Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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FIFA Congress

57. FIFA-Kongress in Zürich eröffnet

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© Getty Images

Mit einer Feierstunde wurde der 57. FIFA-Kongress heute Mittwoch, 30. Mai 2007, im Hallenstadion in Zürich eröffnet. Die Jahresgeneralversammlung des Weltfussballparlaments findet bereits zum siebten Mal in der Schweizer Metropole statt, erstmals aber als Wahlkongress für die Präsidentschaft der FIFA.

Vertreter aller 207 Verbände sowie des morgen Donnerstag zur Aufnahme anstehenden Verbandes von Montenegro, Beobachter und zahlreiche Gäste erlebten den stimmungsvollen Auftakt mit Ansprachen, Ehrungen, Showeinlagen, einer Geschichte rund um einen goldenen Zauberball und Kurzfilmen aus den sechs Fussballkontinenten, die die vielfältigen Tätigkeiten jenseits des Rasenrechtecks dokumentierten.

In seinem Willkommensgruss mit der offiziellen Eröffnung des Kongresses hob FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hervor, dass die diesjährige Jahreshauptversammlung Ende und Anfang zugleich markiere. "Wir dürfen zum einen auf einen Zyklus zurückblicken, der zu Beginn noch von der Krise von 2002 geprägt war und erfolgreich beendet wurde. Zum anderen stehen wir am Beginn der Periode 2007-2010, die einige Herausforderungen birgt."

"In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die FIFA die Entwicklung im Fussball vorangetrieben", betonte Blatter weiter. "Mit der gesellschaftlichen Verantwortung des Fussballs und mit den ihr heute und in Zukunft zur Verfügung stehenden Mitteln kann die FIFA einen grossen Schritt weitergehen und einen massgeblichen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung durch den Fussball leisten - wir alle zusammen im Sinne der Solidarität und des Fairplay."

IOK-Mitglied Denis Oswald richtete im Namen der Olympischen Bewegung und des auf einer Afrikareise weilenden IOK-Präsidenten Dr. Jacques Rogge eine Grussadresse an den Kongress. Dabei unterstrich er, dass die FIFA und das IOK sich in idealer Weise ergänzten: "Wir teilen die gleichen Werte, wir verfolgen die gleichen Ziele. Wir bringen die Menschen zusammen, um mit ihnen und durch sie zu einer besseren Welt beizutragen."

Als Präsidentin der Regierung des Kantons Zürich begrüsste Rita Fuhrer die Kongressteilnehmer im Namen der Behörden. "Der Kanton Zürich ist stolz darauf, der Mittelkreis auf dem weltumspannenden Spielfeld des Fussballs zu sein." Fuhrer würdigte zudem die Bemühungen der FIFA im Zusammenhang mit dem "Football for Hope"-Programm und die Art, wie die FIFA ihre soziale Verantwortung wahrnehme, vor allem gegenüber Menschen, die "von der Gesellschaft schon aufgegeben worden sind".

Für den Schweizerischen Fussballverband, eines der sieben Gründungsmitglieder der FIFA, hiess Präsident Ralph Zloczower die Delegierten willkommen. Zloczower betonte die Bedeutung des Fussballs "als Leader im Sport" und "als wesentlichen Teil der menschlichen Kultur".
Im Rahmen einer emotionalen Zeremonie wurden Lennart Johansson (Schweden) und David Will (Schottland) zu Ehrenvizepräsidenten ernannt, während Gerhard Mayer-Vorfelder (Deutschland) und dem aus gesundheitlichen Gründen abwesenden Isaac Sasso Sasso (Costa Rica) die Ehrenmitgliedschaft der FIFA verliehen wurde.

Zürich (mit 2007) und Paris waren je siebenmal Schauplatz eines FIFA-Kongresses und nehmen damit gemeinsam die Spitzenposition ein. Paris war als Gründungsort seit jeher ein Fixpunkt für die FIFA. Zürich wiederum, als Sitz der Organisation seit 1932 die administrative Schaltzentrale, beherbergte die erwähnten sieben Kongresse alle zwischen 1980 und heute. Während vieler Jahrzehnte fanden die Kongresse im Zweijahresrhythmus statt, dann, ergänzt durch ausserordentliche Zusammenkünfte, alle Jahre. Mit der Revision der Statuten 2003 in Doha wurde das jährliche Intervall offizialisiert, das aufgrund der zahlreichen Fragen, die ein Kongress zu behandeln hat, unabdingbar geworden ist.