Olympische Jugend-Fussballturniere 2014

Junge "Taeguk Warriors" wollen Geschichte wiederholen

(FIFA.com)
Kim Chan (R) of South Korea celebrates a goal during the Men's football preliminary match with Cape Verde at Nanjing 2014 Youth Olympic Games

Nanjing verfügt über eine reiche Historie. Die Hauptstadt der Provinz Jiangsu gehört zu den ältesten Städten Südchinas und war Hauptstadt der Republik China sowie, zeitweise, des chinesischen Kaiserreichs. Auch für die U-15-Fussballer aus Korea Republik ist die Metropole am Jangtsekiang-Delta ein Ort voller Geschichte, wenn auch aus der deutlich jüngeren Vergangenheit.

Im August 2013 konnten die jungen Taeguk Warriors bei den Asian Youth Games in Nanjing die Goldmedaille gewinnen. Ein Erfolg, den die südkoreanische Auswahl nun, fast genau ein Jahr später, beim Olympischen Junioren-Fussballturnier wiederholen möchte. "Wir sind froh, in diese schöne Stadt zurückzukehren, an die wir gute Erinnerungen haben. Ich hoffe, wir können diesen Erfolg wiederholen", so Mittelfeldspieler Im Wharang gegenüber FIFA.com. "Wir sind hier angetreten, um zu gewinnen, aber wir sind uns der Tatsache bewusst, dass dies das Olympische Fussballturnier ist, an dem starke Mannschaften aus der ganzen Welt teilnehmen."

Die Rückkehr an die Stätte des Vorjahrestriumphs, das Jiangning Sports Centre Stadium, schien die Südkoreaner jedenfalls zu beflügeln. Mit einem 5:0-Sieg über Kap Verde startete das Team in eindrucksvoller Manier in das Turnier. Im nächsten Gruppenspiel gegen Vanuatu reicht bereits ein Unentschieden, um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. "Trotz unseres Auftaktsieges sollten wir vor unserem nächsten Gegner auf der Hut sein", warnt Im Wharang dennoch vor verfrühter Euphorie. 

Kongeniales Mittelfeld-Duo
Der quirlige Mittelfeldspieler von Seongnam FC gehört zu fünf Akteuren im aktuellen Olympiakader, die sich vergangenes Jahr die Goldmedaille umhängen durften. Bei den Asienspielen bewies er mit zwei Turniertoren seine Offensivqualitäten und bildete zusammen mit Jeong Wooyeong, der drei Treffer verbuchen konnte, ein kongeniales Duo in der Schaltzentrale. "Jeong und ich sind alte Freunde. Wir kennen uns bereits seit der Grundschule und haben eine Art telepathisches Verständnis untereinander", verrät die südkoreanische Nummer 7 mit einem Lächeln in seinem Gesicht.

Unter ihrem neuen Trainer Choi Young Joon sind die beiden Freunde allerdings in anderer Rolle gefordert. "Der Coach hat uns angewiesen, mehr auf die Defensivarbeit zu achten und im Mittelfeld die gegnerischen Angriffe bereits im Keim zu ersticken", verrät Im Wharang. Diese Aufgabe erfüllte er gegen Kap Verde auf überzeugende Art und Weise, auch wenn er sich trotz des deutlichen Sieges selbstkritisch zeigte: "Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung. Ehrlich gesagt, habe ich die Erwartungen des Trainers nicht erfüllen können. Ich hoffe, ich kann mich im nächsten Spiel steigern."

Eine Aussage, die von der Konkurrenz mit Schrecken vernommen werden dürfte, und die beweist, dass die jungen Südkoreaner mehr als bereit sind, das nächste Kapitel ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte in Nanjing zu schreiben.

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