Olympische Jugend-Fussballturniere 2014

Bach: "Das ist wirklich beeindruckend"

(FIFA.com)
IOC President Thomas Bach meets the Namibia players
© Getty Images

Die Spiele um den fünften Platz bei den Olympischen Jugend-Fussballturnieren Nanjing 2014 fanden vor den Augen eines prominenten Zuschauers statt. Kein Geringerer als Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), verfolgte mit großem Interesse das Geschehen im Jiangning Sports Centre Stadium. Am Rande seines Besuchs nahm sich der Goldmedaillengewinner von 1976 im Fechten Zeit für ein kurzes Interview mit FIFA.com.

*Herr Bach, wie fällt Ihr Zwischenfazit dieser Spiele aus? *
Es sind hervorragende Olympische Jugendspiele, geprägt von einer großen Freundlichkeit der Gastgeber und einer vollkommen reibungslosen Organisation.

*Wie haben Sie bislang die große Begeisterung erlebt, die in Nanjing herrscht? *Diesen Enthusiasmus spürt man überall: in der Stadt, in den verschiedenen Sportstätten und natürlich am deutlichsten im Olympischen Dorf. Die Athleten sind unheimlich glücklich. Auch wenn man sich die Zuschauerzahlen hier beim Fussball anschaut, das ist für Juniorenwettbewerbe wirklich beeindruckend.

*Das Olympische Dorf soll auch den Kultur- und Bildungsaustausch zwischen den Sportlern fördern. Dieses Konzept scheint gut bei den Jugendlichen anzukommen. *
Es gelingt hier sehr gut, die Balance zu finden zwischen der Konzentration auf den Wettkampf und den kulturellen und erzieherischen Aspekten dieser Olympischen Jugendspiele. Wenn man mit den Athletinnen und Athleten spricht, dann ist erkennbar, dass sie selbstverständlich konzentriert auf den Wettkampf sind, aber auch jede Chance wahrnehmen, sich die Stände der anderen Mannschaften anzuschauen, in den Erziehungsprogrammen mitzuwirken und Freundschaften zu schließen. Das "YOGging" ist Volkssport im Olympischen Dorf.

*Sie waren selbst erfolgreicher Teilnehmer an den Olympischen Spielen. Wie wichtig ist eine Teilnahme für die sportliche und persönliche Entwicklung eines Athleten? *
Ich glaube, dass die Olympischen Jugendspiele hierbei eine sehr große Rolle spielen können. Sie ermöglichen es, die Athleten Olympische Luft schnuppern zu lassen, sie vertraut zu machen mit einem so großen Multisportereignis, aber auch mit der Olympischen Idee: also fremde Kulturen kennenzulernen, sich auszutauschen und dadurch unheimlich viel für sich und ihr Leben zu lernen.

*Wie intensiv verfolgen Sie den Fussball? *Ich verfolge den Fussball sehr intensiv, als "verhinderter Fussballspieler" noch umso mehr (lacht).

*Haben Sie sich auch die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien angeschaut? *Ja, natürlich. Dabei habe ich auch meine Tradition aufrechterhalten, seit 1986 jedes WM-Finale live gesehen zu haben.

*In vier Jahren steigt die dritte Ausgabe der Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires, wo Sie letztes Jahr zum IOC-Präsidenten gewählt worden sind. Ist Ihre Vorfreude daher schon besonders groß? *
Ich freue mich sehr auf die nächsten Olympischen Jugendspiele, weil diese zeigen werden, wie Argentinien beziehungsweise Südamerika den Sport und die Olympische Idee begreift. Das wird anders sein als hier in China, aber genauso gut.

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