BUENOS AIRES 2018

Wilhelm: "Ich kann es kaum erwarten"

(FIFA.com)
Fernando Wilhelm of Argentina poses with the Fútsal World Cup trophy
© Getty Images
  • Er ist Kapitän der argentinischen Futsal-Nationalmannschaft
  • 2016 in Kolumbien gewann er den Weltmeistertitel und den Goldenen Ball
  • Während der Spiele fungiert er als Athlete Role Model

Fernando Wilhelm hat den Futsal im Blut. Als Kind begann er sich dafür zu interessieren, weil er gemeinsam mit Freunden eine Sportart ausüben wollte. Später wurde der Futsal dann zu seiner großen Leidenschaft.

Der 36-Jährige ist Kapitän des amtierenden Weltmeisters Argentinien und wurde von der FIFA und vom Internationalen Olympischen Komitee ausgewählt, um während der Olympischen Jugendfutsalturniere Buenos Aires 2018 eine fundamentale Rolle zu spielen. Er wurde als sogenanntes Athlete Role Model (ARM) auserkoren.

Dabei handelt es sich um ein Programm, über das die jungen Sportler durch Champions inspiriert werden sollen. Zu seinen vielfältigen Aufgaben zählt es, im Olympischen Dorf anwesend zu sein und die Fragen der Kids zu beantworten.

"Ich kann den Start kaum erwarten", erklärt er begeistert im Gespräch mit FIFA.com. "Es macht mich stolz, [dass ich ausgewählt worden bin]. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Unsere Sportart ist leider im Erwachsenenbereich nicht olympisch. Daher habe ich nie darüber nachgedacht, bei olympischen Spielen dabei zu sein – und schon gar nicht über diese Rolle."

Der Cierre, der kürzlich vom italienischen Klub Napoli unter Vertrag genommen wurde, möchte "so viel Zeit wie möglich mit den Jugendlichen verbringen, über die Sportart sprechen, die Möglichkeiten aufzeigen, die sie bietet, und erkären, wie man dadurch geprägt wird".

Wilhelm, der bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Kolumbien 2016 als bester Spieler des Turniers mit dem Goldenen Ball von adidas ausgezeichnet wurde, glaubt, dass die Integration des Futsal ins Programm der Olympischen Jugendspiele ein "erster und sehr wichtiger Schritt" ist, um den lang ersehnten Platz im Erwachsenenwettbewerb zu erhalten.

"Noch ist es ein langer Weg, doch er hat sich zumindest schon etwas verkürzt. Es ist wichtig, dass die Sportart hier vertreten ist. Olympische Spiele unterschieden sich von allen anderen Turnieren. Und ich glaube, wenn man als Kind weiß, dass man mit dieser Sportart an einer Olympiade teilnehmen kann, hat das schon Gewicht."

Der Argentinier ist überzeugt davon, dass es für den Futsal "ein kleiner Triumph ist, hier dabei zu sein. Gleichzeitig kann man, "das Ganze nun mit unterhaltsamen Spielen, an denen die Spieler Spaß haben und in denen sie mit Fairplay überzeugen, zum Erfolg führen".

Wilhelms über ...

  • Argentinien 2018 in Buenos Aires: "Ich hatte das Glück, bei Panamerikanischen Spielen dabei zu sein, und bei unserer Abreise aus Buenos Aires war es für uns ein Turnier wie jedes andere. Als wir dann ankamen und ins Olympische Dorf einzogen, wurde uns bewusst, dass das etwas ganz anderes war. Wenn die Jugendlichen die große Anzahl der Sportler sehen und erleben, was das alles mit sich bringt, werden sie total begeistert sein."
  • Der Einfluss des Weltmeistertitels 2016 in Argentinien: "Der Titel hatte einen wichtigen Nachhall in den Medien. Sportlich hatte der Futsal bereits eine gute Stellung, doch wir haben ihn damit in der Gesellschaft allgemein bekannt gemacht. Vor einigen Jahren musste ich noch erklären, was Futsal überhaupt ist, wenn ich von meiner Tätigkeit sprach. Diese Barriere haben wir nun überwunden."
  • Die neue argentinische Liga: "Sie ist auf einem guten Weg. Da passiert etwas Gutes in dem Rhythmus, der eben möglich ist. Man könnte jetzt leicht sagen, dass wir als Weltmeister nun die beste Liga der Welt oder Südamerikas haben müssen, aber so einfach ist es nicht. In Bezug auf die Vermarktung steckt der Wettbewerb noch in den Kinderschuhen."
  • Frauenfutsal: "Ich glaube, die Sportart entwickelt sich mit Riesenschritten. Es gibt bereits viel mehr Mädchen, die sich dafür interessieren, Gefallen dran finden und die Sache ernst nehmen. Und das im Alter von 12 oder 13 Jahren. Das ist beeindruckend!"
  • Matías Lucuix, den neuen argentinischen Nationaltrainer: "Er kennt das Umfeld bereits sehr gut [er war zuvor bereits Assistent des ehemaligen Nationaltrainers Diego Guistozzi] und es wäre sehr schwer, jemand anders zu finden, der so kompetent ist. Wir müssen seine Arbeit auf lange Sicht bewerten, das heißt, in einigen Jahren. Die Nationalmannschaft hat einige entscheidende Spiele zu bestreiten, doch daran dürfen wir es nicht festmachen. Wir müssen ihm Zeit geben und geduldig sein, aber ich glaube, er wird seine Sache gut machen."

Schon gewusst?

  • Die Olympischen Jugendfutsalturniere Buenos Aires 2018 im Männer- und Frauenbereich finden vom 7. bis 18. Oktober statt.
  • Pro Turnier nehmen zehn Länder teil. Die Auslosung findet am 24. August in Buenos Aires statt.
  • Den Spielplan finden Sie hier.

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