Gute Ausbeute für Auswärtsmannschaften

Mauritius defender Francis Rasolofonirina (Top) and Kenya's John Ndirangu (C)
© AFP

Bis auf ein Mitglied der afrikanischen Konföderation haben alle dortigen Fussballnationen das Rennen um die Plätze bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ angetreten. Für 13 von ihnen wird es allerdings schon nach den zwei Spielen der ersten Runde wieder vorbei sein. Die Auswärtsmannschaften machten in den seit Mittwoch laufenden Hinspielen bislang einen starken Eindruck. Kenia, Niger, Botsuana und Swasiland siegten souverän.

Die HöhepunkteZweiter Sieg für Sao Tomé und Principe
Das erste WM-Qualifikationsspiel gewann Sao Tomé und Principe im Jahr 2000. Es war ein 2:0 gegen Sierra Leone. Es sollte für lange Zeit der einzige Sieg dieser Mannschaft in diesem Wettbewerb bleiben - bis am vergangenen Donnerstag Luis Leal das einzige Tor im Spiel gegen Äthiopien erzielte. Der Sieg ist um so bemerkenswerter, als die Walias um 72 Positionen besser platziert sind als die Insulaner, die nun im Rückspiel nur noch einen Punkt brauchen, um erstmals in die zweite Runde einzuziehen.

Erfolgsserie von Swasiland geht weiter
Swasiland gehört zu den Mannschaften, die in diesem Jahr in Afrika die Erfolgsgeschichten schreiben. Der Siegeszug der Royal Leopards im CAF Konföderationen-Pokal etwa scheint auch die A-Nationalmannschaft zu beflügeln. Die nämlich schaffte mit dem 6:0 gegen Dschibuti den höchsten Sieg der Runde.

Madagaskar zu stark für Zentralafrikanische Republik
Madagaskars Barea hat wegen der Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik den Vorteil, beide Spiele daheim austragen zu können. Das machte sich bemerkbar. Schon zur Halbzeit lag die Mannschaft durch Treffer von Michael Rabeson und Njiva Rakotoharimalala mit 2:0 in Führung. Paul Johann ließ nach der Pause noch ein drittes Tor folgen.

Plan der Brave Warriors geht auf
Namibias Trainer Ricardo Mannetti zeigte sich mit dem 1:1 in Gambia zufrieden und gab sich zuversichtlich, was den benötigten Heimsieg angeht. Die Brave Warriors führten dabei durch den in Thailand spielenden Willy Stephanus bis sieben Minuten vor Schluss, ehe Savage Demba doch noch der Ausgleich gelang. "Das ist vielleicht unser bestes Auswärtsergebnis seit 2011", bilanzierte der Trainer, der für das Rückspiel um seinen Verteidiger Denzil Haoseb bangen muss, der sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hat.

Ausblick"Zebras" wollen daheim alles klar machen
*Der englische Trainer Peter Butler gewann mit Botsuana 2:0 in Eritrea. Im heimischen Francistown, wo zuletzt auch der Überraschungssieg gegen Burkina Faso gelang, wollen die *Zebras
nun den Einzug in die nächste Runde perfekt machen.

Liberia unter Zugzwang
Liberia muss in Guinea-Bissau mindestens ein Tor erzielen, um nicht schon aus dem Rennen zu sein. Trainer James Debbah dürfte dabei den vielen vergebenen Chancen beim 1:1 in Monrovia nachtrauern. Im Rückspiel sollen es nun vor allem Francis Grandpa Doe und William Jerboe richten. Letzterer markierte den einzigen Treffer für seine Mannschaft per Elfmeter. Ansonsten zeigte sich Torhüter Jonas Mendes unüberwindlich.

"Taifa Stars" erfolgreich
Obschon 35 Positionen hinter Malawi geführt, geht Tansania mit einem 2:0 im Rücken in das Rückspiel in Blantyre. Flames-Trainer Ernest Mtawali hat Stürmer Chiukepo Msowoya (Big Bullets) reaktiviert. Mit seinen Toren soll das Ergebnis aus dem Hinspiel doch noch gedreht werden. Außerdem werden zunehmend Rufe laut, Richard Chipuwa wieder ins Tor zu stellen. Die bisherige Nummer eins, Simplex Nthala, machte gegen die Taifa Stars wiederholt nicht den sichersten Eindruck.

Südsudan vor möglicher Überraschung
Südsudan bestritt am Mittwoch gegen Mauretanien sein erstes WM-Spiel überhaupt. Das erste Tor des Landes überhaupt gelang dabei Dominic Abui Pretino, der die frühe Führung durch Boubacar Bagili ausglich. Die Partie musste wegen sintflutartiger Regenfälle abgebrochen werden. Sie wurde am nächsten Tag ohne Zwischenfälle fortgesetzt. Das Rückspiel am Dienstag ist völlig offen.

Spieler im Fokus
Nigers Fans sind begeistert, dass Moussa Maazou seinen Rücktritt vom Rücktritt in der *Mena *genannten Nationalmannschaft erklärt hat. Der Stürmer, der nach mehreren erfolgreichen Spielzeiten in Europa inzwischen in der VR China aktiv ist, schoss beim 2:0 in Somalia beide Tore, sodass Niger nun mit einem deutlichen Vorteil ins Rückspiel vor heimischem Publikum geht.

Die Zahl des Tages 36 - So viele WM-Qualifikationsspiele sind Südsudan, Eritrea, die Seychellen, die Komoren und Somalia sieglos. Zusammen kommen all diese Länder auf zehn Unentschieden und 26 Niederlagen.

Zitat
"Die Situation ist uns ja nicht neu. Wir konzentrieren uns voll auf das Spiel am Sonntag und ich hoffe, die Fans werden uns wieder zahlreich unterstützen, damit wir die Aufgabe erledigen können und weiter kommen."
Victor *Wanyama (Stürmer, Kenia), dessen Mannschaft mit einem 5:2-Polster aus dem Hinspiel ins Rückspiel vor eigenem Publikum geht.*

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