Olympische Fussballturniere Peking 2008

Olympische Fussballturniere Peking 2008

7 August - 23 August 2008

Olympische Fussballturnier 2008 - Männer

Blatter: Wir sind stolz auf die Zuschauerzahlen

FIFA President Joseph S. Blatter
© Foto-net

Nur wenige Stunden vor dem Beginn der Spiele um die Medaillen des Olympischen Fussballturniers der Frauen nahm FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in Peking an einer Medienkonferenz teil. In Begleitung des FIFA-Generalsekretärs Jérôme Valcke und des FIFA-Direktors für Wettbewerbe Jim Brown sprach der FIFA-Präsident über die Olympischen Fussballturniere und andere Themen des Fussballsports.

Über die Olympischen Fussballturniere
Wir sind mit der Entwicklung des Fussballs in den vergangenen Wochen und den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Ich muss dem BOCOG und der CFA für die Organisation dieses Turniers meinen Dank und ein großes Lob aussprechen. Mit 1,9 Millionen Zuschauern konnten wir einen neuen Rekord verzeichnen - am Ende der Fussballturniere werden über zwei Millionen Menschen das Geschehen mitverfolgt haben. Auf diese Zahl sind wir sehr stolz.

Über die Entscheidung des Sportschiedsgerichts (CAS)
Alle Probleme bis auf eins konnten gelöst werden. Inzwischen steht nur noch die Entscheidung bezüglich Rafinha von Schalke 04 aus. Nach den Olympischen Spielen werden wir uns in aller Ruhe mit diesem Problem auseinandersetzen. Wir werden, wie vom Sportschiedsgericht vorgesehen, ein Schlichtungsverfahren einleiten, um die Situation zu klären und eine Lösung zu finden.

Über die Zukunft des Olympischen FussballturniersNach diesem Wettbewerb werden wir über die zukünftige Organisation des Olympischen Fussballturniers beraten. Das FIFA-Exekutivkomitee wird Maßnahmen ergreifen, um die Olympischen Spiele zu schützen. Die nächsten werden 2012 in London stattfinden. Ich werde vorschlagen, dass die Olympischen Fussballturniere in den internationalen Spielekalender aufgenommen werden. Darüber wird bei der Sitzung des Exekutivkomitees gesprochen werden; das Ergebnis wird dem Kongress 2009 vorgelegt.

Über die Freigabe von SpielernNur wenige Teams griffen auf Spieler oberhalb der Altersgrenze zurück - eines davon ist Argentinien mit den beiden Spielern Riquelme und Mascherano. Wir möchten mit dem IOC über diese Altersgrenze von 23 Jahren sprechen. Zwischen dem Präsidenten des FC Barcelona, Laporta, und dem Präsidenten des argentinischen Fussballverbands, Julio Grondona, gab es eine Absprache. Daher war die Entscheidung des FC Barcelona nicht von der Entscheidung des Sportsschiedsgerichts CAS betroffen. Lionel Messi ist nicht nur für das Fussballturnier, sondern auch bei den Olympischen Spielen insgesamt eine große Attraktion.

Über die SchiedsrichterDie Schiedsrichterleistungen im Frauenfussball sind erheblich besser geworden. Wenn man die Leistungen mit denen der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr vergleicht, sind die Schiedsrichterinnen auf einem guten Weg. Bei den Männern stehen sämtliche Schiedsrichter, die hier im Einsatz sind, auf einer vorläufigen Liste für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 und haben das Potenzial, bei diesem Wettbewerb zum Einsatz zu kommen. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von jüngeren Schiedsrichtern.

Über eine britische Fussballmannschaft
Aus Sicht der FIFA hat sich diesbezüglich nichts geändert. Ich weiß nicht, ob in Großbritannien Fortschritte erzielt wurden. Das Olympische Komitee Großbritanniens nominiert die Athleten - nicht England. Nun müssen Großbritannien und das dortige Olympische Komitee eine Entscheidung treffen. Ich bin zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird.

Über den Status des Fussballsports in China
Im Fussball gibt es keine Wunder. Dahinter steckt harte Arbeit. Wo der Fussball bereits im Juniorenbereich gefördert wird, gibt es später auch eine gute Nationalmannschaft. China sollte einen Neuanfang mit jungen Spielern versuchen. Es muss einen kurzfristigen und einen langfristigen Plan geben. Die Organisation der Olympischen Spiele sollte jedoch eine positive Auswirkung auf den Fussballsport haben. Wir wissen, dass großes Interesse an der Austragung der nächsten Weltmeisterschaft besteht. Für die WM 2018 gibt es acht bis zehn Mitstreiter, Bewerbungen für die Turniere 2018 und 2022 sind daher willkommen.

Über die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™Vom 15. bis zum 18. September wird es in Südafrika Meetings geben. Die FIFA-Delegation wird vom Präsidenten angeführt. Ziel ist es, angesichts der im nächsten Jahr anstehenden politischen Wahlen noch einmal sicherzustellen, dass die alte und die neue Regierung geschlossen hinter deren Organisation stehen werden.

Wir haben bezüglich der Organisation vollstes Vertrauen in Südafrika. Ziel dieser Weltmeisterschaft ist es nicht nur, dem afrikanischen Fussball weltweit mehr Anerkennung zu verschaffen, sondern das gesamte Land soll in allen Bereichen von dieser Veranstaltung profitieren.

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