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Fussball-Interessengruppen unterstützen wegweisende Reformen am Transfersystem

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A FIFA logo sits on the rooftop at the FIFA headquarters
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Pressemitteilung

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Die FIFA-Kommission der Interessengruppen des Fussballs hat sich bei ihrer gestrigen Sitzung in London für wegweisende Reformen am Transfersystem ausgesprochen. Vertreter der Klubs (ECA), Ligen (World Leagues Forum), Spieler (FIFPro), Mitgliedsverbände, Konföderationen und der FIFA-Administration haben mehrere Empfehlungen zur Verbesserung der Transparenz des Systems, zum Schutz seiner Integrität sowie zur Stärkung des Solidaritätsmechanismus gegenüber den ausbildenden Klubs vereinbart. Diese werden dem FIFA-Rat nun zur Verabschiedung unterbreitet.

"Wir haben alle an einen Tisch gebracht. Alle wichtigen Akteure der Branche haben begriffen, dass wir handeln müssen, und heute gemeinsam dieses Reformpaket verabschiedet. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu mehr Transparenz, einer strikten Durchsetzung der Vorschriften, was den Klubs Solidaritätszahlungen in Millionenhöhe garantiert, und einer Einigung über das weitere Verfahren mit Vermittlern, Leihgaben und anderen wichtigen Aspekten des Transfersystem"“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Wichtigste Empfehlungen der Kommission der Interessengruppen des Fussballs:

  • Schaffung einer Abrechnungsstelle zur Bearbeitung von Transfers zwecks Schutz der Integrität des Fussballs und zur Vermeidung betrügerischer Handlungen. Eine solche Stelle zentralisiert und vereinfacht Zahlungen im Zusammenhang mit Transfers (Solidaritätsbeiträge, Ausbildungsentschädigungen, Vermittlerprovisionen und möglicherweise Transferentschädigungen) und bürgt so für ein gut funktionierendes System.
  • Zwingende Einführung eines nationalen elektronischen Transfersystems auf der Grundlage des bestehenden internationalen Transfersystems sowie eines nationalen elektronischen Registrierungssystems.
  • Neue und strengere Bestimmungen für Vermittler kraft einer Einigung zur grundsätzlichen Einführung von Vergütungs- und Vertretungsbeschränkungen, der Zahlung von Vermittlerprovisionen über die neue Abrechnungsstelle sowie der Lizenzierung und Registrierung von Vermittlern über das Transferabgleichungssystem. Die Empfehlungen wurden in ausgiebigen Konsultationen mit einer repräsentativen Vertretung von Vermittlern erarbeitet.
  • Entwicklung einer Regelung für Leihgaben von Spielern zwecks Nachwuchsförderung (und nicht zu Vermarktungszwecken). Die Zahl der Leihgaben pro Spielzeit und für jeden Klub sind begrenzt. Ausgeschlossen sind Transfers über Zwischenvereine und Unter-Leihgaben.
  • Solidaritätsbeiträge für nationale Transfers mit „internationalen Dimensionen“.

"Der Wille zur Zusammenarbeit, der diesen Prozess bislang geprägt hat, ist überaus erfreulich. Jeder hat sich produktiv in die Debatten eingebracht und damit deutlich gemacht, wie wichtig diese Sache für das Wohl des Fussballs ist. Auf dieser Grundlage haben wir einen breiten Konsens zu diesen Reformvorschlägen erzielt", sagte der Vorsitzende der Kommission der Interessengruppen des Fussballs, Vittorio Montagliani.

Die Grundsätze des ausführlichen Reformpakets werden dem FIFA-Rat bei seiner nächsten Sitzung am 26. Oktober 2018 unterbreitet. Bei einer Verabschiedung bilden sie die Basis für die weiteren Verhandlungen mit den Fussball-Interessengruppen, in denen schließlich konkrete Regelungen ausgearbeitet werden.

Die Arbeitsgruppe Transfersystem, die von der Kommission der Interessengruppen des Fussballs gebildet wurde, wird zur Verbesserung des Transfersystems zudem einige übergeordnete Maßnahmen erörtern, u. a. mögliche Änderungen am System der Ausbildungsentschädigungen.

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