Konstruktiver Fussball-Exekutivgipfel der FIFA in Lagos beendet

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FIFA President Gianni Infantino with NFF President Amaju Pinnick at the FIFA Executive Football Summit In Lagos
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  • Konstruktiver Fussball-Exekutivgipfel der FIFA in Lagos beendet
  • 16Mitgliedsverbände, CAF-Präsident Ahmad Ahmad und FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura unter den Teilnehmern

  • FIFA-Präsident Gianni Infantino beteiligte sich an den Diskussionen über eine mögliche Umstrukturierung der Transferperioden, die WM-Vorbereitungen in Russland, VSA und weitere Themen​

FIFA-Präsident Gianni Infantino nahm am jüngsten Fassball-Exekutivgipfel in Lagos (Nigeria) teil, zu dem zahlreiche Präsidenten und Generalsekretäre der Mitgliedsverbände zusammenkamen, um Ideen zu verschiedensten wichtigen Themen aus der Welt des Fussballs auszutauschen.

"Nigeria ist eine starke Fussballnation", so Infantino. "Wenn man sich die Titel der Nachwuchsteams bei FIFA-Wettbewerben und die enorme Entwicklung sowie die Fortschritte im Frauenfussball ansieht, dann wird schnell klar, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wird. Wir sind schon gespannt auf das Abschneiden der Super Eagles in wenigen Monaten in Russland. Die Chancen stehen gut, dass das ganze Land auch auf diesem Niveau stolz auf sein Team sein kann."

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, die FIFA-Ratsmitglieder Sonia Bien Aime und Kwesi Nyantakyi, CAF-Präsident Ahmad Ahmad sowie Vertreter von 16 Mitgliedsverbänden diskutierten über zahreiche Themen, darunter die Zukunft der Wettbewerbe, das Entwicklungsprogramm FIFA Forward, den internationalen Fussballkalender sowie Transfer- und Spielerbelange.

"Wir benötigen bestimmte Regularien bezüglich Transfers, damit sie transparenter und klarer werden", so Infantino. "Wir brauchen hier Klarheit, denn sonst würden wir über unsere Verhältnisse leben. Daher eröffnen wir nun eine Debatte zu diesem Thema. Ich hoffe, dass wir bis zum nächsten Jahr ein neues Regelwerk vorlegen können, das für etwas mehr Ordnung und Glaubwürdigkeit im Transfersystem sorgt."

Die Versammlung in Lagos stellte für die Mitgliedsverbände eine willkommene Gelegenheit dar, Kenntnisse und Erfahrungen untereinander auszutauschen. Neben Ländern aus Afrika waren auch karibische und europäische Nationen vertreten. Die Ausrichtung der Fussball-Exekutivgipfel stellt eine wichtige Initiative im Rahmen der FIFA-Reformen dar. Der erste derartige Exekutivgipfel fand am 22. und 23. November 2016 in Paris statt, wo Verbandsvertreter aus französischsprachigen Ländern in Afrika, Europa, der Karibik und Ozeanien zusammenkamen.

"Vor zwei Jahren war ich noch skeptisch, was den Einsatz von Video-Schiedsrichterassistenten angeht. Heute hingegen bin ich überzeugt, dass dies zum Wohle des Fussballs ist."

Präsident Infantino äußerte sich auch zum aktuellen Stand der Vorbereitungen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ und die Fortschritte im Bereich Video-Schiedsrichterassistenten (VSA).

"Sind die Russen bereit für die Weltmeisterschaft? Ja, zweifellos. Man kann sagen, dass sie zu 99 Prozent bereit sind. Natürlich gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die beendet werden müssen, einige Malerarbeiten und derartige Dinge, aber sie sind bereit, Sie werden es sehen."

"VSA sind gut, damit es im Fussball ehrlicher zugeht", so Infantino weiter. "Wir erwarten die endgültige Entscheidung des IFAB [Anm.d.Red.: das International Football Association Board schlägt Änderungen der Fussballspielregeln vor und verabschiedet diese] am 3. März. Ich muss zugeben, dass ich vor zwei Jahren noch skeptisch war, was den Einsatz von Video-Schiedsrichterassistenten angeht. Heute bin ich hingegen überzeugt, dass dies zum Wohle des Fussballs ist."

Video-Schiedsrichterassistenten kamen bislang bei fast 1.000 Spielen testweise zum Einsatz. Eingriffe sind nur bei Schlüsselszenen vorgesehen, also bei Elfmeterentscheidungen, direkten Platzverweisen und bei Verwechslungen.

"2018 können wir es uns nicht leisten, dass alle Zuschauer im Stadion und an den Fernsehgeräten innerhalb weniger Sekunden sehen können, ob der Schiedsrichter einen großen Fehler gemacht hat oder nicht, und der Einzige, der es nicht sehen kann, ist der Schiedsrichter selbst. Wenn wir also den Schiedsrichtern helfen können, dann sollten wir das tun."

Präsident Infantino beschloss den Gipfel mit einem Gedenken an den 28-jährigen nigerianischen Fussballspieler Chinedu Udoji, der am Sonntag, 18. Februar, bei einem Autounfall ums Leben kam.

"Wir sind alle bestürzt über den Tod des nigerianischen Spielers Chinedu Udoji. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie."

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