Zahlen der Woche

Meilensteine, Elfmeterflut und Dauerbrenner

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Im jüngsten Statistik-Rückblick auf FIFA.com geht es um eine wahre Flut von Elfmetern in Afrika, einen wilden Finaltag in Osteuropa sowie um einige Meilensteine von Vereinslegenden in England, Deutschland und den USA.

500

Einsätze für Bayern München konnte Bastian Schweinsteiger am Samstag für sich verbuchen. Diesen Meilenstein haben außer ihm nur sieben weitere Akteure erreicht. Der 30-Jährige trat in die Fußstapfen von Oliver Kahn, Sepp Maier, Gerd Müller, Hans-Georg Schwarzenbeck, Klaus Augenthaler, Franz Beckenbauer und Bernd Dürnberger. Schweinsteiger erzielte beim 2:0-Sieg der Bayern gegen Mainz 05 außerdem sein 45. Bundesligator. Damit überholte er Beckenbauer in der ewigen Vereinsliste der besten Torschützen in diesem Wettbewerb. Die Bayern behielten in dieser Spielzeit zum 22. Mal eine weiße Weste und brachen damit ihren eigenen Rekord aus der Saison 2012/13.

100

Tore in der U.S.-amerikanischen Major League Soccer kann Chris Wondolowski seit Sonntag für sich verbuchen. Er ist erst der neunte Spieler, der diesen Meilenstein erreicht. Der 32-Jährige hatte zu Beginn der Saison 2010 gerade einmal sieben Treffer in 57 MLS-Spielen erzielt, seitdem jedoch in 157 Partien 93 Mal getroffen. Während dieser Zeit wurde er als Torschützenkönig des Wettbewerbs zwei Mal mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet. Mit seinem letzten Treffer – seinem vierten in fünf Spielen – sicherte Wondolowski den San Jose Earthquakes im Heimspiel gegen Orlando City ein 1:1-Unentschieden, mit dem die Positivserie des Klubs auf fünf Spiele ohne Niederlage ausgebaut werden konnte. Der U.S.-amerikanische Nationalstürmer war nach dem legendären Tayler Twellman von New England Revolution der Spieler, der die 100-Tore-Marke am zweitschnellsten erreichte. Zu dem elitären Kreis, dem dies gelang, gehören außerdem noch Landon Donovan (144 Tore), Jeff Cunningham (134), Jaime Moreno (133), Ante Razov (114), Jason Kreis (108), Dwayne DeRosario (104) sowie Edson Buddle (100). Clint Dempsey verpasste derweil die Chance, den MLS-Rekord von elf Einsätzen in Folge mit jeweils einem Tor oder einer Torvorlage einzustellen, den Ronald Cerritos, Mauricio Cienfuegos und Roy Lassiter gemeinsam halten. Er kam mit den Seattle Sounders zu Hause gegen Sporting Kansas City über ein torloses Remis nicht hinaus.

55

Punkte hatten drei Teams am Ende der National-Division-Saison in Moldawien auf dem Konto. Dabei konnte sich das vielleicht unspektakulärste Team unter dramatischen Umständen zum ersten Mal den Titel sichern. Der FC Milsami war mit drei Punkten Rückstand auf den FC Dacia Chișinău in den letzten Spieltag gestartet und setzte sich dank eines späten Eigentors mit 2:1 gegen den Rivalen durch. Hätten nur diese zwei Klubs am Ende punktgleich an der Spitze gestanden, dann wäre es zu einem Entscheidungsspiel gekommen. Allerdings landete der amtierende 13-malige Rekordmeister FC Sheriff dann auch noch einen 1:0-Erfolg gegen den FC Dinamo-Auto und kam damit ebenfalls auf dieselbe Punktzahl. Daher ging der Meistertitel an das Team mit der besten Bilanz aus den direkten Aufeinandertreffen des Trios. Dank des Erfolges am letzten Spieltag heimste Milsami die Trophäe ein und avancierte damit zum fünften Klub, der die erste moldawische Liga gewinnen konnte. Wenige Tage später sollte es für Dacia noch schlimmer kommen, denn der Klub musste sich im moldawischen Pokalfinale nach Verlängerung mit 2:3 gegen Sheriff geschlagen geben.

41

Elfmeter wurden in dieser Woche in vier wilden Viertelfinal-Partien des COSAFA Cups in Afrika ausgeführt. Namibia und Madagaskar mussten innerhalb von fünf Tagen sage und schreibe drei Spiele bestreiten, um sich in ihren Gruppen jeweils den einzigen Startplatz für die Runde der letzten Acht zu sichern. Dort traf man auf die Kontinentalmächte Sambia und Ghana, die beide Freilose erhalten hatten. Nach einem torlosen Remis gelang es Namibia dennoch, den amtierenden Meister Sambia im Elfmeterschießen mit 5:4 zu überwinden. In der anderen Partie erzielte der Madagasse Olivier Simouri kurz vor Schluss den Siegtreffer zum 2:1 gegen ein Team, das in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste 124 Plätze höher angesiedelt ist. Es sollte noch eine dritte große Überraschung geben, als Botswana sich in einem Elfmeterschießen mit 16 Elfern letztendlich mit 7:6 gegen Gastgeber Südafrika durchsetzte und damit den Halbfinaleinzug perfekt machte. In der letzten Viertelfinal-Partie schien die Entscheidung gefallen zu sein, als Lambikani Mzava in der 90. Minute einen Elfmeter für Malawi verwandelte und sein Team damit gegen Mosambik mit 2:1 in Führung brachte. Allerdings erzielte derselbe Spieler kurz darauf noch ein Eigentor – das zweite seines Teams in dieser Partie – und sorgte dafür, dass auch dieses Spiel ins Elfmeterschießen ging. Die Mosambikaner lagen bereits mit 0:2 zurück, kämpften sich aber erneut heran und entschieden das Elfmeterschießen am Ende mit 5:4 für sich.

22

Jahre nachdem Gary Pallister von Manchester United als einziger Spieler jede Minute in jedem Spiel des Premier-League-Meisters auf dem Platz gestanden hatte, avancierte John Terry zum zweiten Spieler, dem dies gelang. Der 34-jährige Innenverteidiger überließ der scheidenden Legende Didier Drogba bei Chelseas abschließendem 3:1-Sieg gegen den AFC Sunderland die Kapitänsbinde. Das Team von José Mourinho musste in dieser Saison wettbewerbsübergreifend nur vier Niederlagen hinnehmen – das ist seit Einführung der Premier League Rekord. Außerdem stand der FC Chelsea insgesamt 274 Tage lang an der Tabellenspitze – auch das hat es in der Premier League bisher noch nicht gegeben. Manchester City, das letzte Saison Meister wurde, stand gerade einmal 15 Tage lang auf dem Gipfel.

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