Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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FIFA Congress

Ja zu den Zielen von "6+5" und zur Ratifizierung des WADA-Kodex

The FIFA logo is seen outside the FIFA headquarters
© Getty Images

Der 58. FIFA-Kongress verabschiedete heute (30. Mai) in Sydney eine Resolution zur "6+5"-Regel (siehe separate Medienmitteilung) und ratifizierte Version 3.0 des Welt-Anti-Doping-Kodex. Des Weiteren befürwortete er eine Reihe von Statutenänderungen und anderen Beschlüssen in Bezug auf die Spielberechtigung von Spielern für Verbandsmannschaften und den Grundsatz von Auf- und Abstieg.

Zuvor wandte sich der FIFA-Präsident an die Delegierten und gab seiner Besorgnis im Zusammenhang mit dem Thema der Chancengleichheit im Fussball Ausdruck: "Leider nehmen die sportlichen und wirtschaftlichen Ungleichheiten innerhalb der Weltfussballfamilie zu, insbesondere auf Vereinsebene. Dies hat dazu geführt, dass viele Klubs nicht mehr spielen, um Meister zu werden, sondern nur das Ziel haben, den vierten, fünften oder sechsten Platz in ihrer Liga zu belegen oder zumindest nicht abzusteigen. Dies widerspricht der Philosophie unseres Spiels, und wir müssen etwas dagegen unternehmen." Unter Bezugnahme auf die Mission der FIFA - "Das Spiel entwickeln, die Welt berühren und eine bessere Zukunft gestalten" - bekräftigte er außerdem die Entschlossenheit der FIFA, ihren Kampf gegen "Diskriminierung, Rassismus, Korruption, Doping, illegale Wetten und Gewalt" fortzusetzen. Im Zusammenhang mit dem FIFA-Schiedsrichter-Unterstützungsprogramm (RAP) zur Förderung der Qualität des Schiedsrichterwesens auf der ganzen Welt forderte der Präsident "Profischiedsrichter für Profiligen" unter gleichzeitiger "Wahrung des menschlichen Antlitzes" des Fussballs.

Anschließend wurde der Kongress über eine Reihe von strategischen und sportpolitischen Themen informiert, mit denen sich die FIFA zurzeit beschäftigt, wie Klublizenzierung und -eigentümerschaft, Spielervermittler, Transfers und Wettgeschäfte.

Unter anderem fassten die Delegierten folgende Beschlüsse:

  • Der FIFA-Kongress verabschiedete den Antrag des Exekutivkomitees, die Organisationskommission für die FIFA Klub-Weltmeisterschaft durch die Kommission für Klubfussball zu ersetzen, die für die Organisation der FIFA Klub-Weltmeisterschaft verantwortlich zeichnen und alle im Zusammenhang mit dem Klubfussball stehenden Fragen erörtern wird.

  • Alle Anträge in Bezug auf die Spielberechtigung für Verbandsmannschaften wurden ebenfalls gutgeheißen (siehe Punkte 13.1. und 13.2. der Tagesordnung des Kongresses). Darunter fällt der neue Wortlaut von Art. 17 lit. d der Ausführungsbestimmungen zu den Statuten, der neu wie folgt lautet: "[...] der Spieler war nach seinem 18. Geburtstag während mindestens fünf Jahren ununterbrochen auf dem Gebiet des betreffenden Verbands wohnhaft". Diese neuen Bestimmungen treten sofort in Kraft.

  • Um den Grundsatz von Auf- und Abstieg weltweit zu verankern und sicherzustellen, dass die Berechtigung zur Teilnahme an einer nationalen Meisterschaft nur aufgrund sportlicher Resultate erfolgt, genehmigte der Kongress die Aufnahme eines neuen Artikels (Art. 19) in die Ausführungsbestimmungen zu den Statuten. Der Wortlaut dieses Artikels ist in der Tagesordnung des Kongresses enthalten (aufrufbar per Link in der rechten Menüleiste).

Am 58. FIFA-Kongress nahmen 201 FIFA-Mitgliedsverbände teil (nicht vertreten waren Afghanistan, Benin, Kap Verde, Dominica, Gambia, Guinea sowie Trinidad und Tobago). Zu Beginn der Sitzung genehmigte der FIFA-Kongress die Tagesordnung des Kongresses 2008, das Protokoll des Kongresses 2007 in Zürich und den FIFA-Tätigkeitsbericht. Im Bereich der Finanzen genehmigten die Delegierten die konsolidierte Jahresrechnung 2007 (der vollständige Finanzbericht ist auf FIFA.com abrufbar) sowie das überarbeitete Budget 2007-2010 und das detaillierte Budget 2009.

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