Singapur 2010

Zehn herausragende Momente in Singapur

(FIFA.com)
Chile players celebrate winning the gold medal
© Getty Images

Nach 13 Spieltagen sind die Fussballturniere bei den ersten Olympischen Jugendspielen nun zu Ende gegangen. Bei den Junioren konnte Bolivien über die Goldmedaille jubeln, bei den Juniorinnen sicherte sich Chile den ersten Platz. Der Erfolg dieses in allen Teilen der Welt aufmerksam verfolgten Turniers ist vor allem auf die harte Arbeit der Spielerinnen und Spieler zurückzuführen – sowohl auf dem Platz als auch abseits davon. FIFA.com wirft einen Blick auf die zehn denkwürdigsten Momente des Turniers.

1. Das schnellste Tor
Gastgeber Singapur hätte keinen besseren Start erwischen können: Ammirul Mazlan erzielte bereits in der ersten Spielminute mit seiner ersten Ballberührung ein Tor. Sein Führungstreffer ebnete den Weg zum 3:1-Sieg über Simbabwe und war das schnellste Tor des Turniers.

2. Der erfolgreichste TorjägerDer bolivianische Stürmer Rodrigo Mejido trumpfte gegen Haiti groß auf und steuerte nicht weniger als vier Treffer und drei Torvorlagen zum 9:0-Kantersieg der Südamerikaner bei. Mejido erzielte noch zwei weitere Tore und wurde mit insgesamt sechs Treffern Torschützenkönig. "Ich bin stolz darauf, meiner Mannschaft zum Gewinn der Goldmedaille verholfen zu haben", sagte er im Gespräch mit FIFA.com. "Man hat gesehen, dass alle Träume in Erfüllung gehen können, wenn man nur hart genug arbeitet und sich kontinuierlich verbessert."

3. Haitis AufholjagdTrotz des Debakels gegen Bolivien verschafften sich die Haitianer Respekt, als sie einen Rückstand gegen Vanuatu noch in einen 2:1-Erfolg drehten, ehe sie mit einem 2:0-Sieg über Singapur sogar das Endspiel erreichten. "Der Gewinn der Olympischen Silbermedaille macht uns viel Mut für den Wiederaufbau", sagte der haitianische Kapitän Daniel Gedeon. "Wir werden diese Dynamik nutzen, um die Entwicklung weiter voranzutreiben."

4. Super-Joker
Luis Banegas, der mit einer leichten Verletzung nach Singapur gereist war, erwies sich als effektivster Einwechselspieler. Nach seiner Einwechslung im Endspiel gegen Haiti, als seine Mannschaft nur mehr zu zehnt war, erzielte der quirlige Stürmer gleich zwei Treffer und verhalf Bolivien somit zu einem 5:0-Sieg. "Mein Vorbild ist der schwedische Stürmer Zlatan Ibrahimovic vom FC Barcelona", sagte er im Gespräch mit FIFA.com. "Ich würde auch gerne zu einem guten europäischen Verein wie Barcelona wechseln."

5. Gefährliche Zwillinge
Vanuatu hat den abschließenden 2:0-Sieg über Simbabwe vor allem den Coulon-Zwillingen zu verdanken. Roaul dirigierte die Abwehr, während sein Bruder Michel an beiden Treffern der Mannschaft beteiligt war.

6. Kadirs TränenWährend seine Schützlinge nach dem Gewinn der Bronzemedaille feierten, war Singapurs Trainer Kadir Yahaya zu Tränen gerührt, als er sich mit FIFA.com unterhielt: "Die Spieler haben dem großen Druck standgehalten und dieses Spiel gewonnen. Wir haben etwas Großartiges für unser Land erreicht."

7. Weinende StarsDie türkische Mittelfeldspielerin Hilal Baskol brach nach dem Gegentreffer in der Nachspielzeit bei der 2:3-Niederlage gegen Chile in Tränen aus. Auch die beste Torschützin des Turniers, Judit Ndong aus Äquatorial-Guinea, die im Endspiel gegen Chile eine Niederlage nach Elfmeterschießen wegstecken musste, konnte ihre Tränen nicht zurückhalten.

8. Experten für StandardsituationenHilal Baskol war mit drei Freistoßtoren die beste Spielerin des Turniers bei ruhenden Bällen. Die Chilenin Romina Orellana stellte im Endspiel gegen Äquatorial-Guinea ebenfalls ihr Talent unter Beweis und versenkte einen Freistoß, ehe sie den entscheidenden Elfmeter verwandelte, der ihrer Mannschaft den Turniersieg bescherte.

9. Hart im NehmenNachdem er im Spiel um Platz drei gegen Montenegro eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, wurde Singapurs Kapitän Jeffrey Lightfoot, der bei Eröffnungszeremonie als Fackelträger ins Stadion gezogen war, kurz im Krankenhaus behandelt und war schon zur Siegerehrung wieder auf dem Platz. "Ich musste einfach zurückkommen, denn das ist die Chance meines Lebens", sagte er im Gespräch mit FIFA.com. "Nun müssen wir uns zu einer echten Fussballmacht weiterentwickeln."

10. Gehaltenes Versprechen
Der Bolivianer Douglas Cuenca – der einzige Trainer, der vor dem Beginn des Turniers keinen Hehl aus seinen Gold-Ambitionen gemacht hatte –, hielt sein Versprechen und holte mit vier Siegen in Folge den Titel. "Der Sieg im Finale bedeutet für uns mehr als nur den Gewinn der Goldmedaille", sagte er im Gespräch mit FIFA.com. "Für die Spieler kann dieser Erfolg das Tor zu einer erfolgreichen Zukunft aufstoßen. Die Menschen in unserem Land können stolz auf den Erfolg des Teams bei diesem Turnier sein."

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