Olympisches Juniorinnen-Fussballturnier

Historisches Nanjing bereit für jugendliche Freude

(FIFA.com)
The Mascot statute
© Getty Images

Das vor mehr als 2600 Jahren erbaute Nanjing rühmt sich einer Geschichte, die länger ist als die der meisten anderen Städte dieser Welt. Die 2. Olympischen Jugendspiele rücken immer näher, und die alte chinesische Metropole hat ihre historischen Stadttore geöffnet, um mehr als 3000 Spitzenathleten aus aller Welt und eine beachtliche Zahl von Funktionären, Betreuern und Zuschauern zu empfangen.

Nanjing, das im Verlauf der Geschichte sechs Mal Sitz einer Dynastie war, ist historisch ebenso bedeutungsvoll wie Peking, wie die Bedeutung ihrer Namen verrät, denn sie bedeuten "Südliche Hauptstadt" beziehungsweise "Nördliche Hauptstadt". Nach dem Erfolg der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking ist die Stadtverwaltung von Nanjing entschlossen, durch die Ausrichtung von spektakulären Olympischen Jugendspielen die geographische Rivalität aufrecht zu erhalten.

*Gastgeber brennen auf die Spiele *Nach mehr als vier Jahren minutiöser Planung erwartet Nanjing nun voller Ungeduld die Eröffnungsfeier für das große Spektakel. Das Olympische Jugend-Dorf hat am 12. August offiziell seine Pforten geöffnet, und die letzten Arbeiten an allen 28 Austragungsstätten sind längst abgeschlossen. Dazu zählen auch das Jiangning Sports Centre und das Wutaishan Stadium, die Austragungsorte des Junioren- beziehungsweise Juniorinnen-Fussballturniers.

Wechselnde Schichten von Offiziellen sind auf dem Posten, ebenso wie Zehntausende von Freiwilligen, die die Besucher der Acht-Millionen-Metropole willkommen heißen. Überall auf den Straßen sind Poster und Banner mit dem Logo der Spiele und dem Slogan "Share the Games, Share our Dreams" zu sehen.

"Jugend-Olympia ist die zweitgrößte internationale olympische Veranstaltung nach den Sommerspielen von Peking, die China je ausgerichtet hat", erklärte Cao Weixing, Vizepräsident des Organisationskomitees von Nanjing (NYOGOC) und stellvertretender Gouverneur der Volksregierung der Provinz Jiangsu. "Das Olympische Jugend-Dorf wird den Athleten und ihren Trainern ein sicheres und gemütliches Zuhause bieten und dafür sorgen, dass die Gäste hier einen angenehmen und unvergesslichen Aufenthalt genießen."

Die folgenden Zahlen vermitteln einen Eindruck von Nanjings umfassenden Vorbereitungen im Vorfeld des sportlichen Großereignisses: mehr als 1200 Personen in 95 medizinischen Einheiten sind für die medizinische Betreuung bei den Spielen zuständig, während eine ganze Armee von etwa 20.000 Freiwilligen - einschließlich 1000 Freiwilliger von außerhalb - in verschiedenen Projekten ihren Dienst leistet.

*Plattform für Jugendliche *Stadien und Trainingsplätze in Nanjing wurden im Hinblick auf das Olympische Jugend-Fussballturnier modernisiert und renoviert. Das Jiangning Sports Centre und seine Trainingsstätten werden bereits von den vier Mädchenmannschaften genutzt, die in den Eröffnungsspielen am Donnerstag ins Geschehen eingreifen. Dazu zählen die Teams aus China VR und Venezuela. Die Südamerikanerinnen trafen bereits vor einem Monat in der Stadt ein, um sich zu akklimatisieren. Die Spielerinnen zeigten sich tief beeindruckt vom Standard der verfügbaren Anlagen.

Natürlich sind die Olympischen Jugendspiele nicht nur eine sportliche Großveranstaltung, sondern auch eine unschätzbare Plattform für den Austausch und das Knüpfen von Freundschaften zwischen jungen Menschen aus aller Welt. Während der Spiele können die Athleten an einem abwechslungsreichen Kultur- und Bildungsprogramm teilnehmen mit Veranstaltungen wie "Chat with Champions", "Music for Stress Relief" und "YOG POV" (Meinung der Athleten).

Eine Mannschaft, die sich besonders darauf freut, die Gegnerinnen auch abseits des Platzes kennenzulernen, ist die chinesische Auswahl. Deren 1,77 Meter große Torhüterin Zheng Jie hat an einer speziellen Tanzchoreographie mit gearbeitet, um die Spielerinnen anderer Teams zu begeistern, sobald man die Fussballschuhe ausgezogen hat. "Die Spiele sind natürlich sehr wichtig", erklärte die Torfrau aus Shanghai. "Aber ebenso wichtig ist es, Freundschaft mit Spielerinnen aus anderen Ländern während und nach den Spielen zu schließen."

Auch die Kapitänin des chinesischen Teams, Zhao Yujie, findet das Programm auf dem Platz und abseits des Spielfeldes äußerst attraktiv. Gegenüber FIFA.com erzählte sie, wie begeistert sie sei, an dem Ereignis teilnehmen zu dürfen. "Ich werde ganz aufgeregt, wenn ich daran denke, mein Land bei Olympia zu vertreten", verkündete die chinesische Spielführerin voller Vorfreude. "Ich hoffe, dass ich meine gewohnte Leistung abrufen kann und dass wir erfolgreich sind, aber auch, dass ich neue Freunde finden und andere Kulturen kennenlernen kann."

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