Fussball-Geschichte

Helmut Schön: "General mit Herz"

1974 World Cup Final, Munich, West Germany, 7th July, 1974, West Germany 2 v Holland 1, West German manager Helmut Schoen
© Getty Images

Udo Jürgens besang ihn als "General mit Herz", für Franz Beckenbauer war er ein "Trainer von großem Format und von großer Menschlichkeit": Am heutigen Dienstag (23. Februar) vor 25 Jahren verstarb Helmut Schön, der Trainer der deutschen FIFA-Weltmeister von 1974, im Alter von 80 Jahren.

Der in Dresden geborene Schön prägte den deutschen Fussball ähnlich wie seine Weltmeister-Kollegen Sepp Herberger (1954), Franz Beckenbauer (1990) oder Joachim Löw (2014). Bei seiner ersten WM als Cheftrainer wurde Deutschland 1966 in England Vizeweltmeister, vier Jahre später stand nach der Halbfinal-Niederlage im "Jahrhundertspiel" gegen Italien der dritte Platz zu Buche. Dann folgte die goldene Ära mit dem EM-Titel 1972 und dem WM-Triumph im eigenen Land - Schön gilt auch deshalb als der erfolgreichste Bundestrainer in der 116-jährigen Geschichte des DFB.

Helmut Schön wurde 1974 mit dem Silbernen Lorbeerblatt des Bundespräsidenten und dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und der DFB ernannte ihn 1980 zum Ehrenmitglied. Im Jahr 1984 erhielt er den FIFA-Verdienstorden. Am 1. September 2015 gab die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke zu seinem 100. Geburtstag heraus.

"Ich bin davon überzeugt, dass die überwältigende Mehrheit der treuen Zuschauer vor allem eines sehen will: guten, echten, spannenden, sportlichen Fussball - und keinen Firlefanz", lautete Schöns Credo. Es sollte ihm großen Erfolg bescheren.

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