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Gleichzeitige Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022

FIFA president Joseph S. Blatter stands prior to a handover ceremony for the 2018 and 2022 World Cup bidders at FIFA's headquarters
© AFP

Der 58. FIFA-Kongress im sonnigen Sydney endete mit einer Reihe wichtiger Beschlüsse zum Schutz von Nationalteams, Klubs und Ligen und zur 6+5-Regel, sowie mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Welt-Antidoping-Agentur WADA. Bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Kongress, wo das neue Verfahren zur Vergabe der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 verkündet wurde, waren FIFA-Präsident Joseph Blatter sowie FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke anwesend.

Über die Zukunft der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften
Joseph S. Blatter: Über die Gastgeberländer 2018 und 2022 wird das Exekutivkomitee gleichzeitig entscheiden, und zwar vor Juni 2011. Aktuelle Interessenten sind Mexiko, die Vereinigten Staaten, England, Spanien, Niederlande und Belgien, Russland, Katar, China, Japan und Australien. Wenn wir unseren Partnern und den Rundfunk- und Fernsehanstalten zwei Wettbewerbe für einen Zeitraum von acht Jahren anbieten können, wird das wirtschaftliche Ergebnis für die FIFA besser ausfallen. Die existierende Regel, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft nicht zwei Mal in Folge auf demselben Kontinent stattfindet, wird nicht geändert. Dies sollte sicherstellen, dass das Turnier auch nach Afrika geht, was ansonsten nicht geschehen wäre. Da die nächsten zwei Weltmeisterschaften auf der südlichen Erdhalbkugel stattfinden werden, ist es vielleicht sinnvoll, dass Australien sich auf das Turnier 2022 konzentriert. Die zwei Turniere werden auf zwei verschiedenen Kontinenten stattfinden.

Über die 6+5-Regel
Joseph S. Blatter: Nach Redebeiträgen aus Guatemala, Australien, Saudiarabien, von der FIFPRO, Franz Beckenbauer und Michel Platini kam es im Kongress zu einem Abstimmungsergebnis von 155 zu 5 Stimmen für die Resolution. Der Präsident der FIFA und der Präsident der UEFA haben nun den Auftrag vom Kongress, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen und das Gespräch mit der Europäischen Union zu suchen. Die neuen Regeln würden Ende 2010 in Kraft treten. Der Fussball ist optimistisch, ich bin optimistisch, ebenso wie das Exekutivkomitee. Wir haben dafür gekämpft, dass die FIFA-Statuten in vielen Ländern eingehalten werden. Die Europäische Union besteht aus 27 Staaten und 30 Verbänden. Das sind 15 Prozent der FIFA-Familie - sollen sie die Regeln für den Fussball schreiben? Wenn ich bösartig wäre, würde ich fragen: 'Ist das nicht politische Einmischung?' Im Vertrag von Lissabon, der im Oktober 2007 unterzeichnet wurde und der am 1. Januar 2009 in Kraft tritt, wurden die Besonderheit des Sports sowie seiner Strukturen und Organisationen anerkannt. Wir zählen auf die Unterstützung von Pelé, Johan Cruyff, Franz Beckenbauer, Michel Platini und Alex Ferguson. Wir wollen nicht gegen Brüssel kämpfen, wir bitten lediglich um Solidarität. Ich bin mir sicher, dass es ein Erfolg wird, ich bin sehr zuversichtlich.

Über Auf- und Abstieg
Joseph S. Blatter: Wir haben deutlich gesagt, dass der durch den Kongress getroffene Beschluss auf existierende Ligen keine Auswirkungen hat, auch wenn es ein deutliches Zeichen dafür ist, sich anzupassen. Für das Exekutivkomitee und den Kongress ist es wichtig, dieses Prinzip beizubehalten. Wenn dieser Bereich nicht eindeutig definiert ist, könnte es zur Wiederholung der Situation in Spanien kommen, als das Sport-Schiedsgericht CAS den Spanischen Verband überstimmte und ein Team aus der 4. Liga in die 2. Liga aufstieg.

Über die Aufhebung der Suspendierung Iraks
Joseph S. Blatter: Die irakische Regierung hat den Fussball von seinen Plänen ausgenommen und dem Verband seine statuarischen Rechte zurückgegeben, so dass wir die Suspendierung aufheben konnten.

Über das Reglement zur Einbürgerung
Joseph S. Blatter: Der Kongress hat sich dafür ausgesprochen, den Transfer von Spielern zu stoppen, einschließlich junger Spieler, die nach nur zwei Jahren Aufenthalt in einem Land die Nationalität wechseln. Wir sprechen hier nicht von der doppelten Staatsbürgerschaft, sondern von einem Spieler, der eine andere Nationalität annehmen möchte. Die neue Regel besagt, dass eine Person fünf Jahre in diesem Land gelebt haben muss. Und die Regel gilt ab dem 18. Lebensjahr des Betroffenen, im Gegensatz zu jetzt, wo er jünger sein darf. Dies dient dem Schutz junger Spieler.

Über die WADA-Vereinbarung
Joseph S. Blatter: Wir haben die WADA-Vereinbarung unterzeichnet und ich bin sehr froh darüber, dass das Einzelfallprinzip akzeptiert wurde.

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