Farina: "Fussballer müssen immer ein Vorbild sein"

FIFA President Joseph S. Blatter (R) with Simone Farina of Gubbio during the FIFA Ballon d'Or Gala 2011
© Getty Images

Der 30-jährige Simone Farina, Verteidiger von AS Gubbio in der italienischen Serie B und Botschafter von Football for Hope, wurde am 24. Mai 2012 von der FIFA geehrt. "Die Botschafter von *Football for Hope *spielen eine wichtige Rolle als Sprachrohre unserer Arbeit und tragen zu einer verstärkten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bei", erklärte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Simone Farina hatte den Mut und Anstand, im Jahr 2011 die Polizei zu alarmieren, nachdem er kontaktiert worden war, um sich an Wettmanipulationen zu beteiligen. Dies ermöglichte es, ein großes Netzwerk von Wettbetrügern aufzudecken.

Simone Farina war zuvor vom italienischen Nationaltrainer Cesare Prandelli zu einem Besuch der Einrichtungen in Coverciano, in dem sich die Nazionale trifft, eingeladen worden. "Dir, Simone, stehen die Türen immer offen", hatte Prandelli gesagt. 

Als Gast zum 62. FIFA-Kongress in Budapest eingeladen, führte er ein kurzes Gespräch mit FIFA.com.

*Sie sind zum Botschafter von *Football for Hope ernannt worden. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln?
**Zunächst einmal fühle ich mich sehr geehrt durch die Aufgaben, die mir der FIFA-Präsident anvertraut hat. Ich hoffe, dass die Welt des Fussballs noch besser wird, als sie jetzt ist. Ich habe meinerseits einfach nur die Regeln befolgt. Meine Botschaft für die Jüngsten ist einfach: "Lernt, die Regeln zu respektieren, und habt Spaß."

*Wie könnte man Ihrer Ansicht nach junge Fussballer dazu erziehen, nicht der Korruption zum Opfer zu fallen?
*
Meiner Meinung nach erfolgt die Erziehung vor allem im engsten Familienkreis.

*Wenn Sie die Reformen für mehr Transparenz sehen, die von der FIFA auf den Weg gebracht werden – sind Sie zuversichtlich, dass der Fussball eines Tages sauber sein wird?
*
Natürlich! Wir brauchen einen sauberen, transparenten und ehrlichen Fussball. Ich glaube daran.

*Wie sehen Sie als Spieler die FIFA?
*
Die FIFA ist eine große weltweite Institution. Für diese Institution zu arbeiten, ist für mich als einfachen Fussballer eines der größten Dinge, die ich erreichen kann.

*Glauben Sie an den sozialen Aspekt des Fussballs, in seine Fähigkeit, Denkweisen zu ändern?
*
Ja. Wir Fussballer müssen immer ein Vorbild sein, denn wir werden von vielen Jungen imitiert. Aus diesem Grund bin ich zuversichtlich, denn unser Verhalten auf dem Platz und im alltäglichen Leben muss dazu dienen, diese wichtigen Werte in der Gesellschaft, in der wir leben, zu verankern.

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