Die Olympischen Fussballturniere stehen vor der Tür. Anlass genug für FIFA.com, einige der interessantesten Zahlen zu den teilnehmenden Mannschaften zusammenzustellen.

223 Länderspiele hat Carli Lloyd (USA) bereits absolviert und ist damit in Rio 2016 die Frau mit den meisten internationalen Einsätzen. Beste Torschützin ist Marta mit 92 Treffern in 95 Einsätzen für Brasilien.

75 A-Länderspiele haben Mittelfeldspieler John Obi Mikel (Nigeria) und Torhüter Itumeleng Khune (Südafrika) schon auf dem Konto – mehr hat bei den Männern niemand. Es folgen Brasiliens Offensivwirbler Neymar (70), das irakische Duo Saad Abdul-Amir (55) und Ahmad Ibrahim (53), der mexikanische Stürmer Oribe Peralta (50), Son Heungmin aus der Republik Korea (48) sowie Teofilo Gutierrez aus Kolumbien. Die meisten Tore in A-Länderspielen erzielte Neymar (46).

40 Jahre ist Rebecca Rolls alt und damit die älteste Spielerin im Turnier. Doch dass sie bereits vor bemerkenswerten 22 Jahren ihr Debüt im Tor der neuseeländischen Football Ferns gab, ist nicht einmal Rolls' eigentliche Besonderheit. Vielmehr wurde sie vor ihrer Fussball-Karriere schon Cricket-Weltmeisterin mit Neuseeland. Sollte Rolls in Rio eingesetzt werden, würde sie die Brasilianerin Meg ablösen, die 1996 beim Spiel um den dritten Platz 40 Jahre und sieben Monate alt war.

32 Siege hat Italien bei Olympischen Fussballturnieren der Männer bereits eingefahren und ist damit Rekordhalter – aber wie lange noch? Brasilien benötigt nur noch zwei Siege, um diesen Rekord zu brechen und Italien ist in Rio gar nicht dabei. 14 Tore müsste Brasilien derweil noch schießen, um einen zweiten italienischen Rekord einzustellen: den der meisten erzielten Olympia-Tore.

12 von 18 Spielerinnen im französischen Kader kommen von Olympique Lyon, das unlängst zum dritten Mal die UEFA Women’s Champions League gewann.

16 Jahre und drei Monate ist Ellie Carpenter als jüngstes Kadermitglied in Rio alt. Sollte die australische Verteidigerin eingesetzt werden, würde sie Daniela und Raissa Feudjio als jüngste Spielerin der Turniergeschichte ablösen. Die beiden Brasilianerinnen waren 16 Jahre und acht Monate alt, als sie den aktuellen Rekord aufgestellt haben.

11 Siege in Folge haben die U.S.-Girls eingefahren und damit die längste Erfolgsserie des Olympischen Fussballturniers aufgestellt. Deren bislang letzte Niederlage war das 0:2 zum Auftakt der Spiele von Peking 2008 gegen Norwegen. Falls die Amerikanerinnen ihr erstes Spiel gegen Neuseeland gewinnen, hätten sie damit eine Siegesserie, die doppelt so lang ist wie die von 2000 bis 2008 just von den Skandinavierinnen aufgestellte.

7 der 16 Männer-Kader umfassen mindestens einen Spieler, der bei einem englischen Klub unter Vertrag ist. Englische Vereine sind damit so häufig in Rio vertreten wie keine andere Fussballnation. Fidschi, Deutschland und Mexiko haben mit Roy Krishna (Wellington Phoenix), Serge Gnabry (FC Arsenal) bzw. Erick Torres (Houston Dynamo) jeweils nur einen Auslands-Legionär im Kader.

Olympische Fussballturniere der Frauen – und damit alle – wird Formiga mit Rio 2016 absolviert haben. Die 38-jährige Brasilianerin hat bislang 24 Spiele bei Olympischen Spielen bestritten. Auch das ist ein Rekord.

4 Mannschaften konnten bei den Männern zwei Mal in Folge Gold gewinnen. Großbritannien machte dabei den Anfang. 1924 und 1924 führten dann Hector Scarone und Pedro Cea – die beiden Helden von Uruguays erstem Gewinn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ – ihr Land zu Gold. Ungarn triumphierte 1964 mit dem alles überragenden Ferenc Bene und stand auch 1968 wieder ganz oben auf dem Treppchen. Carlos Tevez war Argentiniens Gold-Garant im Jahr 2004. Ein regelrechtes Staraufgebot mit Mascherano, Riquelme, Di Maria, Messi und Agüero konnte diesen Erfolg vier Jahre später wiederholen. Wird Mexiko in Rio die fünfte Mannschaft, der eine olympische Titelverteidigung gelingt?

4 Olympische Goldmedaillen wären Premiere für eine Fussballerin oder einen Fussballer. U.S.-Torhüterin Hope Solo könne es schaffen. Ihre sonstigen Mannschaftskameradinnen Shannon Boxx, Heather Mitts, Heather O'Reilly und Christie Rampone durften in ihrer Karriere zwar ebenfalls schon drei Mal über Olympia-Gold jubeln, sind in Rio 2016 aber nicht dabei.