Fussball-Welt

Die älteste internationale Fussballrivalität

Robert Gardner (Far Left), Scotland's first captain, is captured in this 1875 football illustration of England v Scotland at the Oval.
© Getty Images
  • Heute vor 150 Jahren trafen England und Schottland erstmals aufeinander
  • Das Spiel im The Oval, Kennington, London, endete 1:1-Unentschieden
  • FIFA.com mit einigen Fakten zur ältesten internationalen Fussballrivalität

150 Jahre und über 110 Spiele mit zahllosen harten Zweikämpfen. Dies sind nur die ersten nüchternen Zahlen zur ältesten internationalen Fussballrivalität. FIFA.com hat noch viel mehr Zahlenmaterial zusammengetragen.

149.415

Zuschauer kamen 1937 zum Länderspiel zwischen Schottland und England im Hampden Park in Glasgow und stellten damit den damaligen Weltrekord auf. Dieser Zuschauerrekord wurde erst 1950 beim entscheidenden letzten Spiel der FIFA Fussball-WM 1950™ gebrochen. In Europa hingegen ist er bis heute unübertroffen. Schottland gewann die Partie mit 3:1.

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Jahre dauerte es, bis England erstmals in der Gesamtbilanz der Duelle gegen Schottland die Führung übernahm. Zu Beginn der Rivalität hatten sich die Schotten eine Führung von zehn Siegen bei nur zwei Niederlagen erarbeitet. Tore von Bryan Robson und Gordon Cowans sicherten England 1983 einen 2:0-Erfolg, mit dem sie in der Gesamtbilanz mit 40 zu 39 Siegen in Führung gingen. Die aktuelle Bilanz lautet 48 Siege für England und 41 Siege für Schottland. 25 Mal trennten sich die beiden Kontrahenten mit einem Unentschieden.

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Länderspiele – diese Marke erreichte Billy Wright 1959 als erster Fussballer der Welt, und zwar mit seinem 13. Einsatz in einem Spiel zwischen England und Schottland. Wright erreichte die magische Marke zweieinhalb Jahre vor dem Norweger Thorbjorn Svenssen. Kein Engländer hat öfter mit der Nationalmannschaft gegen den gleichen Gegner gespielt als Wright gegen Schottland.

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Jahre sind seit dem letzten Unentschieden zwischen den beiden Konkurrenten auf englischem Boden vergangen. 1965 konnten die Schotten im Wembley-Stadion durch Treffer von Denis Law und Ian St John einen 0:2-Rückstand noch aufholen. Die Partie endete mit einem 2:2-Remis. Von den seitdem ausgetragenen Auswärtsspielen in England gewannen die Schotten nur vier und kassierten zehn Niederlagen. Das letzte Duell, das im Juni 2017 in Glasgow stattfand, endete in der Qualifikation zur WM 2018 übrigens ebenfalls 2:2-Unentschieden.

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Mal hatten England und Schottland bereits gegeneinander gespielt, als mit der Partie zwischen Uruguay und Argentinien ein erstes offizielles Länderspiel außerhalb der britischen Inseln stattfand. Die Auld Enemies trafen erstmals 1872 aufeinander, also 30 Jahre früher als der Clasico del Rio de la Plata zum ersten Mal ausgetragen wurde.

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Spiele in Folge blieb England ungeschlagen und gewann während dieser Zeit die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1966™, bis diese Erfolgsserie 1967 ausgerechnet vom Erzrivalen Schottland beendet wurde. Nach einer Niederlage gegen Österreich im Oktober 1965 hatten die Three Lions 16 Siege und drei Unentschieden eingefahren, bevor Billy Bremner, Jim Baxter, Law und Co. ein 3:2-Sieg gelang. Die Schotten erklärten sich daraufhin kurzerhand selbst zum 'inoffiziellen Weltmeister' und ließen sich (in Anlehnung an einen historischen 5:1-Sieg im Jahre 1928) als ‘Wembley Wizards’ feiern. Gegen Ende der Partie verhöhnte Baxter die Engländer sogar noch ein wenig, indem er provozierend mit dem Ball jonglierte.

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Tore Vorsprung bedeuteten den höchsten Sieg aller Zeiten in dem Duell. England konnte diesen Erfolg im Jahre 1961 bejubeln. Beim 9:3-Triumph fielen innerhalb von nur sieben Minuten in der zweiten Halbzeit nicht weniger als vier Tore. Jimmy Greaves erzielte dabei den bis heute einzigen Hattrick eines Engländers gegen Schottland. Im Gegensatz dazu haben bereits fünf Schotten einen Dreierpack gegen England geschnürt. Torhüter Frank Haffey spielte danach nie wieder für Schottland und sagte sogar, die Anfeindungen nach der Partie hätten ihn bewogen, kurz darauf nach Australien auszuwandern.

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gezielte Torschüsse brachte England vor eigenem Publikum im Playoff-Rückspiel um die Teilnahme an der UEFA EURO 2000 zustande, obgleich das Team mit Stars wie David Beckham, Jamie Redknapp, Paul Scholes, Michael Owen und Alan Shearer hochklassig besetzt und entsprechend favorisiert war. Die Engländer hatten zwar das Hinspiel in Glasgow mit 2:0 gewonnen, mussten jedoch bis zum Ende um ihre Teilnahme in Belgien und den Niederlanden zittern.

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