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Fussball und Kunst: Wenn Karikaturen Fans verbinden

Marika Kawaguchi – FIFA Fan Movement member
© Others
  • Marika Kawaguchi aus Japan gehört der FIFA Fan-Bewegung an
  • Sie verbindet ihre Liebe zu Fussball und Kunst und erschafft einzigartige Karikaturen
  • Erfahren Sie mehr über die Fan-Bewegung und beteiligen Sie sich unter dem Hashtag #WeLiveFootball an der Diskussion

Eines schönen Tages durchstöberte Marika Kawaguchi im örtlichen Fussballstadion das Angebot an Fanartikeln und Souvenirs. Doch das, was sie suchte, war einfach nicht dabei. Also beschloss sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

"Plötzlich fiel mir auf, wie viele Vereine eigentlich überhaupt keine Artikel haben, die ich süß oder cool finde", erzählt die Japanerin bei FIFA.com. "Also habe ich vor etwa fünf Jahren angefangen, eigene Fanartikel zu entwerfen. Zuerst waren sie nur für mich – meistens T-Shirts mit meinen Lieblingsspielern aus meinen Lieblingsmannschaften."

Marikas Liebe zu Fussball, Futsal und Karikaturen brachte sie letztlich dichter an das Geschehen, als sie sich je hätte vorstellen können. Inzwischen teilt das eifrige Mitglied der FIFA Fan-Bewegung seine Kunst mit tausenden Followern auf Instagram und veranstaltet Live-Zeichnungen von Karikaturen in Futsal-Stadien. Erst im Sommer reiste Kawaguchi mit anderen Mitgliedern der Fan-Bewegung ins französische Lyon, um dem Endspiel der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ beizuwohnen.

"Es gibt mir das Gefühl, auch Teil der Mannschaft zu sein – besonders, wenn ich Zeichenveranstaltungen in Stadien habe", erklärt die Karikaturistin. "Ich bin vielleicht keine Spielerin, aber ich genieße die Atmosphäre im Stadion, und ich hatte auch schon Gelegenheit, mich mit Spielerinnen und Trainern zu unterhalten. Es ist cool, deren Leidenschaft aus nächster Nähe zu erleben."

Kawaguchi ist Fan des japanischen Fussballs, seit ihr Vater sie zu Spielen mitzunehmen begann. Gemeinsam besuchten sie Stadien im ganzen Land, und obwohl Marika damals noch im Grundschulalter war, erinnert sie sich noch genau, was das Erlebte bei ihr ausgelöst hat.

"Das sind meine ersten Fussballerinnerungen", sagt sie. "Damals wusste ich kaum etwas über Fussball. Ich habe nur gemerkt, wie spannend es war. Meine erste Mannschaft war ein ganz kleines örtliches Team. Aber manchmal hat es eben auch gegen stärkere Gegner gewonnen. Dass sich der Außenseiter so durchsetzen kann, hat mich total fasziniert."

Seit sie erwachsen ist, ist Kawaguchi Fan des zweimaligen japanischen Meisters Kawasaki Frontale. Ihr erklärter Lieblingsspieler ist Vereinslegende Kengo Nakamura. Der 39-jährige japanische Nationalspieler bestritt über 500 Begegnungen für den Klub.

Ihre Faszination für Futsal wiederum schreibt Kawaguchi dem japanischen Torjäger Kaoru Morioka zu, der die Samurai Five bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Thailand 2012™ vertrat.

"In Japan ist er ein richtig bekannter Star", sagt Kawaguchi. "Ich war ein großer Fan von ihm. Er hat eine ungewöhnliche Lebensgeschichte. Er stammt ursprünglich aus Peru, wurde dann aber japanischer Futsal-Spieler. Ich mochte ihn total. Deshalb habe ich angefangen, Futsal zu schauen."

Achtzehn Monate ist Kawaguchi nun Teil der Fan-Bewegung und schätzt daran am meisten die neue globale Perspektive.

"Ich habe Spaß daran, andere Mitglieder der Fan-Bewegung zu treffen und mich mit ihren Beiträgen in den sozialen Medien zu beschäftigen", sagt sie. "Wenn ich in Japan bin, begreife ich die Atmosphäre in den Stadien anderer Länder oder die dortige Fussballkultur nicht unbedingt. Aber andere Mitglieder der Fan-Bewegung bringen mir das näher. Das ist wirklich eine coole Sache."

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