Olympische Jugendfutsalturniere 2018 - Männer

Argentinien atmet auf, Ägypten komplettiert Halbfinale

(FIFA.com)
Facundo Gassman #5 of Argentina celebrates scoring the fourth goal against Panama
© Getty Images

TAGESRÜCKBLICK – Vor 6.300 Fans, die das Tecnópolis in einen Hexenkessel verwandelten, erreichte Argentinien den benötigten hohen Sieg und zog ins Halbfinale des Olympischen Jugendfutsalturniers der Männer Buenos Aires 2018 ein. Die Argentinier treffen in der nächsten Runde im großen Südamerika-Klassiker auf Brasilien.

Jair Ogilvies Führungstor für Panama in der fünften Minute wirkte wie eine kalte Dusche, und Matías Lucuix zog Konsequenzen: Er musste mit seinem Team mit mindestens sechs Toren Unterschied gewinnen, und es blieben nur noch 35 Minuten. Daher entschloss er sich, mit "Flying Goalkeeper" zu spielen. Die Argentinier warfen mit den Zuschauern im Rücken alles nach vorn, waren dabei allerdings oftmals zu ungeduldig und leisteten sich Fehler. Unbeirrt ließen sie eine Angriffswelle nach der anderen rollen.

Schließlich fielen die Tore, und der Gastgeber fand immer besser ins Spiel – zur großen Freude der einheimischen Fans. Zur Pause stand es 6:2, doch Ägypten hatte im CeNARD gegen die Slowakei deutlich die Nase vorn. Daher war bereits frühzeitig klar, dass man noch zwei Tore brauchte, jedoch bestenfalls den zweiten Platz in Gruppe A erreichen konnte.

Im zweiten Durchgang gab die Albiceleste noch einmal Vollgas, machte viel Druck nach vorn, überzeugte jedoch auch mit intelligentem Spiel. 14 Minuten vor Schluss erzielte Kapitän Facundo Gassman das 8:2, und die benötigte Tordifferenz war erreicht. Gassman markierte in dieser Partie insgesamt sechs Treffer.

Als die Partie zwischen Ägypten und der Slowakei im CeNARD abgepfiffen wurde, waren in der Haupthalle noch sieben Minuten auf der Uhr. Die Argentinier nutzten die Zeit für weitere Treffer, bauten ihren Vorsprung auf zehn aus und durften feiern. Die elektrisierte Fangemeinde brachte in Gesängen bereits ihre Vorfreude auf das Halbfinale gegen Brasilien zum Ausdruck.

Brasilien bestritt eines der beiden frühen Spiele. Obwohl die Brasilianer direkt nach dem Anpfiff in Führung gingen, spielten sie in den ersten Minuten nicht überzeugend. Die Salomon-Inseln hatten viele Chancen, ließen es im Abschluss jedoch an Präzision mangeln. Ganz anders die Südamerikaner, die präzise wie ein Uhrwerk Treffer um Treffer erzielten. Im weiteren Spielverlauf wurde der Unterschied zwischen den beiden Teams immer deutlicher.

Im einzigen Duell, in dem es um nichts mehr ging, trat die IR Iran gegen Costa Rica an. Die Iraner nutzten ihre Konterchancen eiskalt aus und behielten die Oberhand über eine costa-ricanische Auswahl, die sich trotz 60 Prozent Ballbesitz nicht durchsetzen konnte. Nach sieben Minuten führten die Ticos mit 3:1, doch die Hoffnung war trügerisch. Die Iraner kamen immer besser ins Spiel, und Costa Rica konnte nur machtlos zuschauen.

Schon gewusst?

  • Der letzte Spieltag der Gruppenphase war der Tag der schnellen Tore. Brasilien erzielte in Gestalt von Guilhermão nach nur 23 Sekunden den ersten Treffer, und Iván Corrales markierte nach 70 Sekunden das Führungstor für Costa Rica.
  • Die Costa-Ricaner Yosel León und José Madriz waren die ersten Spieler, die in diesem Turnier Platzverweise kassierten.

Die nächsten Spiele

15. Oktober

  • Brasilien – Argentinien, 1. Halbfinale, Tecnópolis
  • Ägypten – Russland, 2. Halbfinale, Tecnópolis

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