Entdecken Sie mit FIFA.com in Teil 2 weitere Familiengeschichten des FIFA-Weltpokals™.

Zwillinge im Klub der Hunderter
Die Zwillinge Hossam und Ibrahim Hassan sind ein gutes Beispiel für perfekt aufeinander eingespielte Brüder. Sie kommen sowohl in Ägypten wie in ganz Afrika auf die meisten Länderspieleinsätze und reihen sich in den exklusiven Klub der Spieler mit mehr als hundert Länderspielen ein. Hossam spielte dabei 160 und Ibrahim 125 Mal für Ägypten. Gemeinsam setzten sie ihren Weg fort und wechselten von Al-Ahli zur griechischen Mannschaft PAOK Saloniki und anschließend in die Schweiz zu Xamax Neuchâtel. Abschließend wechselten sie zu Zamalek, dem ewigen Rivalen von Al-Ahli und gewannen hier in ihrer ersten Saison die Meisterschaft. Hossam ist mit 38 Titeln der erfolgreichste ägyptische Fussballer, gefolgt von seinem Bruder mit 31. "Seit Jahren spielen wir zusammen und machen es unseren Gegnern schwer, ich im Sturm und Ibrahim in der Abwehr. Wir haben zunächst auf der Straße gespielt und mit viel harter Arbeit haben wir es so weit gebracht", erzählt Hossam.

Fussballgen über drei Generationen
Yehia Emam stand bei den Olympischen Spielen 1948 in London im Tor der Ägypter. Mit seiner Mannschaft El Zamalek gewann er zehn Mal die Meisterschaft und vier Mal den ägyptischen Pokal. Sein Sohn Hamada Emam half ihm beim Training und hatte von ihm die Freude am Fussball geerbt. Er spielte jedoch lieber im Sturm als im Tor. Mit demselben Verein wie sein Vater gewann er zwei Mal die Meisterschaft und drei Mal den Pokal. Und das Fussballer-Gen übertrug sich auch auf seinen Sohn und Yehias Enkel Hazem Emam. Er reifte in der Mannschaft seiner Familie zum Idol und gewann seinerseits zehn Meisterschaften. Der Mittelfeldspieler wechselte später nach Italien und brachte es in seinen 81 Länderspielen auf 15 Tore. Neben vielen anderen Ehrungen wurde Hazem beim Afrikanischen Nationen-Pokal 2002 in das All-Star-Team gewählt.

Der Mythos Andrianopoulos
Die Gebrüder Andrianopoulos kommen aus einer der berühmtesten griechischen Fussballerfamilien. Die Söhne entstammen einer angesehenen Familie aus Piräus. Ihr Vater Andreas Andrianopoulos war Geschäftsmann und Mitgründer des Vereins Olympiakos im Jahr 1925. Seine sportlichen Söhne trugen in jenen Jahren lange Zeit zum Erfolg dieses Vereins bei. Zunächst spielten vier von ihnen alle als Stürmer: Giannis, Dinos, Giorgos und Vassilis. Später kam noch Leonidas hinzu. Auch der sechste Bruder Stelios spielte einige Zeit, aber er hatte nicht das Talent seiner fünf Brüder. Dinos, Vassilis und Giorgos führten Olympiakos zum ersten Titel in der griechischen Meisterschaft (Spielzeit 1930/31). Dinos, Vassilis und Giorgos waren ebenfalls beim ersten offiziellen Länderspiel Griechenlands am 7. April 1929 dabei.

Doppeltes Brüderpaar
Beim Länderspiel zwischen Wales und Nordirland im Windsor Park in Belfast am 20. April 1955 gab es ein Kuriosum zu bestaunen: Die Brüder John und Mel Charles sowie die Brüder Len und Ivor Allchurch waren aktiv am 3:2-Sieg der Waliser beteiligt.

  In der Schule seines Onkels
Salif Keita aus Mali war Mitte der sechziger Jahre und in den Siebzigern einer der großen Stars im afrikanischen Fussball. Bei Saint-Etienne in Frankreich war er ein herausragender Spieler und bestritt 149 Spiele, in denen er 120 Tore erzielte. Er gewann drei französische Meisterschaften und wurde als zweitbester Torschütze Europas mit 42 Saisontreffern ausgezeichnet. Sein Neffe Seydou Keita trat in seine Fußstapfen und begann seine Ausbildung im Centre Salif Keitas, der ersten afrikanischen Fussballschule, die von seinem Onkel gegründet wurde, der ihn auch trainierte. "Er war recht hart mit mir. Er wusste um meine Fähigkeiten und mein Talent, war aber der Ansicht, dass ich es mir zu einfach machte." Der junge Keita wurde von Olympique Marseille verpflichtet und 1999 bei der FIFA Junioren-Weltmeisterschaft in Nigeria zum besten Spieler des Turniers gewählt, bei der Mali die große Überraschungsmannschaft war und bis ins Halbfinale vorstieß. Heute ist er eine feste Größe in der A-Nationalmannschaft seines Landes und entwickelt sich in seinem Verein stetig weiter.

Die Brüder Jones
Die fünf Brüder Williams, Ivor, Emlyn, Bert und Bryn Jones spielten in den dreißiger und vierziger Jahren in der walisischen Liga. Drei ihrer Söhne wandelten auf den Spuren ihrer Väter. Der berühmteste von ihnen war Cliff Jones, der Sohn von Ivor, der für Wales am FIFA-Weltpokal Schweden 1958 teilnahm und 1961 mit Tottenham Hotspur das englische Double schaffte.

  Bekannte Zwillinge
Während man sie rein äußerlich kaum unterscheiden konnte, war das auf dem Platz kaum ein Problem: Ronald und Frank de Boer reiften in der berühmten Fussballschule von Ajax Amsterdam und wechselten 1999 gemeinsam zum FC Barcelona. Ein Jahr zuvor hatten beide am FIFA Weltpokal Frankreich 1998™ teilgenommen. Im Halbfinale trafen die Niederländer auf Brasilien. Nach dem 1:1-Unentschieden ging es ins Elfmeterschießen. Taffarel parierte den Schuss von Ronald de Boer und Brasilien zog ins Finale ein. Während sich die Spieler gegenseitig trösteten, ging Frank zu seinem Bruder und machte ihm Vorwürfe für sein Versagen. Das kann es nur unter Brüdern geben, vielleicht sogar nur unter Zwillingen.

Nummer Neun
Brian Clough war mit 251 Toren in 274 Spielen für Middlesbrough und Sunderland zwischen 1955 und 1962 ein sehr erfolgreicher Stürmer, bevor er seine Karriere wegen einer Kreuzbandverletzung beenden musste. Seine Fussballbegeisterung bewog ihn jedoch, Trainer zu werden und mit Nottingham Forest gewann er Ende der siebziger Jahre zwei Mal den Europapokal. Er hatte auch seinen Sohn Nigel unter seinen Fittichen, der ebenfalls als Mittelstürmer spielte. Der Trainer und Vater sprach immer mit der unpersönlichen Floskel "unsere Nummer Neun" von ihm. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wurde Nigel ebenfalls Trainer.