Zahlen der Woche

Ein Schuljunge, ein reifer Blondschopf und die magische Sieben

Marcus Rashford of Manchester United celebrates
© Getty Images

Ein Youngster in Manchester, ein blonder Oldie in Rotterdam und ein französischer Torjäger in Mexiko beherrschen in dieser Woche den Statistik-Rückblick von FIFA.com. Außerdem berichten wir über das Ende einer langen Erfolgsserie in Frankreich und die Fortsetzung einer anderen Serie in Kolumbien.

200

Prozent lautet die herausragende Torquote von Marcus Rashford nach seinen ersten zwei Spielen als Profi. Der Teenager kam am vergangenen Donnerstag überraschend zu seinem Debüt für Manchester United, weil sich Anthony Martial beim Aufwärmen eine Verletzung zugezogen hatte. Rashford nutzte seine Chance perfekt und trug mit zwei Toren dazu bei, dass sein Klub das UEFA Europa League-Duell gegen den dänischen Vetreter Midtylland trotz eines zwischenzeitlichen 1:3-Gesamtrückstandes noch drehen und am Ende einen 6:3-Sieg in der Addition feiern konnte. Damit zog das Team ins Achtelfinale des Wettbewerbs ein. Rashford löste George Best als jüngsten Europapokal-Torschützen von Manchester United ab. Am Sonntag wurde der am 31. Oktober 1997 geborene Stürmer dann zum viertjüngsten Spieler aller Zeiten in der Anfangsaufstellung eines Premier-League-Spiels der Red Devils. Noch jünger waren bei ihrem Debüt lediglich Federico Macheda, Phil Neville und Rafael. Auch in dieser Partie erzielte Rashford zwei Tore und hatte damit maßgeblichen Anteil am 3:2-Sieg gegen den FC Arsenal. Damit hat Manchester United erstmals seit September wieder zwei Ligaspiele in Folge gewonnen. Kurioserweise war Rashford auf den Tag genau gleich alt wie Wayne Rooney, als er den ersten Doppelpack seiner Karriere schnürte, nämlich 18 Jahre und 120 Tage. Am Tag nach seiner herausragenden Leistung vor 75.000 Zuschauern im Old Trafford fuhr Rashford dann wieder zur Schule nach Ashton-on-Mersey, um sich weiter auf seinen Abschluss vorzubereiten!

56

Jahre – so  lange hatte in der niederländischen Eredivisie kein Spieler über 35 mehr die Marke von 15 Saisontoren erreicht. Am Sonntag konnte sich dann Dirk Kuyt über dieses besondere Tor freuen. Faas Wilkes, der in 38 Länderspielen für die Niederlande 35 Tore erzielte, und Abe Lenstra, der über seine gesamte Karriere hinweg in mehr als 700 Spielen fast ebenso viele Tore schoss, waren mit 36 beziehungsweise 39 Jahren in der Saison 1959/1960 die beiden letzten derart erfolgreichen älteren Torjäger gewesen. Kuyt hatte kürzlich erklärt, die Pechsträhne von Feyenoord sei für ihn der traurigste Abschnitt seines Lebens. Als der 21-jährige Franzose Sébastien Haller Utrecht schon früh in Führung schoss, sah es bereits so aus, als sollte sich die sieglose Serie noch weiter fortsetzen. Im weiteren Verlauf der Partie gelang Kuyt jedoch nach einem cleveren Trick von Michiel Kramer der Siegtreffer gegen den Klub, bei dem er seine Karriere begann. Damit rückte Feyenoord auf den dritten Tabellenplatz vor, während Utrecht auf Rang fünf abrutschte. Seit Dick Advocaat – ohne Bezahlung – als Berater von Trainer Giovanni van Bronckhorst nach Rotterdam kam, hat das Team vier von sechs möglichen Punkten geholt. Kuyt hatte schon in den letzten vier Saisons vor seinem Wechsel an die Anfield Road jeweils mindestens 20 Tore erzielt. Jetzt braucht er nur noch fünf weitere Treffer, um in den kleinen Kreis derjenige Akteure vorzustoßen, die es in fünf Eredivisie-Saisons auf je mindestens 20 Treffer brachten.

41

Jahre und 352 Tage war Verteidiger Luis Vallenilla von Mineros de Guayana bei seinem Treffer gegen Urena am Sonntag alt und damit der älteste Torschütze der Woche. Mit seinem frühen Tor brachte der langjährige Kapitän sein Team erstmals in Führung. Die dramatische Partie mit sieben verschiedenen Torschützen endete mit einem 4:3-Sieg. Dank des ersten Sieges am achten Spieltag gab Mineros die rote Laterne in der höchsten venezolanischen Spielklasse ab.

36

ungeschlagene Spiele in Folge hatte  Paris Saint-Germain in der Ligue 1 saisonübergreifend absolviert. Im neuen Stadion von Olympique Lyon ging diese beeindruckende Serie am vergangenen Sonntag zu Ende. PSG hatte seit der 2:3-Niederlage bei Bordeaux vor fast einem Jahr kein Ligaspiel mehr verloren. Kürzlich brach der Hauptstadtklub den bisherigen Rekord von 32 ungeschlagenen Spielen in Folge, den Nantes mit Akteuren wie Claude Makelele, Christian Karembeu, Patrice Loko und Nicolas Ouedec 1994 aufgestellt hatte. Doch vor 56.661 Zuschauern sorgten Maxwel Cornet und Sergi Darder für den 2:1-Sieg der Gastgeber. Zlatan Ibrahimovic blieb nach sieben Ligaspielen mit Torerfolgen erstmals wieder ohne Treffer. Die Gones sind damit erst der zweite Klub nach dem FC Barcelona, der PSG seit 2011 in allen Wettbewerben drei Mal besiegen konnte.

8

Tore in sieben Partien machen Andre-Pierre Gignac zum einzigen Akteur in der mexikanischen Clausura-Meisterschaftsrunde, der mehr Tore als Spiele vorweisen kann. Nach seinem Beitrag zum jüngsten Sieg der Tigres (4:1 gegen Club América) hat er allein in den letzten fünf Ligaeinsätzen sieben Mal getroffen. Alle vier Tore des amtierenden Apertura-Meisters wurden in dieser Partie von ausländischen Spielern erzielt. Neben dem Franzosen trafen auch Damian Alvarez, Juninho und Rafael Sobis.

7

ist aktuell eine magische Zahl für den Klub Atletico Bucaramanga, der nach sieben Jahren wieder den Aufstieg in die höchste kolumbianische Liga geschafft hatte. In den sieben seitdem absolvierten Spielen gab es sieben Unentschieden bei sieben eigenen und sieben gegnerischen Toren. Nach dem torlosen Heim-Remis am Samstag gegen Rionegro Aguilas ist Bucaramanga das erste Team seit Einführung des Ligaformats, das mit sieben Unentschieden in eine Saison gestartet ist. Atlético Junior feierte am Sonntag erneut einen 1:0-Sieg, dieses Mal gegen Jaguares de Córdoba, und hat nun 16 von 18 möglichen Punkten auf dem Konto. Alle fünf Siege wurden mit nur einem Tor Vorsprung erspielt.

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