FIFA Congress

Alle 208 Mitgliedsverbände vertreten

Sonia Bien-Aime, Secretary General from the Turks & Caicos FA, is a new member of theOrganising Committee for the FIFA U-20 Women’s World Cup.
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Noch nie waren die FIFA-Gremien so repräsentativ besetzt wie heute. Nach einer umfassenden Umstrukturierung ist jeder der 208 Mitgliedsverbände in mindestens einer FIFA-Kommission vertreten.

Im Februar und März reisten zahlreiche neue Gesichter zu den ersten Kommissionssitzungen des Ad­mi­nis­trationszyklus 2012–2015. Fast die Hälfte der 500 Sitze in den verschiedenen ständigen Kommissionen der FIFA wurde neu besetzt. Die neuen Mitglieder sollen frischen Wind in den Entscheidungsprozess bringen.

Die Reorganisation soll ebenfalls dafür sorgen, dass Erfahrung und Wissen weiter gestreut werden. Indem jeder der 208 Mitgliedsverbände in mindestens einer FIFA-Kommission vertreten ist, wird der Know-how-Transfer rund um den Globus gestärkt.

"Die neue Struktur soll dafür sorgen, dass alle Konföderationen und Mitgliedsverbände ausgewogen und fair vertreten sind. Jede Konföderation soll in den einzelnen Kommissionen so weit wie möglich gemäß ihrer Größe vertreten sein", erklärte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke gegenüber FIFA World, während die neuen Kommissionsmitglieder zu ihren ersten Sitzungen strömten.

Dank der Umstrukturierung sind nun nicht weniger als 33 Verbände erstmals überhaupt in einer FIFA-Kommission vertreten, was die Neulinge sichtlich mit Stolz erfüllt.

"Es ist eine große Ehre, erster Ugander in einer FIFA-Kommission zu sein. Das ist eine große Anerkunng für mein Land und zeigt, dass zumindest im Fussball jedes Land gleich behandelt wird", sagte Dr. James Sekajugo, langjähriges Mitglied der sportmedizinischen Kommission der CAF, als er im März in Zürich an seiner ersten Sitzung der Medizinischen Kommission der FIFA teilnahm.

"Die kleineren Verbände müssen in der FIFA unbedingt vertreten sein, weil das beweist, dass der Fussball wirklich ein weltumspannender Sport ist", fuhr der ehemalige ugandische Nationalspieler fort. "Zudem motiviert es die Jungen, weil es beweist, dass Ugander viel erreichen können, wenn sie hart arbeiten."

Als ehemalige Spielführerin des Nationalteams und jetzige General­sekretärin des Fussballverbands der Turks- und Caicos-Inseln hat auch Sonia Bien-Aime gezeigt, dass man es im Fussball weit bringen kann. Sie ist neu Mitglied der Organisationskommission für die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft und von ihrer neuen Aufgabe vollauf begeistert.

"Es ist eine tolle Chance. Ich kann hier von den Erfahrungen anderer lernen und meine Erfahrung einbringen", betonte Bien-Aime im Gespräch mit FIFA World. "Als ehemalige Vorsitzende der Sportkommission der Turks- und Caicos-Inseln und Mitglied verschiedener Veranstaltungs- und Sportmanagementkommissionen sowie als amtierende Beraterin unserer Frauenkommission werde ich zweifellos wertvolle Anregungen geben können, auch wenn mein Land im Vergleich mit anderen nicht so großes Gewicht hat."

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