Costa Rica hat die Ernennung des früheren U.S.-Nationaltrainers Steve Sampson zum neuen Mann auf der Kommandobrücke für die Qualifikation zur FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ bekannt gegeben.
Sampson, der das U.S.-Team von 1995 bis 1998 betreute, löst damit Alexandre Guimaraes ab, der die "Ticos" 2002 nach Japan und Korea geführt hatte. Sampson traf sich am Montag letztmals mit Verbandspräsident Hermes Navarro in San Jose und unterzeichnete nach einmonatigen Verhandlungen schließlich den Vertrag.
Bilanz Korea/Japan 2002
"Ich bin stolz auf mein neues Engagement und verstehe, dass ich hier in Costa Rica große Verantwortung übernehme", so Sampson. "Entsprechend beginnen wir sofort mit der Arbeit."
Sampson hatte sein Amt als Nationaltrainer der USA nach dem enttäuschenden Ausgang beim FIFA-Weltpokal Frankreich 1998™ niedergelegt, wo die USA als schlechteste Mannschaft abschnitt. Offiziell tritt er seine neue Stelle am 1. Dezember an, aber schon am 20. November im Freundschaftsspiel gegen Ecuador wird er wohl an der Seitenlinie stehen. Auch die Jugendmannschaften und die Frauennationalelf wird er aktiv mitbetreuen.
"Wir werden kreativ und attraktiv Fussball spielen – aber stets diszipliniert", ließ Sampson durchblicken. "Wir müssen diese Phase der Experimente nutzen, um uns gut vorzubereiten, da wir nicht viele Spiele unter Wettbewerbsbedingungen haben."
In der Tat findet das nächste Turnier, der UNCAF Cup, erst am 5. Februar nächsten Jahres statt. Erst dann folgt der Gold Cup vom 12. bis 27. Juli in den USA.
Guimaraes hatte eine Vertragsverlängerung im September abgelehnt. Der in Brasilien geborene Trainer hatte Costa Rica zur zweiten Endrunde nach Korea und Japan geführt. Aber trotz eines Sieges gegen China, einem Unentschieden gegen die Türkei und nur einer Niederlage gegen Brasilien schied Costa Rica in der ersten Runde aus.