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Neuseeland gewinnt OFC Nationen-Pokal

New Zealand - PNG
© Others

Neuseeland hat den OFC Nationen-Pokal gewonnen und sich damit für den FIFA Konföderationen-Pokal Russland 2017 qualifiziert. Gegen eine beherzt aufspielende Mannschaft aus Papua-Neuguinea fiel die Entscheidung beim Finale in Port Moresby aber erst im Elfmeterschießen.

Für Papua-Neuguinea war die große Überraschung zum Greifen nahe, doch letztendlich musste sich die Mannschaft mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen die Kiwis geschlagen geben. Neuseelands Torhüter Stefan Marinovic parierte zwei Strafstöße in beeindruckender Manier und sorgte bei den Gastgebern damit für Tränen der Enttäuschung. Die All Whites hingegen feiern ihren fünften Erfolg beim OFC Nationen-Pokal und sind nun alleiniger Rekordhalter. Ihr letzter Titel datierte aus dem Jahr 2008.

Angetrieben von einem frenetischen Publikum im Sir John Guise Stadium in der Hauptstadt Port Moresby hoffte Gastgeber Papua-Neuguinea auf den historischen ersten Erfolg beim OFC Nationen-Pokal. Finalgegner Neuseeland musste die Startelf auf drei Positionen umstellen: Kapitän Chris Wood stand aus privaten Gründen nicht zur Verfügung, während Luka Prelevic und Verteidiger Themi Tzimopoulos gesperrt waren. In die Mannschaft der All Whites, die Neukaledonien im Halbfinale nach harten Kampf mit 1:0 bezwungen hatte, rückte unter anderem Angreifer Kosta Barbarouses. 

Bei böigem Wind war das Spiel äußerst ausgeglichen, wobei die Heimelf einem Tor etwas näher zu sein schien als Neuseeland.

*Spannung bis zum Schluss
*
Die größte Chance des Spiels besaß Raymond Gunemba, der in der zweiten Halbzeit aus spitzem Winkel nur die Latte traf. Zuvor hatte sein Teamkollege Nigel Dabinyaba mit einem Fernschuss die beste Chance der ersten Hälfte, doch Neuseelands Nummer eins, Marinovic, war mit einer starken Parade zur Stelle.

Nach der Halbzeitpause schickte Neuseeland mit Marco Rojas und Jeremy Brockie zwei frische Angreifer aufs Feld. Da die Nationalmannschaft Papua-Neuguineas ausschließlich aus Amateuren besteht, hofften die Kiwis so, ihre Fitness-Vorteile ausspielen zu können. Für die größte Gefahr sorgten Standardsituationen: Nach einer Stunde hätte Rory Fallon fast die Führung erzielt, doch sein Kopfball nach einem Freistoß wurde von Alwin Komolong noch vor der Linie geklärt.

Zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit machte Papua-Neuguineas Torwart Ronald Warisan zum wiederholten Male keine gute Figur, als er einen weiten Einwurf nicht richtig festhalten konnte. Doch zum Glück für die Gastgeber wusste Neuseeland diesen kapitalen Fehler nicht zu nutzen. Wenige Zeigerumdrehungen später war der Keeper mit einer starken Parade zur Stelle, bei der er am Kopf getroffen wurde und kurz behandelt werden musste.

Kurz vor dem Abpfiff hatte der sehr agile Tommy Semmy schließlich die Möglichkeit, die Heimelf in Führung zu schießen. Doch sein Schussversuch ging am Tor vorbei.

In der Verlängerung machte Neuseeland zunächst den besseren Eindruck. Ersatzkapitän Fallon köpfte eine gute Hereingabe von Colvey nur haarscharf über das Gehäuse. In den Schlusssekunden der ersten Halbzeit der Verlängerung hätte Brockie die All Whites dann in Führung bringen können, doch sein Kopfball nach einer Ecke von Michael McGlinchey strich am Pfosten vorbei. So stand nach 120 Minuten auf beiden Seiten die Null auf der Anzeigetafel und das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen.

Nachdem Fallon als erster Schütze für Neuseeland getroffen hatte, trat Koriak Upaiga für Papua-Neuguinea an, scheiterte aber am gut aufgelegten Marinovic. Als später Brockie für den Titelträger von 2008 am Tor vorbei schoss, hatte Papua-Neuguinea die Chance auf den Ausgleich. Doch Marinovic lenkte den Versuch von Gunemba mit den Fingerspitzen an den Pfosten, sodass es schließlich Rojas vorbehalten war, den entscheidenden Elfmeter für die Kiwis zu verwandeln.

"Es war ein sehr schweres Spiel. Große Anerkennung an den Gegner. Das war eines der härtesten Matches, die ich je gespielt habe. Das war nichts für schwache Nerven. Die Konter des Gegners waren höchst gefährlich. Unsere Abwehr und die ganze Mannschaft hatten sehr zu kämpfen. Am Ende waren alle kaputt und haben sich ins Elfmeterschießen geschleppt", meinte Neuseelands Kapitän Fallon nach dem Abpfiff. 

Neuseeland hat sich mit diesem Erfolg zum ersten Mal seit 2009 wieder für einen FIFA Konföderationen-Pokal qualifiziert. Papua-Neuguinea hingegen darf sich damit trösten, neben Fidschi, Neukaledonien, Neuseeland, den Salomon-Inseln und Tahiti als eines der sechs besten Teams beim OFC Nationen-Pokal automatisch für Runde 3 der Ozeanien-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ gesetzt zu sein.

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