duell zwischen Nigeria und Malawi darüber entscheiden, wer sich für die dritte Runde qualifiziert. Doch obwohl Malawi über eine vielversprechende Mannschaft verfügt, könnte die Erfahrung und Fitness der internationalen Stars in den Reihen der Nigerianer den Ausschlag geben. Die beiden Länder sind sich in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft noch nie begegnet.

Historisches
Nigeria – Malawi 4:1, 7. Juni 2003, Abuja
In der Qualifikation für den Nationen-Pokal 2004 sicherte sich Nigeria mit einem deutlichen Erfolg die Endrundenteilnahme. Malawi war zwar in der achten Minute in Führung gegangen, doch noch in der ersten Halbzeit antworteten die Super Eagles mit vier Treffern. Die Tore erzielten die nigerianischen Legenden Yakubu Aiyegbeni und Nwankwo Kanu.

Statistik 151 –so viele Tore hat Nigeria in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ erzielt. Damit liegt es in Afrika gemeinsam mit Tunesien an der Spitze dieser Wertung.

Wussten Sie schon?
Malawi bekam es bisher in jeder WM-Qualifikation mit einem Gegner zu tun, der es später bis in die Endrunde schaffte. Kamerun 1982, Marokko 1986, Ägypten 1990, Südafrika 1998 und 2002, Tunesien 2006 und die Elfenbeinküste 2010. 1994 wurde das Team zurückgezogen.

Ihre Meinung zählt
Können Malawi oder eines der anderen Teams Nigeria davon abhalten, in die dritte Runde einzuziehen?

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